Spielberichte 2015 / 2016

#1 von Pillendreher04 , 03.08.2015 08:10

SUS Niederbonsfeld - Bayer 04 Leverkusen 1:12 (1:4)

Im ersten Testspiel zur neuen Saison unterlagen unsere Mädels bei perfekten äußeren Bedingungen deutlich gegen Bayer 04 Leverkusen. Mit einer bunt zusammengestellten Mannschaft, in der sich Jana Kamperhoff im Tor zur Verfügung stellte (vielen Dank dafür, war schön, dich mal wieder gesehen zu haben !), in der mit Josie, Tamara, Hannah K und Laura O noch Spielerinnen mitwirkten, die vom Alter eigentlich in andere Mannschaften gehören, verkauften wir uns in den ersten 25 Minuten mehr als ordentlich, gingen sogar nach schönem Steilpass in die Spitze und trockenem Abschluss von Helene mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Halbzeit fielen dann erst die Gegentore 3 und 4, wir konnten mit dem Auftritt durchaus zufrieden sein, zumal einige Spielerinnen mitwirkten, die nur eine einzige Trainingseinheit in den Knochen hatten. Mit zunehmendem Spielverlauf setzte sich eben die spielerische Klasse des Gegners, der den Ball gekonnt laufen ließ und auch wesentlich mehr Spielerinnen zum Wechseln dabei hatte, durch, unsere Mädels mussten den hohen Temperaturen immer mehr Tribut zollen und kamen aufgrund der noch wenigen Trainingseinheiten im kleinsten Kreise läuferisch immer mehr an ihre Grenzen. Gefallen hat mir, dass sich jede einzelne in ihrem Rahmen bemühte und nicht aufsteckte. Dennoch wurde uns klar aufgezeigt, woran wir in den kommenden drei Wochen dringend arbeiten müssen, um einigermaßen konkurrenzfähig zu sein. Im Laufe dieser Woche kommen weitere Urlaubsrückkehrer dazu, sodass wir am kommenden Wochenende mit dem Doppelspieltag am Samstag und Sonntag weitere Spielpraxis erhalten. Trotz der Klatsche bin ich der Meinung, dass das durchaus ein Erlebnis war, mal gegen eine so gute Mannschaft spielen zu dürfen, vielen Dank an Bayer 04 für diesen Test !

Auch wenn die hohe Niederlage vielleicht für die ein oder andere frustrierend war, so erinnern wir uns gerne an das Testspiel in Mintard vor der NRL-Quali und an das, was dann letztlich daraus resultierte

 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#2 von Pillendreher04 , 10.08.2015 08:27

1.FFC Recklinghausen - SUS Niederbonsfeld 2:2

Mit einem 2:2-Remis gegen den Bezirksligisten aus Westfalen endete der kraftraubende Doppelspieltag am Wochenende, nach der 2:4 Niderlage gegen Oberhofen vom Samstag. Bis auf Pia, Helene und Joan war der kommende U17-Kader vollständig vertreten, nachdem nun auch Bhagi, Jana und Tina aus dem Urlaub zurückgekehrt sind und gestern ihren ersten Auftritt ohne eine wirkliche Trainingseinheit hatten. Auf dem hervorragenden Naturrasen wurden 3x25 Minuten gespielt. Wir begannen im Tor mit Marie, in einer Dreierabwehrkette mit Tina, Maren und Laura, einem Fünfermittelfeld mit Jana, Amelie, Luisa, Rebekka und Paulina, davor die beiden Spitzen Bhagi und Skrollan. Im ersten Spieldrittel zeigten unsere Mädels eine außerordentlich gute Leistung und lagen nach 25 Minuten nach zwei sehr schönen Toren von Skrollan, die den Ball über links nach vorne trieb, dann in die Mitte zog und die Bälle in die rechte Torecke zirkelte. Der Defensivverbund war sehr präsent, Jana und Rebekka machten Dampf über die Außenpositionen und Paulina verteilte die Bälle in die Spitze in gewohnter Art und Weise. Defensiv wurde so gut wie nichts zugelassen, wir kamen sehr gut in die Zweikämpfe, waren immer genau zur richtigen Zeit da. Auch das Verschieben auf die Flügel und nach vorne klappte hervorragend, viele Zweikämpfe wurden bereits an der Mittellinie gewonnen, der Weg zum gegnerischen Tor war dann ein kurzer. Im zweiten Spieldrittel hatten wir das Spiel weitgehend unter Kontrolle, Hannah (links in der Verteidigung), Nele (im Sturm, dafür rückte Bhagi nach rechts hinten gegen eine unglaublich schnelle und robuste Angreiferin) und Aylin (im rechten Mittelfeld), kamen für Maren, Rebekka und Amelie ins Spiel und fügten sich nahtlos ein, insbesondere Aylin hatte im rechten Mittelfeld gute Szenen mit ordentlich Tempo entlang der Außenbahn. Leider ging es dann los mit der mangelhaften Chancenverwertung, entweder kamen die Querpässe in Strafraumnähe nicht mit genügend Druck oder brauchbarer Richtung oder die Distanzschüsse aus zentraler Position nicht genau genug. Der Gegner hätte sich nicht beschweren können, wenn er weitere drei bis vier Tore kassiert hätte. Wir hätten aber auch, den ein oder anderen Treffer kassieren müssen, da wir teils schlecht gestanden haben. Im letzten Drittel, in dem dann zunächst Laura, Tina und Skrollan aussetzten, hatten wir auch unglaublich viele gut herausgespielte Situationen, aber die Ungenauigkeit wurde gepaart mit fehlender Entschlossenheit immer größer. So kam es dann wie es kommen musste, nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 (kann durchaus passieren) kam der Gegner kurz vor dem Schlusspfiff noch zum Ausgleich durch ein Elfmetergeschenk, ein absoluter Witz, da Bhagi sowas von klar den Ball spielte. Sei's drum...

Wir können sehr, sehr zufrieden mit dem Spiel sein, dass war schon erstaunlich ansehnlich, wir sind auf einem sehr guten Weg, alle Spielerinnen haben sich am Wochenende in die Spiele gebissen und sehr guten Willen gezeigt. Wir brauchen mehr Konzentration im Anschluss, noch etwas mehr Cleverness im Abwehr- und Zweikampfverhalten und die ein oder andere Trainingseinheit, aber das wird schon ! Am Mittwoch geht es in Bochum-Linden weiter, wo dann auch Helene wieder zum Kader stößt.


 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#3 von Pillendreher04 , 13.08.2015 10:23

Waldesrand Linden - SUS Niederbonsfeld 1:5 (1:1)

Im vierten Testspiel gelang unseren Mädels der erste Sieg, der auch in dieser Höhe vollkommen verdient ist. Mit nur 13 Spielerinnen an Bord kamen wir auf dem durchaus guten Naturrasen schlecht ins Spiel, fanden dann aber immer mehr den roten Faden. Wir begannen mit Marie im Tor, der altbekannten Formation in der Abwehr mit Tina, Maren und Laure, im Mittelfeld mit Jana, Amelie, Bhagi, Paulina und Aylin, in vorderster Front mit Helene und Skrollan. Nach fünf Minuten musste Helene ihrem Skiabenteuer vom vergangenen Wochenende Tribut zollen und wurde durch Luisa ersetzt, die für Bhagi ins Mittelfeld wechselte, während Bhagi zu Skrollan in den Sturm rutschte. Auf der Bank befand sich dann nur noch Hannah, nachdem Rebekka verletzungsbedingt pausierte und Pia es schulbedingt nicht zum Spiel schaffte. Anfangs ließen wir den Ball viel zu oft unkontrolliert über den Platz springen, spielten lieber Fußballtennis als flach und fingen uns dann aus einem unkontrollierten Pass des Gegners in die Spitze das 0:1. Nach Fußball sahen die ersten 20 bis 25 Minuten nicht wirklich aus. Dann schafften wir es aber, den Ball immer öfter unten zu halten und schnell zu spielen und schon wurde es für den Gegner brenzlig. Wir kamen zu immer mehr Torchancen, auch weil die Zweikämpfe frühzeitig angenommen und gewonnen wurden, und der Weg zum Tor dadurch kurz war. Insbesondere über außen, auch bedingt durch gute Laufwege von Bhagi und Skrollan, kamen wir ins Rollen. Zuerst hatten wir noch Pech nach einem Pfostenschuss von Bhagi, die sich über links beherzt in den Strafraum tankte, dann aber zu genau zielte. der ein oder andere Versuch von Paulina aus der Distanz blieb noch ungenutzt. Jana spielte einige schöne Diagonalbälle von links auf die rechte Seite und sofort war das Feld offen, Aylin konnte den Platz zu mutigen Vorstößen ordentlich nutzen. Hinten brannte gewohnt wenig an, was aber natürlich auch am bissigen Mittelfeld um Luisa und Amelie lag, dadurch erlebte Marie einen weitgehend beschäftigungslosen Abend. Skrollan machte weite Wege und schmiss sich immer wieder erfolgreich in die Zweikämpfe in vorderster Front und sicherte die Bälle für die Nachrücker ab. Kurz vor der Pause kamen wir dann zum mehr als verdienten Ausgleich, der Ball wurde aus dem Mittelfeld zwischen Paulina und Luisa schnell gepasst, auf die bereits startende Skrollan gesteckt, die den Ball dann alleine vor der Torhüterin sicher versenkte. In der Pause mussten wir dann Laura verletzungsbedingt und vorsorglich ersetzen, Hannah rückte auf die Außenpostion in der Abwehr und Maren in die Innenverteidigung. Sonst gab es keinen Grund umzustellen, die Spielanlage war sehr gut. In der zweiten Hälfte ging es dann in gleicher Art und Weise wie in Halbzeit eins weiter, mit fortlaufender Dauer des Spiels konnte wir immer mehr zulegen, was schon ein durchaus bemerkenswertes Zeichen ist. Logische Konsequenz war dann der nächste Treffer von Skrollan kurz nach Wiederanpfiff, die eine Hereingabe von außen mit links verwertete. Es dauerte dann weitere 13 Minuten bis es erneut klingelte und Bhagi sich für ihren Einsatz mit dem nächsten Treffer belohnte. In der Folge hatten wir weiterhin Pech mit dem ein oder anderen Versuch aus der Distanz. In der 68. Minute stellte Luisa dann aber mit einem trockenen Schuss aus 20 bis 25 Metern das Zwischenergebnis auf 4:1. Das fünfte Tor in Minute 74 war eine Kopie des zweiten, Skrollan erzielte ihr drittes Tor mit einem trockenen Schuss durch die Beine der Keeperin nach Querpass von links.

Insgesamt war es insbesondere in Halbzeit zwei eine bemerkenswert gute Vorstellung der Mannschaft und erneut eine Steigerung zu den bisherigen Tests. Nun heißt es am Wochenende das Trainingslager zu nutzen, die läuferische Basis dahin zu bekommen, dass alle auf einem möglichst gleichen Level nach den langen Urlaubsabwesenheiten sind. Mit dem Turnier am Samstag in Urdenbach steht dann der letzte Wettkampf vor dem Saisonstart in Moers am 23.8. an. Wir sind weiterhin auf einem sehr guten Weg und brauchen uns keine Sorgen machen, wenn alle mitziehen und am Ball bleiben.


 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#4 von Pillendreher04 , 17.08.2015 12:43

Turnier in Düsseldorf-Urdenbach

Im Rahmen des Trainingslagers haben wir am Samstag in Düsseldorf-Urdenbach an einem Turnier mit Silschede, Langenfeld und dem Gastgeber teilgenommen. Im ersten Spiel gegen Silschede gelang uns ein hart erkämpfter 1:0-Sieg (Tor durch Amelie) gegen einen sehr starken Gegner nach einer sehr konzentrierten Leistung. Das zweite Spiel gegen Langenfeld endete leistungsgerecht torlos, im letzten Spiel gegen Urdenbach fiel der Ausgleich für Urdenbach etwa 5 Minuten vor Schlusspfiff, nachdem wir durch Paulina in Führung gegangen waren. Insgesamt gesehen waren das noch einmal wichtige Testspiele gegen durchweg gute Gegner. Im Turnierverlauf machte sich dann deutlich bemerkbar, dass wir aus dem Trainingslager kamen und schon zwei Trainingseinheiten auf der hervorragenden Anlage des SC Lintorf und eine intensive Laufeinheit vor dem Frühstück in den Knochen hatten. Dennoch haben die Mädels alles rausgehauen, was möglich war und sich ohne Niederlage toll verkauft. Am Sonntagmorgen waren wieder alle bei der Laufeinheit vor dem Frühstück dabei, höchsten Respekt für diesen Willen ! Nach dem Frühstück beendeten wir dann das Trainingslager mit der letzten Einheit im strömenden Regen. Es war ein hartes, aber sehr erfolgreiches Wochenende, in dem die Mädels sicher noch näher zusammengerückt sind und sich als tolle Einheit präsentierten.

Vielen Dank an Mattes für die Organisation und alle anderen Betreuer(innen) und Mitfahrer, die einen großen Anteil am Erfolg des Trainingslagers beisteuerten !
Heute haben sich die Mädels einen trainingsfreien Tag redlich verdient !

Am Mittwoch geht es dann in die vorletzte Einheit vor dem Saisonstart am Sonntag in Moers.

 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#5 von Pillendreher04 , 24.08.2015 15:39

GSV Moers - SUS Niederbonsfeld 4:1 (2:1)

Im ersten Meisterschaftsspiel kassierten unsere Mädels eine zu deutliche und vor allem auch unnötige Niederlage gegen den etablierten Niederrheinligisten. Wir mussten die verletzungsbedingten Ausfälle von Helene und Rebekka verkraften, zudem fehlten nach wie vor Pia und Joan. Immerhin konnten wir auf Brianna und dann doch auch noch kurzfristig auf Skrollan setzen. Insofern war die Personaldecke den Umständen entsprechend nicht zu dünn. In der ersten Hälfte hatten wir den kräftigen Wind im Rücken und kamen auch recht gut ins Spiel hinein, von einem Klassenunterschied war wenig zu sehen. Wir wollten zunächst mit einer Viererkette und einem Fünfermittelfeld sicher stehen und dann, wenn sich die Möglichkeit ergab, schnell über außen nach vorne umschalten. Das Umschaltspiel funktionierte, nur leider häufig viel zu langsam. Etwas überraschend, aber definitiv nicht unverdient gingen wir bereits in Minute 11 durch unsere Nummer 11 in Führung. Paulina und Luisa kombinierten sich durchs Mittelfeld, Luisa steckte den Ball auf Skrollan und die traf mit rechts zur Führung, obwohl sie den Ball garnicht richtig erwischte, vielleicht war das auch ganz gut so. Auf der gut besuchten Platzanlage war es danach schon sehr ruhig, nur die zahlreich mitgefahrenen Eltern unserer Mannschaft hatten was zu feiern. Moers zeigte sich aber unbeeindruckt und initiierte immer wieder aus dem zentralen Mittelfeld heraus Angriffe, die wir in der Folge zweimal nicht rechtzeitig unterbinden konnten, die Bälle wurden über außen in die Tiefe gespielt (hier standen wir auch jeweils äußerst schlecht), einmal wurde quergelegt und vollendet, das andere Mal direkt aus dem Lauf heraus, an beiden Treffern konnte Marie nichts mehr ausrichten und schon führte der Gastgeber zur Pause mit 2:1. Nichtsdestotrotz hatten auch wir einige gute Szenen, die beste wieder durch Skrollan, die sich mutig von rechts gegen mehrere Gegenspielerinnen in den Strafraum tankte und aus spitzem Winkel abschloss - leider tuschierte der Ball aber nur den langen Pfosten. In der zweiten Halbzeit kam Brianna für Aylin, die Grundausrichtung hielten wir zunächst bei. Jana wechselte auf die rechte Seite, Brianna sollte über links Gas geben. Das gelang auch sehr schnell, Brianna erlief einen Pass in die Tiefe, bog nach innen ab und hämmerte den Ball an den rechten Pfosten, ein Zentimeter weiter links und es hätte wieder Unentschieden gestanden. Leider erzielte der Gastgeber bereits neun Minuten nach Wiederanpfiff dann das 3:1. Der Ball schien zunächst abgewehrt, irgendwie kamen sich Amelie und Marie ins Gehege, der Ball wurde wieder scharf und war dann nicht mehr zu verteidigen. Marie verletzte sich bei dieser Aktion und musste mit Nasenbluten 5 Minuten behandelt werden, biss die Zähne zusammen und konnte weiterspielen. Unsere Mädels versuchten nach wie vor alles, was gegen den Wind natürlich immer schwerer wurde, letztlich trafen wir, wenn wir denn mal durchs Mittelfeld kamen, fast immer die falsche Entscheidung, spielten häufig quer statt tief und verbaselten so die ein oder andere Möglichkeit gefährlich zu werden. Skrollan hämmerte nach Diagonalpass den hochspringenden Ball nochmals sehenswert aufs des Gegners Kasten, die Torfrau bekam noch so gerade die Finger dran, schade, der hätte gepasst. Wir stellten auch noch mal auf ein Vierermittelfeld und zwei Sturmspitzen um (Amelie wechselte für Bhageshree, die in den Sturm aufrückte, ins Mittelfeld und Hannah kam für Jana ins Spiel, Paulina rückte ins rechte Mittelfeld), leider alles vergebens, der Gegner kam noch durch einen Sonntagsschuss (im wahrsten Sinne des Wortes) zum 4:1, hier passte kein Blatt mehr zwischen Latte und Pfosten, Marie war chancenlos. In den letzten Minuten kam noch Jasmin für Tina zum Einsatz.

Moers gewann schlussendlich nicht unverdient, weil sie deutlich konsequenter nach vorne spielten als wir, aber zu hoch, gerade bei zwei eigenen Aluminiumtreffern. Entscheidend war, dass wir nach dem Ausgleich und gerade in der zweiten Hälfte fast immer den berühmten Schritt zu spät waren und uns auch eine unterirdische Fehlpassquote genehmigten. In Richtung und Geschwindigkeit gab es eine immense Streuung, da ist es dann natürlich nahezu unmöglich, sich gefährlich in Richtung des gegnerischen Strafraums zu kombinieren. Am Einsatzwillen hat es nicht gelegen, leider haben wir uns häufig zu naiv verhalten.

Macht nichts, jetzt heißt es daraus zu lernen und am kommenden Sonntag einiges besser zumachen. Dass die Mädels das können, wissen wir, warum sollte am kommenden Sonntag in Duisburg nicht schon etwas Zählbares dabei rauskommen ?!

 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#6 von Pillendreher04 , 31.08.2015 08:30

MSV Duisburg - SUS Niederbonsfeld 7:1 (3:0)

Im zweiten Meisterschaftsspiel erhielten wir eine leider auch in dieser Höhe hochverdiente Klatsche, die leicht höher hätte ausfallen können. Einziger Höhepunkt war der Ehrentreffer zum 1:7, als Paulina sich ein Herz nahm, endlich mal mit Zug den Weg zum Tor suchte, ein, zwei Gegenspielerinnen aussteigen ließ und den Ball vom Strafraum unhaltbar flach in der linken Torwartecke versenkte. Hohe Temperaturen, viele Ausfälle, krankheitsbedingte Schwächungen - zumindest ersteres musste der Gegner auch verkraften. Wir haben von Anfang an überhaupt keine Ordnung im Spiel gehabt, ließen uns hinten rein drängen, standen teilweise in einer Sechser-Abwehrkette vor dem eigenen Sechzehner, nach den frühen Gegentoren ließen viel zu viele Spielerinnen die Köpfe hängen, wir standen immer zu weit vom Gegner weg, es häuften sich Fehler über Fehler, wir kamen überhaupt nicht in die Zweikämpfe, hatten mangels Laufbereitschaft Riesenlöcher im Mittelfeld, schafften keinerlei Entlastung nach vorne - dann läuft ein Spiel halt so. Entscheidend aber war unser äußerst überschaubares Spiel ohne Ball, fast niemand lief sich frei, um Anspielstation sein zu können. Jede war (mein Eindruck) froh, wenn sie den Ball los war. Und wenn wir mal ein Passspiel hätten aufziehen können, so waren wir einfach zu langsam und ungenau, es wurde häufig der 30 m-Flugball anstatt der Ball über 3 m gewählt. Wir hatten nach der Vorbereitung und dem Spiel in Moers eigentlich den Eindruck weiter zu sein, aber das Spiel gestern war ein deutlicher Rückschritt auf allen Ebenen. Macht nichts, kommt vor, aber nun heißt es, sich auf die elementaren Dinge zu konzentrieren und sehr viel wieder besser zu machen, sonst wird leider kein Land zu gewinnen sein. Dass die Mädels das können, haben sie oft genug bewiesen. Leider steigt mit den Niederlagen nicht unbedingt das Selbstvertrauen, aber warum soll es nicht bald wieder aufwärts gehen ?! Die Chance dazu besteht am kommenden Sonntag in Kempen. Kopf hoch, weiter gehts !

 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#7 von Pillendreher04 , 07.09.2015 08:36

Thomasstadt Kempen - SUS Niederbonsfeld 5:0 (2:0)

Wie soll man jemandem erklären, der das Spiel nicht gesehen hat, dass die nächste hohe Niederlage durchaus ein enormer Fortschritt und in der Höhe eigentlich total unverdient war ? Drei der fünf Tore entstanden eigentlich aus dem Nichts und Tor Nummer zwei fiel unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff: Andi Brehme hätte gesagt: "Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!". Treffender geht es nicht. Die Voraussetzungen waren vor dem Spiel verletzungs- und krankheitsbedingt natürlich verheerend, wir mussten auf Bhageshree, Luisa, Helene, Aylin und Rebekka verzichten, Amelie, Skrollan und Marie standen nur halbgar auf dem Platz, Brianna war privat verhindert. Immerhin hatten wir doch irgendwie insgesamt 14 Spielerinnen an Bord, mit Eva, Gina, Nele und Jasmin erhielten wir wertvolle Unterstützung und konnten auch Pia das erste Mal einsetzen. Wenn man dann in der Vorwoche an allen drei Tagen nur jeweils 6 Spielerinnen beim Training hat, ist eine Spielvorbereitung natürlich absurd. Aber gerade in dieser verkorksten Situation bestand ja die Chance, nach dem Motto "Jetzt erst recht!" etwas ins Positive zu bewegen. Und im wahrsten Sinne des Wortes bewegte sich in dem Spiel einiges. Wir begannen mit Marie im Tor, davor die Viererkette um Jasmin, Laura, Maren und Tina, im Mittelfeld begannen von links nach rechts Jana, Pia, Paulina, Amelie und Eva, vorne Skrollan auf weiter Flur. Leider erhielten wir bereits in der Findungsphase und in Minute 7 den ersten Nackenschlag, der Ball wurde aus dem Mittelfeld zentral durchgesteckt und die gegnerische Spielerin hatte keine Mühe, die Führung zu erzielen. Danach kamen wir aber immer besser ins Spiel. Durch schnelle Ballgewinne an der Mittellinie, insbesondere durch Laura, die immer wieder aggressiv zupackte, kamen wir schnell in die eigene Bewegung Richtung Tor. Paulina kontrollierte meistens recht erfolgreich die gewonnen Bälle und ging mutig in die Spitze und schloss selbst ab oder verteilte die Bälle auf die durchstartende Skrollan. Wir kamen zu klaren Möglichkeiten, teils alleine vor dem Tor, waren aber zu überhastet oder unkontrolliert. Man merkte dem Gegner deutlich an, dass sie zu schwimmen begannen. Auch Jana hatte nach vorne gute Szenen. Hinten standen wir sehr sicher und eng beisammen, sodass der Gegner kaum Lücken fand. Leider konnten wir kein Kapital daraus schlagen und mussten dann vor der Pause aus dem Gewühl im Strafraum das 0:2 hinnehmen. In der Halbzeit gab es eigentlich bis auf die Chancenverwertung rein garnichts zu kritisieren. Mit der Unterstützung des Windes wollten wir in Hälfte zwei nochmal alles riskieren und möglichst schnell den Anschluss schaffen.Wir waren nach wie vor gut im Spiel, konnten es offen gestalten. Gina kam auf rechts für Eva, die in ihrem ersten Spiel auf diesem Niveau die Sache auf rechts richtig gut machte. Mit fortlaufender Dauer machte sich aber der Substanzverlust bemerkbar, Skrollan und Amelie steckte die Erkältung in den Knochen, sie hatten nicht mehr die Power und Konzentration. Das 0:3 war wieder äußerst unglücklich, Marie säbelte am Ball vorbei, kein Vorwurf, kann passieren. Die Moral der Mädels war ungebrochen, niemand ließ den Kopf hängen, wir kamen weiter zu Torabschlüssen oder in den Gefahrenbereich durch Paulina und Skrollan. Leider fehlte uns meist die Zielstrebigkeit und der Mut, es war meist ein Schlenker zu viel bzw. waren die Querpässe im Strafraum unnötig oder zu unpräzise. Das machte der Gegner deutlich besser und nutzte die wenigen sich bietenden Torchancen eiskalt. Mitte der zweiten Hälfte kamen noch Nele für Amelie und Hannah für Jasmin zum Einsatz und fügten sich gut ein. Unterm Strich eine verdiente Niederlage, weil wir nicht konsequent genug im Abschluss waren, aber wir hätten locker drei bis vier Tore erzielen müssen und dann sieht die Welt ganz anders aus.

Unterm Strich war das Spiel ein deutlicher Fortschritt, die erste Hälfte sogar die beste, die wir bisher gespielt haben und das mit dem wirklich "allerletzten" Aufgebot, das macht Hoffnung und kann sich sehen lassen. Insgesamt war es eine gute geschlossenene Mannschaftsleistung mit viel Bewegung, gutem Pass- und Umschaltspiel und viel Galligkeit im Spiel. Besonders gut haben mir Maren und Laura gefallen, die frühzeitig die Zweikämpfe durch gutes Stellungsspiel gewannen und die Bälle dann zielsicher ins Mittelfeld verteilten, auch Tina konnte sich gegenüber dem letzten Spiel deutlich steigern. Paulina ist auch wieder auf dem aufsteigenden Ast und traute sich enorm viel zu. Jede hat grandios gefightet, soweit das kräftemäßig möglich war. Alles, was in Duisburg total gefehlt hat, konnten wir diesmal erkennen, das sah vor allem über weite Strecken des Spiels nach Fußball aus.

Wenn wir unter der Woche nicht alles vergessen und sich das Lazarett nun endlich mal lichtet, bin ich sicher, dass wir auch in Mönchengladbach ein gutes Spiel sehen und mal was mitnehmen werden. Richtig positiv war, dass man den Ausfall der halben Mannschaft nicht wirklich gemerkt hat, wer weiß schon, ob die das besser hinbekommen hätten. Großes Kompliment an alle, weiter geht's!

 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#8 von Pillendreher04 , 14.09.2015 09:50

FSC Mönchengladbach - SUS Niederbonsfeld 7:5 (4:3)

4. Meisterschaftsspiel, 4. Auswärtsspiel, 4. Niederlage - die Serie hält. Nein, es wurde nicht Tennis auf einen Satzgewinn gespielt... Vielmehr war es ein Fußballspiel auf Naturrasen am Tag der offenen Tür auf beiden Seiten. Das Spiel hätte auch locker 14:12 ausgehen können. Wir hatten uns gegen einen Gegner auf Augenhöhe so viel vorgenommen und auch ein recht gutes Gefühl trotz der mehr als dürftigen Trainingsbeteiligung, da einige verletzte und erkrankte Spielerinnen zurückkehrten und auch Brianna wieder zur Verfügung stand, die mit Amelie am Vortag ein Erfolgserlebnis feiern konnten. Wenn frau dann aber nach 13 Minuten mit 0:3 im Hintertreffen ist, dann ist das natürlich eine extreme Hypothek, die durch die verbleibenden 67 Minuten mitgeschleppt werden muss. Wir bekamen von Beginn an die drei offensiv starken und körperlich robusten Spielerinnen des Gegners nicht in den Griff, gingen nicht konsequent in die Zweikämpfe im Mittelfeld, alles Alibizweikämpfe, leisteten maximal Begleitschutz, dann kam der Pass in die Tiefe, wir waren nicht in der Lage uns körperlich zu wehren, weil wir erstens schlecht standen und zweitens sich die eine auf die andere verließ - und dann waren wir verloren. Ein Auftakt wie im falschen Film ! Wir haben eine echt nette Truppe beisammen, auf die wir echt stolz sein können, nur sollte frau das mal endlich nicht ins Spiel tragen. Nach dem 0:3 kamen wir besser ins Spiel, hatten richtig gute Offensivaktionen, Helene scheiterte zunächst freistehend vor des Gegners Kasten. Paulina gelang dann in Minute 15 mit einem nicht leicht zunehmenden Abstauber ins leere Tor der Anschlusstreffer. Es entwickelte sich ein munteres Hin und Her, wir mussten allerdings weiterhin die ein oder andere mehr als brenzlige Situation überstehen. Bhagi tankte sich in Minute 29 nach einem schönen Ball in die Tiefe von Brianna über links in den Strafraum und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden, den berechtigten Elfmeter verwandelte Paulina trocken zum 2:3. Plötzlich waren wir wieder im Spiel. Leider dauerte es erneut nur 3 Minuten bis Mönchengladbach wieder mit zwei Toren in Führung ging, 8 Minuten vor der Pause natürlich mehr als schlecht. Dass auch der Gegner die Schwimmsachen dabei hatte, zeigte sich aber beim 3:4, als die gegnerische Torhüterin einen harmlosen Rückpass nicht unter Kontrolle brachte, Skrollan nachsetzte und keine Probleme hatte den Ball im leeren Tor zu versenken. Mit dem Pausenpfiff waren wir wieder nur ein Tor hinten. Nach dem katastrophalen Beginn zeigten unsere Mädels eine hervorragende Moral, wer weiß wo das Spiel hingelaufen wäre, wenn es die ersten 13 Minuten nicht gegeben hätte. Die Aufholjagd machte durchaus Mut für die Hälfte zwei, die wir mit unverändertem Personal und diesmal hellwach beginnen wollten. Es dauerte immerhin bis zur 51. Minute bis es erneut in unserem Kasten klingelte, bis zur Minute 60 kamen zwei weitere Gegentreffer hinzu und es stand 3:7. Ein Debakel deutete sich an... Wirklich positiv in unserer Mannschaft ist die Tatsache, dass der Kopf niemals hängen gelassen wird, egal wie bitter die einzelnen Tiefschläge sind. In den letzten 20 Minuten rafften wir uns noch einmal auf und erzielten noch zwei weitere Treffer durch Paulina, allerdings Tore aus Fernschüssen, die eigentlich auch niemals fallen dürfen, in der gegnerischen Keeperin hatten wir eine wertvolle Unterstützung. Uns wurde noch ein astreiner Treffer durch Helene nach vermeintlicher Abseitsposition aberkannt und Bhagi traf noch den rechten Pfosten, nicht der einzige Alutreffer an diesem Nachmittag. Wir kamen nach richtig guten Spielzügen mindestens zweimal mit Skrollan und Aylin aus spitzem Winkel an den Fünfmeterraum, aber da haben wir dann nicht den Kopf oben, um die besser und frei postierte Mitspielerin in der Mitte zu sehen, und schließen viel zu hastig und unkonzentriert ab. Mit etwas Glück hätten wir durchaus noch einen Punkt mitnehmen können. Im Verlaufe der zweiten Hälfte kamen noch Aylin für Helene und Jasmin für Tina zum Einsatz.

Unterm Strich eine verdiente Niederlage, die wir uns in erster Linie selbst zuzuschreiben haben, in dem Spiel war viel mehr drin. Heute waren aber mehrere Spielerinnen auf dem Platz, die gefühlt nicht einen wichtigen Zweikampf gewinnen konnten und immer hinterher liefen. So Tage gibt es, leider im falschen Spiel. Unsere defensive Aggressivität aus vergangenen Tagen ist weg. auf der anderen Seite entwickeln wir uns, was die Offensive betrifft, durchaus nach vorne. Wenn wir es aber nicht schaffen unsere körperliche Überlegenheit in einzelnen Duellen auszuspielen und vor allem miteinander auch dem Feld zu sprechen, wird das eine ganz schwere Runde. Es hilft jetzt nicht den Kopf in den Sand zu stecken, ich glaube, jeder einzelnen Spielerin ist klar, was heute richtig schief lief, da heißt es anzusetzen und gleichzeitig das gute Spiel nach vorne in das nächste Spiel, ausnahmsweise auswärts in Mintard, mitzunehmen, vielleicht gelingt es uns ja am nächsten Sonntag was mitzunehmen, wo niemand etwas erwartet. Gleichzeitig ist unsere personelle Situation nach wie vor mehr als schwierig, fallen doch auch in der Zukunft mehrere Spielerinnen wegen schulischer Reisen und weiterhin verletzungsbedingt aus, ganz zu schweigen von denen, die uns weiterhelfen würden, aber nicht bereit sind oder sein können, unseren Kader qualitativ zu beleben.

Lamentieren hilft aber nicht, Mund abputzen, weiter gehts !

 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#9 von Pillendreher04 , 20.09.2015 21:02

BW Mintard - SUS Niederbonsfeld 10:1 (4:0)

Das Ergebnis sagt alles, mehr ist nicht hinzuzufügen.


 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#10 von Pillendreher04 , 27.09.2015 19:04

SUS Niederbonsfeld - SUS Nettetal 6:0 (4:0)

Im ersten Heimspiel nach fünf Auswärtspleiten in schwarz der erste Sieg in blau, die ersten Punkte, welch eine Erlösung ! Unsere Mädels gingen bereits in Minute 3 durch Bhageshree in Führung, die den Ball alleine vor des Gegners Kasten sicher verwandelte, nachdem sie beim Pass in die Tiefe leicht abseitsverdächtig gestanden hatte. Das war natürlich ein Auftakt nach Maß, der uns endlich mal Sicherheit geben sollte. Bevor das 2:0 durch Paulina fiel, die am Fünfmeterraum goldrichtig stand und bei Bhagshrees Querpass von außen nur noch den Fuß hinhalten musste, vergingen allerdings 17 Minuten, wo wir es in der ein oder anderen Situation vor dem eigenen Kasten selbst spannend machten. Danach stand die Abwehr um Jasmin, Laura, Maren und Hannah aber sehr sicher, insbesondere Laura eroberte rechtzeitig und resolut wieder wichtige Bälle in der Zentrale und leitete immer wieder Angriffe über Luisa und Paulina zentral sowie über Aylin und Amelie über außen ein. Skrollan und Bhageshree mühten sich in vorderster Front. Aylin und Amelie entwickelten die Linie entlang den Druck, der in den letzten Spielen so sehr gefehlt hat. Wir machten das Spiel breit und kamen immer wieder schnell in Richtung des gegnerischen 16ers, leider fehlte meist zum Schluss die Konzentration und/oder die Kraft, um die Bälle noch auf die mitgelaufenen Mitspielerinnen querzulegen. Eine Flut von Eckbällen war die Folge, aus denen kein Kapital geschöpft werden konnte. Wenn die Bälle keinen Abnehmer finden, dann muss halt eine Ecke auch mal direkt versenkt werden, Luisa zum 3:0 in der 27.Minute. Nur 4 Minuten später erzielte Paulina mit einem trockenen Distanzschuss vom Sechzehnereck das 4:0. Das war auch der Pausenstand, der bei zwei Abseitstoren auch höher hätte ausfallen können, ein Pfiff des guten Schiedsrichters war korrekt, über den anderen kann man sicherlich streiten. Mit dieser hochverdienten Halbzeitführung ging es in die Pause. Wir wollten die Konzentration beibehalten und uns in Hälfte zwei weiteres Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben holen. 10 Minuten nach Wiederanpfiff wechselten wir zweimal und brachten mit Rebekka für Hannnah und Jana für Jasmin frische Kräfte. Jana brauchte nur zwei Minuten, um das 5:0 zu erzielen. Der Ball trudelte durch den Sechzehner an Freund und Feind vorbei, Jana stand am langen Pfosten und hatte keine Mühe, die bereits geschlagene Torfrau des Gegners zu überwinden. Nur weitere 4 Minuten später erzielte Paulina mit ihrem dritten Tor das 6:0 und hatte sich dann einen vorzeitigen Feierabend redlich verdient, für sie kam Tamara, Jana wechselte auf die 10er-Position. Die letzten 25 Minuten plätscherten mehr oder weniger vor sich hin, wir waren zu unkonzentriert, haben manchmal den Überblick für die besser postierte Spielerin verloren und viel zu früh und hektisch auf die Kiste geschossen, sonst hätten wir durchaus noch mehr Tore erzielen können. Sei's drum ! Sehr positiv, dass wir heute sogar zu null gespielt haben und dass Marie auch durch die gute Defensivleistung des ganzen Teams recht wenig auf die Bude bekam. Dass nicht alles sofort wieder klappt nach dieser Negativserie ist klar. Wenn wir es in dieser Woche schaffen, die Spannung im Training hochzuhalten und weiter Gas zu geben, haben wir kommenden Sonntag im Sechspunktespiel in Lowick die Chance in der Tabelle weiter Anschluss zu bekommen, dann sieht alles wiederrecht gut aus. Wir müssen es einfach schaffen unsere offensiven Qualitäten noch mehr einzubringen und den Gegner zu beschäftigen, dann haben wir auch defensiv weniger Probleme und sehen direkt besser aus. Ein Anfang ist gemacht !


 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#11 von Pillendreher04 , 25.10.2015 15:27

SUS Niederbonsfeld - Hemdener SV 3:1 (0:1)

2. Heimspiel, zweiter Sieg, zuhause bleibt die Weste porentief weiß ! Ein großartiger Sieg nach einer enormen Leistungssteigerung in Hälfte zwei beschert uns den vorläufigen Sprung auf Platz 7, wir sind wieder voll im Rennen gegen den Nichtabstieg.

Nach der dreiwöchigen Pause konnten wir fast aus dem Vollen schöpfen, mussten "nur" auf Bhageshree und Brianna verzichten, was natürlich in offensiver und spielerischer Hinsicht eine Schwächung bedeutete. Dafür stand mit Helene endlich eine offensive "Alternative" wieder zur Verfügung. Wir wollten an die Leistungen und die beiden Siege gegen Nettetal und Lowick anknüpfen, hatten uns nach langen Überlegungen für die offensivere Variante entschieden und begannen mit Helene und Skrollan im Sturm, dahinter sollten Paulina die Spitzen versorgen und immer wieder selbst abschließen, Amelie und Jana über außen für Druck sorgen und Luisa alleine auf der 6 den Staubsauger spielen. In der Abwehr begannen Rebakka und Tina auf rechts und links, in der Zentrale die eingespielte Formation mit Maren und Laura, im Tor wie gewohnt Marie. Uns war bewusst, dass das nur funktionieren kann, wenn die Stürmerinnen und Mittelfeldspielerinnen alle mit verteidigen, eine Gratwanderung, die in der ersten Hälfte nicht gut funktionierte, weil wir im zentralen Mittelfeld nicht gut standen, die Zweikämpfe nicht kosequent angingen und selbst auch häufig schludrige Bälle spielten, die dem Gegner Räume eröffneten und die Möglichkeit gaben, ihre schnellen Spitzen zu füttern. Wir hatten mehr Glück als Verstand, dass Hemden die Chancen teils kläglich vergab oder aber an Marie scheiterte, die uns mit ihren Paraden lange im Spiel hielt. Dass die Führung für den Gast eine Minute vor der Halbzeit fiel, war natürlich Pech und denkbar schlecht, hatte sich aber leider angedeutet und ging nach den Spielanteilen ehrlicherweise auch in Ordnung. Wir hatten zwar auch gute Phasen, fußballerisch war das aber deutlich zu wenig. Deswegen änderten wir in der Halbzeit die Ausrichtung, Amelie rückte als zweite 6 zu Luisa, Skrollan wurde auf die Außenbahn im Mittelfeld zurückgezogen. Dadurch versprachen wir uns eine höhere Präsenz im zentralen Mittelfeld, um den Gegner frühzeitiger in den Griff zu bekommen. Es zeigte sich recht schnell, dass das eine ganz gute Idee war, Hemden fiel es deutlich schwerer, die Stürmerinnen zu bedienen. In der 49. Minute kamen wir dann durch Jana zum Ausgleich, die steil geschickt wurde, den Ball gekonnt mitnahm, Ruhe und Überblick behielt, noch ein paar Meter ging und den Ball trocken und überlegt im Netz versenkte. Zehn Miuten später fiel unsere Führung mehr oder weniger aus dem Nichts, Jana legte sich den Ball auf ihren starken Fuß und erzielte mit einem tollen Distanzschuss das unhaltbare 2:1. Da war der Gegner geschockt und fing an, die Grenze des Sportlichen bereits das ein oder andere Mal zu überschreiten, es mehrten sich die Nickligkeiten. Wir ließen uns davon aber nicht weiter beeindrucken, spielten konzentriert weiter, standen immer besser und kamen auch zu guten Vorstößen, die aber nicht von Erfolg gekrönt waren. Bereits 4 Minuten nach dem zweiten Treffer erzielte Skrollan mit einem schönen Schrägschuss von rechts die Zweitoreführung, die uns mehr Ruhe geben sollte. Dennoch war klar, dass wir in der letzten Viertelstunde hellwach sein und alles raushauen mussten, um den Vorsprung nicht wieder herzugeben. Zehn Minuten vor Schluss wechselten wir für die Torschützinnen, die hervorragend rackerten und weite Wege machten, mit Hannah und Aylin frische Kräfte ein, die den Vorsprung aus dem Mittelfeld heraus mitverteidigen sollten. Der Frust beim Gegner wurde immer größer, Paulina und Luisa wurden in den letzten fünf Minuten übel umgetreten, es gab noch nicht einmal den gelben Karton, sehr zweifelhaft, beide konnten nicht mehr weiterspielen, sodass wir das Spiel zu neunt beenden mussten, weil wir keine Wechselmöglichkeit mehr hatten. Mit viel Herz und einer großen Energieleistung konnten wir den Sieg über die Ziellinie retten, die Erleichterung war natürlich riesengroß.

Es verbietet sich eigentlich aus dieser insbesondere in Hälfte zwei hervorragenden Mannschaftsleistung jemanden herauszunehmen, aber was Helene heute an Bällen in vorderster Front festmachte, Einwürfe und Ecken herausholte, dass war großes Kino und hat mir wahnsinnig gut gefallen. Auch Rebekka müsste jeden einzelnen Knochen spüren, großartig, wie sie sich gegen eine sehr gute Gegenspielerin aus der Affäre zog, weite Wege sogar nach vorne machte und sich ohne Kompromisse in die Zweikämpfe schmiss. Und Marie hat uns in der ersten Hälfte mit diversen Glanztaten überhaupt am Leben gehalten. Alle anderen haben kämpferisch und läuferisch voll überzeugt, dass fußballerische kam über die Gesamtdauer des Spiels etwas zu kurz, aber da ist ja immer auch noch ein Gegner, der heute in der Lage war, uns im Spielaufbau über weite Phasen rechtzeitig und giftig zu stören und uns nicht zur Entfaltung kommen ließ.

Das war heute ein extrem wichtiger Sieg, der uns vor den kommenden schweren Aufgaben gegen die Nummern 1 und 2 der Liga zunächst etwas Luft und Ruhe gibt. Bis zum nächsten Spiel sollten die Verletzten hoffentlich wieder zur Verfügung stehen.


 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#12 von Pillendreher04 , 09.11.2015 09:48

1.FC Mönchengladbach – SUS Niederbonsfeld 4:2 (1:0)

Nach einer hochkonzentrierten Leistung und einem leidenschaftlichen Auftritt mussten wir uns dem ungeschlagenen Tabellenführer nach den Spielanteilen verdient geschlagen geben. Höchst erfreulich allerdings, dass wir die Ausfälle von Bhageshree, Amelie und Tina erneut mehr als gut kompensieren und auch zwei Tore erzielen konnten, was bisher keinem Gegner in Mönchengladbach gelungen war. Es waren defensiv einige Umstellungen erforderlich, wir konnten nur aus einem Minikader schöpfen. Neben dem bewährten Innenverteidigerduo Maren und Laura begannen diesmal Hannah Treder und Skrollan auf den Außenverteidigerpositionen vor Marie. Die Doppelsechs wurde von Luisa und Rebekka gebildet, Paulina sollte davor auch in erster Linie defensiv mitarbeiten. Über außen begannen wir mit Jana und Aylin, vorne sollte Helene ihre Schnelligkeit ausspielen. Direkt von Anpfiff an waren unsere Mädels hellwach, standen sehr sicher und sehr gut organisiert, sodass dem Gegner nicht viel einfiel und die Pässe in die Tiefe häufig ins Leere liefen. Lediglich über Distanzschüsse kam Mönchengladbach zum Abschluss, Marie parierte das ein oder andere Mal großartig bis sensationell und hielt uns wie schon in der Vorwoche im Spiel. Mit einem unserer wenigen Vorstöße wären wir sogar fast in Führung gegangen, ja wir hätten sogar in Führung gehen müssen, aber Helene setzte den Ball aus zwei Metern am leeren Tor vorbei. Sicherlich war sie überrascht, dass der Ball plötzlich nach Abwehr und Kontrolle durch die gegnerische Torhüterin wieder frei war. Schade, wer weiß wie das Spiel dann gelaufen wäre, wir hätten Beton im Gepäck gehabt. 3 Minuten vor der Pause mussten wir dann zu einem mal wieder denkbar ungünstigen Zeitpunkt den Rückstand einstecken, der insgesamt gut leitende Schiedsrichter entschied auf Elfmeter, nachdem Marie mit der durchgebrochenen Stürmerin zusammenprallte und diese zu Fall brachte. Den Elfmeter kann man durchaus geben. Gegen den platzierten Schuss war Marie allerdings machtlos. Dennoch war die erste Halbzeit vom Defensivverhalten hervorragend, jede einzelne hat sich 40 Minuten zerrissen. Wir wollten die zweite Hälfte ähnlich gestalten, läuferisch und kämpferisch nicht nachlassen und nach vorne den ein oder anderen Nadelstich setzen, zumal die Abwehr des Gegners nicht wirklich sattelfest stand. Wir kamen wieder gut ins Spiel hinein und konnten die Angriffe weitere 13 Minuten erfolgreich bekämpfen. Zwischen den Minuten 53 und 60 kassierten wir dann allerdings die Treffer 2 bis 4 durch zwei Distanzschüsse, wo wir nicht rechtzeitig den Fuß dazwischen bekamen und durch eine unübersichtliche Situation nach einem Eckball. Dennoch ging der Kopf überhaupt nicht nach unten, zwischen der Leistung und der Bereitschaft bei den hohen Klatschen gegen Duisburg und Mintard und der heutigen lagen mindestens drei Welten. Großartig, dass wir durch Paulina mit einem schönen Linksschuss aus 18 Metern und einem Abstauber von Aylin nach Jana-Ecke noch zu zwei Toren kamen und das Ergebnis positiver gestalten konnten, mit etwas Glück hätte Skrollan auch noch das dritte Tor erzielt, leider spitzelte sie einen langen Ball an der Torhüterin, aber auch am Tor vorbei. Im letzten Spielviertel kamen noch Meggy für Helene und Josie für Hannah zu ihren ersten Einsätzen in der Niederrheinliga und stemmten sich ebenso erfolgreich wie ihre Vorgängerinnen gegen weitere Gegentreffer.

Unterm Strich war das unter den personell schwierigen Randbedingungen ein sehr, sehr ordentlicher Auftritt, der uns weiterbringen wird. Taktisch wurden die Vorgaben hervorragend umgesetzt, der Wille und die Leidenschaft war bei jeder einzelnen vorhanden, wir haben uns gewehrt, wir haben wieder Tore erzielt, wir kommen immer mehr in der Liga an. Mit einer ähnlichen Leistung in den nächsten Spielen, wo wir personell hoffentlich wieder aus dem Vollen schöpfen können, brauchen wir uns wenig Sorgen zu machen. Alle, die heute gespielt haben, haben sich so präsentiert, dass sie durchaus auch im nächsten Spiel trotz der Rückkehrer wieder beginnen können. Auch eine Erkenntis, dass unser Kader nicht wirklich breit, aber gut aufgestellt ist, und dass wir uns immer auf die Nachrücker und die Verstärkungen aus der U15 verlassen können. Eine wirklich gute Perspektive ! Wir haben heute zwar verloren, aber auf die gezeigte Leistung kann jeder stolz sein.


 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#13 von Pillendreher04 , 15.11.2015 11:30

SUS Niederbonsfeld - RW Essen 6:1 (3:0)

Aufgrund des spielfreien Wochenendes in der NRL hatten wir kurzfristig ein Freundschaftsspiel gegen RW Essen vereinbart, um im Hinblick auf das kommende Pokalhalbfinale im Rhythmus zu bleiben. Wir trafen auf den erhofft starken Gegner, gegen den uns in den letzten Jahren noch kein Sieg mit der alten U15 gelungen war und gegen den wir uns immer mehr als schwer getan haben. Wir mussten die Ausfälle u.a. von Laura und Rebekka verkraften, bekamen aber Unterstützung von Josie. Tina ersetzte Laura in der zentralen Innenverteidigung, Bhagi bildete mit Helene das Sturmduo, ansonsten spielten wir in der Formation vom Gladbach-Spiel. Wir kamen gut ins Spiel, ließen den Ball ordentlich laufen, mussten aber immer wieder höllisch aufpassen, wenn der Gegner über die quirligen Außen ins Spiel kam. Nachdem Helene in der ein oder anderen Szene sehr gut frei gespielt wurde , aber noch Pech im Abschluss hatte, erzielten wir in der 14. Minute die Führung durch Paulinas erste Tor an diesem Nachmittag. Großen Anteil hatte allerdings Bhagi, die durch geschicktes Ausweichen auf den rechten Flügel den Weg für Paulina aufriss und diese keine Probleme hatte den Ball zu versenken. In einem intensiv, aber fair geführten Spiel ging es im Anschluss rauf und runter. Dabei gelang es uns insbesondere durch Tina, die in diesem Spiel gefühlt keinen einzigen Zweikampf verlor, die Angriffe des Gegners rechtzeitig zu unterbinden und den direkten Gegenangriff einzuleiten. Es dauerte allerdings bis zur 35. Minute, bis Jana von halblinks den Ball gekonnt ins lange Eck ziehen konnte. Unmitttelbar vor Abpfiff der ersten Hälfte erhöhte Paulina auf 3:0. Etwas zu deutlich der Zwischenstand, da Rotweiß auch zu einigen gefährlichen Situationen u.a. durch Freistöße kam, die aber ihr Ziel verfehlten oder in Marie ihren Meister fanden. Mit Beginn der zweiten Hälfte wechselten wir im 5-Minuten-Takt durch, sodass Amelie und Josie auch noch zu größeren Spielanteilen kamen, jede musste mal auf die Bank. Der Qualität tat dies keinen Abbbruch, wir konnten über weite Strecken das Tempo aufrecht erhalten, standen hinten sicher und kombinierten uns immer wieder in Richtung des Gegners Kasten. 12 Minuten nach der Pause belohnte sich Helene dann im dritten oder vierten Versuch endlich für den läuferischen und kämpferischen Aufwand mit dem langersehnten ersten Treffer nach einer gefühlten Ewigkeit. Damit sollte der Knoten hoffentlich bei ihr geplatzt sein. Das 5:0 von Skrollan in der 58. Minute war mindestens so sehenswert wie Janas 2:0. Hervorragend von Paulina frei gespielt, legte sie sich den Ball einmal in den Lauf, hätte noch gehen können, jagte den Ball aber aus vollem Lauf aus 20 Metern an die Unterkante der Latte, von dort sprang er klar hinter die Linie. Dies hatte sogar der ansonsten grauenhaft leitende Schiedsrichter gesehen. RW Essen kam in der 70. Minute zum hochverdienten Ehrentreffer, nachdem wir einmal sehr schlecht im Mittelfeld standen, Tina hätte die entlaufene Stürmerin nur noch per Foul und roter Karte stoppen können. Den eigenen Schlusspunkt unter eine unterhaltsame Partie setzte wieder Paulina mit dem 6:1 und ihrem dritten Treffer.

Es war ein wertvoller Test, der weitere Erkenntnisse geliefert hat. Wenn wir am kommenden Mittwoch diese Leistung mit dem dann vollständigen Personal wiederholen können, sollte für uns gegen Kray nicht unbedingt Endstation im Pokal sein. Auch gegen diesen Gegner haben wir in den letzten Jahren nicht gewonnen, können uns aber noch an den Punkt am letzten Spieltag in Kray und die damit gewonnene U15-Meisterschaft 2013/14 noch sehr gut erinnern...


 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#14 von Pillendreher04 , 19.11.2015 14:32

SUS Niederbonsfeld – FC Kray 2:1 (0:1)

Nach Freilos in Runde 1 empfingen wir im Halbfinale den FC Kray, der nach einigem Verwirrspiel im Vorfeld (keine spielfähige Mannschaft, Verlegungswunsch, Heimrechttausch undundund) mit 14 Spielerinnen und in Bestbesetzung anreiste (kann man ja mal versuchen). Nach einer Leistungssteigerung unserer Mädels in der zweiten Hälfte gab es die sportliche Quittung, unsere Mädels stehen nach einem 2:1-Sieg im Finale am 30.04.2016 gegen BW Mintard.

Zum eigentlich ersten Mal in dieser Saison konnten wir aus dem Vollen schöpfen, auch wenn Hannah noch kurzfristig erkrankte. Da hat man dann natürlich die Qual der Wahl, was die Startaufstellung betrifft, ein gern gesehenes Luxusproblem. Wir entschieden uns zunächst Skrollan, Rebekka und Brianna auf der Bank zu lassen, konnten dadurch aber jederzeit ohne Qualitätsverlust nachlegen. Luisa und Tina verteidigten vor Marie außen, Maren und Laura wie gehabt innen. Auf der Doppelsechs begannen Bhageshree und Amelie, davor Paulina, über außen Jana und Aylin, in vorderster Front Helene.

In der erste Hälfte sahen die Zuschauer über weite Strecken ein sehr zerfahrenes Spiel, das in erster Linie geprägt war von Fehlpässen am laufenden Band. Dafür stimmte auf unserer Seite aber das Zweikampfverhalten, welches sich in den letzten Spielen bereits deutlich verbessert hatte. Maren, Laura, Bhagi und Amelie schlossen energisch und weitgehend erfolgreich die Zentrale und ließen Maren Osthus und Anhang bis auf wenige Ausnahmen zunächst nicht zur Entfaltung kommen. Auch Tina und Luisa verriegelten resolut die Außenbahnen. Das Spielerische kam dafür deutlich zu kurz, Paulina fand wegen mangelnder Laufbereitschaft des übrigen offensiven Mittelfeldes wenig bis keine Anspielstationen, musste meist selbst gehen und abschließen oder den Ball auf Helene durchstecken, die wieder enorm rackerte, sich einige Chancen erarbeitete, aber meist „nur“ mit links zum Abschluss kam und zunächst kein Abschlussglück hatte. Gerade über außen haben wir das Spiel nicht nach vorne treiben können, es fehlte an Mut und Willen bis auf die Grundlinie zu gehen, dadurch wurde es in der Mitte häufig zu eng und wir liefen uns immer wieder fest. Drei Minuten vor der Pause setzten wir die gute Tradition fort, unmittelbar vor der Pause in Rückstand zu geraten. Zentral wurde einmal kollektiv geschlafen und Maren Osthus hatte alleine vor Marie keine Probleme die Führung für die Gäste zu erzielen. In der Halbzeitpause nahmen wir die erste Veränderung vor, Rebekka kam auf der rechten Außenbahn für Aylin ins Spiel, Jana wechselte auf links. Sofort war über rechts erkennbar mehr Zug im Spiel, dieser zeigte sich etwas später auch über links mit der Hereinnahme von Brianna für Jana. Mit Beginn der zweiten Halbzeit deuteten unsere Mädels an, dass sie gewillt waren, das Spiel noch umzubiegen. Helene scheiterte nach einem richtig guten Spielzug erneut mit links, letztlich musste dann in Minute 47 doch die Brechstange her, Paulina fehlten mal wieder die Anspielstationen, sie nahm ihr Herz in die Hand und zimmerte den Ball aus 20 Metern halbrechts mit rechts über die Torhüterin zum Ausgleich in die Maschen. Zwölf Minuten später ging Brianna mutig und bissig in einen Offensivzweikampf an der Außenlinie, setzte die Gegenspielerin unter Druck, der Ball wurde gewonnen, kam in die Mitte zu Helene, die im ersten Versuch noch an der Torhüterin scheiterte, den Abpraller aber aus spitzem Winkel sicher verwandelte. Nach dem Führungstreffer war unverständlicherweise wieder ordentlich Sand im Getriebe, wir haben deutlich den Faden verloren, mussten noch einige brenzlige Situationen überstehen. Skrollan kam eine Viertelstunde vor Schluss für Helene ins Spiel, machte einige Bälle fest oder leitete sie ins Mittelfeld weiter, leider haben wir die ein oder andere Situation nicht zielgerichtet oder überhastet zu Ende gespielt, um die vorzeitige Entscheidung herbeizuführen.

Fußballerisch waren wir sicherlich schon deutlich besser in den letzten Spielen, aber heute zählte nur das Erreichen des Finales. Von der Moral und der kämpferischen Einstellung einer jeden her mal wieder eine großartige Leistung gegen den erwartet sehr starken Gegner in einem sehr fair geführten und vom Ersatz-Schiedsrichter hervorragend geleiteten Kreispokal-Halbfinale.

 
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RE: Spielberichte 2015 / 2016

#15 von Pillendreher04 , 01.12.2015 11:48

SUS Niederbonsfeld – SV Rees 2:3 (0:2)

Wo könnten wir stehen, wenn wir zu Spielbeginn mal hellwach und konzentriert wären ? Gegen den Tabellenzweiten aus Rees dauerte es etwa 8 Sekunden bis es nach eigenem Anstoß (!) klingelte. Diese Schlafmützigkeit und ein früher Rückstand sind dann gerade gegen Mannschaften aus den oberen Regionen natürlich eine schwere Hypothek im weiteren Spielverlauf, schlechter kann ein Spiel eigentlich gar nicht beginnen. Durch die Ausfälle von Maren und Helene mussten wir mal wieder die Mannschaft umkrempeln, vor Marie verteidigten Bhageshree und Laura zentral, außen Tina und Rebekka. Im Fünfermittelfeld begannen wir mit Luisa und Amelie auf der Doppelsechs, davor Paulina, auf den Außen Brianna und Jana, vorne in der Spitze startete Skrollan. Nach dem obligatorischen Weckruf konnten wir ganz gut mithalten, erspielten uns auch die ein oder andere Torchance, die aber jeweils nicht zwingend genug war. Insgesamt waren wir in der ersten Halbzeit deutlich zu lethargisch unterwegs, uns fehlte immer wieder der ein oder andere Schritt, um in die Zweikämpfe zu kommen, wer nicht den Ball hatte verfiel in einen Dornröschenschlaf, hatten wir aber mal die Kugel in aussichtsreicher Position fehlten mangels Laufbereitschaft und fehlendem Mut die Anspielstationen. Das 2:0 für den Gast fiel symptomatisch, die starke Nummer 2 konnte den Ball außen an der Mittellinie ohne Druck kontrollieren, lief los, wurde nicht ansatzweise bedrängt, drang in den Strafraum ein, spielte den Ball nach innen, wo eine der beiden Torjägerinnen nur noch den Fuß hinhalten musste, weil auch sie keine Gegenspielerin hatte. Eine erste Halbzeit zum Vergessen gegen einen Gegner, der nicht mehr tat als notwendig war, aber deutlich höher hätte führen können, wenn Marie nicht das ein oder andere Mal Kopf und Kragen riskiert hätte.

In der Halbzeit musste alles auf Null zurück. Wir wollten deutlich konzentrierter und bereiter anfangen, endlich mal über außen spielen, mehr Zug zum Tor entwickeln und uns nicht abschlachten lassen, wie in dem ein oder anderen Spiel zu Saisonbeginn. Rebekka und Luisa tauschten die Positionen, ansonsten gab es keine personellen Wechsel zur Halbzeit.

Und siehe da, bereits die erste zielstrebige und schnelle Kombination führte über Brianna und Skrollan zum Anschlusstreffer durch Paulina, die alleine auf des Gegners Kasten zog und an der gegnerischen Torhüterin vorbei cool einnetzte. Sofort war zu merken, dass ein Ruck durch die Mannschaft ging, frau sich an das ein oder andere Spiel in der Vergangenheit erinnerte, wo aufgrund einer großartigen Moral noch hohe Rückstände gedreht wurden. Der Gegner kam deutlich ins Wanken, war angeschlagen, wir waren klar besser im Spiel und kamen in der 55. Minute zum verdienten Ausgleich. Jana schlug eine Ecke von links perfekt in Geschwindigkeit und Höhe an den Fünfmeterraum, Paulina startete auf den kurzen Pfosten durch, kam selbst nicht zum Kopfball, zwang mit ihrem Laufweg aber die Gegenspielerin zum Eigentor per Kopf. Jetzt waren wir wieder voll im Rennen und auf dem besten Weg vielleicht für eine Überraschung zu sorgen. Das Spiel war sehr intensiv, es wogte hin und her, der Gast blieb natürlich immer gefährlich, erspielte sich durch unsere sehr gute und aggressive Deckungsarbeit aber keine eindeutigen Torchancen. 10 Minuten vor Schluss kam Aylin als frische Kraft für Jana zum Einsatz. Als wir alle hofften, mit einer guten Aktion noch den Siegtreffer erzielen oder zumindest den Punkt festhalten zu können, erzielte der Gast 3 Minuten vor Schluss nach einem verunglückten Abschlag von Marie das entscheidende 3:2.

Das kann passieren, passte aber unterm Strich irgendwie zu diesem Spiel, unser hoher Aufwand in Hälfte 2 wurde nicht belohnt (insbesondere die Jüngsten mit Amelie und Brianna sowie Bhageshree auf ungewohnter Position haben mir sehr gut gefallen), wir hätten zum Schluss mindestens das Remis verdient gehabt, dürfen uns unterm Strich aber nicht beschweren und müssen uns an die eigene Nase fassen, wenn man die ersten 40 Minuten einfach wegschenkt. Der nicht einkalkulierte Punkt hätte uns gut getan, viel wichtiger ist aber das nächste Spiel in Wuppertal. Einige Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs haben im letzten Jahr beim 6:1-Heimsieg ein in kämpferischer, läuferischer und spielerischer Hinsicht nahezu perfektes Spiel gezeigt, daran sollten wir uns erinnern und die Chance nutzen, einen direkten Konkurrenten aus der unteren Hälfte auf vier Punkte zu distanzieren. Das wird aber nicht klappen, wenn wir zu Beginn wieder so schläfrig und sorglos auftreten !


 
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