Spielberichte Saison 2016/2017

#1 von Pillendreher04 , 29.08.2016 13:07

SUS Niederbonsfeld - SV Wanheim 3:2 (1:2)

Erstes Meisterschaftsspiel, erster Sieg und was für einer ! Die Voraussetzungen vor dem Spiel waren äußerst schlecht, es fehlte nahezu eine komplette Mannschaft wegen schulischer, privater und studentischer Verpflichtungen, dazu kamen etliche Erkrankte und Verletzte. Wir haben schon in der Vorbereitung gelernt zu improvisieren, deswegen war das die kleinste Übung, da wir vor dem Meisterschaftsbeginn schon viel positionstechnisch probiert hatten, das kam uns dann zu Beginn und insbesondere im Verlauf des Spiels zu Gute. Nicht nur die Ausfallliste, auch die hochsommerlichen Temperaturen (aber die musste auch der Gegner verkraften) und das Spiel gegen die Sonne in Hälfte eins machten die Angelegenheit nicht einfacher. Mit der Schiedsrichterin wurde vereinbart, in jeder Halbzeit eine Trinkpause einzulegen. Reden wir also nicht in Halbzeiten, sondern in Vierteln.

Im ersten Spielviertel begannen wir mit einer komplett neuen Abwehrkette, die in der Vorbereitung so noch nicht zusammengespielt hatte, während wir im Mittelfeld und vorne zumindest zum größten Teil so spielen konnten, wie wir uns das denken. Das Spiel nahm nach einer Abtastphase dann Tempo auf, soweit das bei den Temperaturen möglich war. Wir hatten Probleme den Ball nach den weiten Abschlägen der gegnerischen Torfrau unter Kontrolle zu bringen, da frau ihn aus der Sonne kommend kaum erahnen konnte. Wir leisteten uns zu viele Stockfehler, wodurch der Gegner eigentlich immer sofort in Ballbesitz kam und gefährlich nach vorne kombinieren konnte. Wir standen häufig zu weit weg vom Gegner, kamen nicht in die Zweikämpfe. Auf der anderen Seite konnten wir uns offensiv nicht wirklich durchsetzen, wir konnten kaum Bälle vorne halten und haben es nicht geschafft über außen gefährlich zu werden. Es bedurfte dann eines Tor des Monats von Sabine nach etwa einer Viertelstunde. Als spielerisch wenig zusammen lief nahm sie sich aus gut und gerne 30 bis 35 Metern ein Herz und versenkte den Ball über die gegnerische Torfrau im Kreuzeck, ein Schuss wie ein Strich. Es folgte die erste Unterbrechung, wir hatten uns für das zweite Viertel primär vorgenommen defensiv sicher und geordnet zu stehen und Kräfte zu schonen. Das misslang dann gründlich. Wir waren weiterhin nicht aggressiv genug in den Zweikämpfen, ließen den Gegner bis an den eigenen Sechzehner seelenruhig durchkombinieren, waren viel zu sorglos und zu träge in der Abwehrarbeit aus dem Mittelfeld heraus. Folgerichtig lagen wir zur Halbzeit plötzlich mit 1:2 hinten, nachdem Wanheim durch einen satten Schuss aus 20 Metern über Cora hinweg, die etwas zu weit vor dem Kasten stand, zunächst zum Ausgleich kam und mit der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff sogar noch mit einem platzierten Schuss nach schlechtem Stellungsspiel in der Abwehrkette in die rechte Torwartecke erhöhte. Das war natürlich äußerst unglücklich, wir mussten uns aber an die eigene Nase fassen.

Es war aber noch lange nichts verloren, da wir wissen, dass wir offensiv eine enorme Qualität haben. Wir haben in der Vorbereitung auch konditionell eine ordentliche Grundlage gelegt, sodass wir guter Dinge waren am Ergebnis noch etwas drehen zu können, zumal jetzt der Gegner das Problem mit der Sonne hatte. Wir spielten in der taktischen Formation ohne Auswechselungen weiter, wollten nicht zu Beginn des dritten Viertels schon alles riskieren auf die Gefahr hin, schnell das dritte Gegentor zu kassieren. Das gelang ganz hervorragend, die Mannschaft behielt die Ruhe und wurde nicht nervös. Wir mussten aber weiter höllisch aufpassen, da der Gegner offensiv auch einiges zu bieten hatte und immer wieder gefährlich wurde, weil sie durchaus passsicherer waren und zwingender in die Zweikämpfe gingen. Wir brachten kurz vor der nächsten Trinkpause in vorderster Front zwei neue Stürmerinnen, erhofften uns neue Frische und Durchschlagskraft. In der Trinkpause veränderten wir auch unser Spielsystem und wollten in den letzten 20 Minuten mit drei Stürmerinnen agieren und zogen Gabi aus der Innenverteidigung zusätzlich in die Spitze (Linda wechselte in die Abwehrkette), um noch mehr Power in die vorderste Front zu bringen, zumal auch deutlich sichtbar und hörbar war, dass auf des Gegners Seite die Kräfte langsam aber sicher schwanden. Kaum angepfiffen, erhielt Gabi in halblinker Position einen Ball aus dem Mittelfeld in den Lauf, drang in den Strafraum ein, fackelte nicht lange und jagte das Spielgerät mit ihrer linken Klebe unhaltbar in die gegnerische Kiste. Das gab natürlich Rückenwind, wir stellten taktisch erneut auf ein 4-5-1 um, um zumindest den Punkt gegen einen starken Gegner halten zu können. Plötzlich schienen alle die dritte bis vierte Luft zu bekommen, es wurden auch endlich mal Zeichen in den Zweikämpfen gesetzt. Leider spät, aber nicht zu spät. Als alle schon mit dem Unentschieden rechneten, das durchaus in Ordnung gewesen wäre, erzielte Sabine etwa 2 Minuten vor Abpfiff mit ihrem zweiten Treffer das etwas glückliche, aber vielumjubelte 3:2 mit einem trockenen Schuss von der Strafraumkante.

Was das "Rumpfaufgebot" im letzten Spielviertel an Einsatz und Willen bei den äußeren Umständen mit einem Rückstand im Rücken gezeigt hat, war herausragend und verdient allerhöchsten Respekt. Es verbietet sich auch, eine Spielerin hervorzuheben, jede Einzelne hat sich für die kommenden Aufgaben empfohlen, da müssen die Spielerinnen, die gefehlt haben, sich in dieser Woche erstmal ordentlich strecken. Wichtig war ein erfolgreicher Auftakt, mit dem wir an die letzten Ergebnisse in der Vorbereitung anknüpfen konnten, es gibt sicherlich auch einiges deutlich zu verbessern, damit wir nächsten Sonntag weiter erfolgreich sein können. Größtes Kompliment nochmal für diese Willensleistung und die gezeigte Moral unter diesen nicht gerade günstigen Voraussetzungen !

 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#2 von Pillendreher04 , 05.09.2016 12:00

TUS Essen-West – SUS Niederbonsfeld 1:4 (0:3)

Zweites Spiel, zweiter Sieg – da können wir von einem perfekten Start sprechen. Auch im ersten Auswärtsspiel mussten wir personell auf vier Spielerinnen des engeren Kreises verzichten, zudem saß mit Lara noch eine Spielerin auf der Bank, die verletzungsbedingt leider keine Option war. Es zeichnet die Mannschaft momentan aus, dass wir auf die personellen Engpässe durch Verletzung oder persönliche und berufliche Verpflichtungen mehr als gut reagieren können, das spricht für die Breite und die Qualität des Kaders. Wir waren froh mit Chrissie und Laura, die beide im ersten Spiel fehlten, im Abwehrbereich wieder mehr Möglichkeiten zu haben, durch den Ausfall von Gabi rückten die beiden auch direkt in die Anfangself. Aus der Elf der Vorwoche saßen zunächst Schmidtchen und Maddy auf der Bank, Caro begann dafür vorne zusammen mit Michelle. Im Mittelfeld mussten wir keine Veränderungen vornehmen.

Bei bestem Fußballwetter begannen unsere Mädels wie in der Vorwoche hellwach und hatten bereits in der sechsten Spielminute das erste Erfolgserlebnis, als Michelle den Ball nach einem wunderbaren Spielzug und einem schönen Pass in die Schnittstelle der Abwehr in vollem Lauf annahm und ihn nach einigen Metern am Fuß trocken in des Gegners Kasten versenkte. Das war natürlich ein perfekter Beginn und sollte die notwendige und erhoffte Ruhe ins Spiel bringen. Wir mussten im weiteren Verlauf auf die beiden körperlich und fußballerisch starken Spitzen des Gegners höllisch aufpassen, ein besonderes Lob schon an dieser Stelle für Ramona, Chrissie und Laura, die es fast durchgehend schafften die beiden zu doppeln, sodass auch durch die aggressive Zweikampfführung wenig Gefahr in unmittelbarer Tornähe entstand. Sie wurden natürlich auch aus dem Mittelfeld durch den nimmermüden Einsatz von Sabine und Sophie hervorragend unterstützt. Sammy und Linda besetzten die Außenpositionen im Mittelfeld und waren immer anspielbar, Paulina hatte viele sehr gute Aktionen nach vorne und fand in Michelle und Caro immer wieder Abnehmer für die Anspiele in die Spitze oder wurde selbst torgefährlich. Es entwickelte sich bis Mitte der ersten Hälfte ein offenes und abwechslungsreiches Spiel, dass wir aber immer unter Kontrolle behielten. Mit dem 2:0 durch einen schönen Distanzschuss von Sophie aus gut und gerne 25 Metern bekamen wir weitere Nervennahrung. Und das 3:0 durch Michelle, die wieder einen Steilpass in zentraler Position erlief und nach einem Pressschlag mit der gegnerischen Torfrau traf (da hätte nicht jede den Fuß so entschlossen hingehalten), bedeutete dann den beruhigenden Halbzeitstand von 3:0.

In der Halbzeitpause nahmen wir uns vor ruhig und konzentriert weiter zu spielen, es bestand trotz der Führung kein Grund, den Gegner zu unterschätzen und einige Gänge runterzuschalten. Mit unverändertem Personal und gleicher taktischer Ausrichtung ging es in Hälfte zwei.

Wir hatten in den ersten 10 Minuten weiterhin alles im Griff, Cora bekam wenig bis nichts auf ihren Kasten, musste in der 56. Minute dann allerdings doch den Gegentreffer hinnehmen. Es gab einen Freistoß in mehr oder weniger ungefährlicher Situation 40 Meter zentral vor dem Tor, da Laura aber nicht auf den Ball und das Spielgeschehen schaute, verlor sie ihre Gegenspielerin aus den Augen, die den langen Ball erlief und über Cora gekonnt ins Netz bugsierte. Kann passieren, nicht weiter schlimm, war auch die erste Aktion, wo wir wirklich komplett desorientiert, zu langsam und sorglos waren. Der Gegner versuchte nun mit aller Macht in Richtung weiterem Anschlusstreffer zu kommen, agierte mit drei Angreifern, weshalb wir auf ein 4-5-1 umstellten, was uns mehr Stabilität geben sollte und was auch hervorragend funktionierte. Paulina schloss in der 77. Minute eine ihrer vielen gekonnten Aktionen mit dem 4:1 ab, indem sie von halbrechts nicht lange fackelte und mit einem knallharten, unhaltbaren Schuss aus etwa 20 Metern für die Entscheidung sorgte und sich selbst für das gute Spiel belohnte. Caro, die sich vorne beherzt in die Zweikämpfe schmiss, viele Bälle eroberte, hielt und verteilte, war dann platt und wurde durch Maddy ersetzt, die sich ihren Einsatz genauso wie Schmidtchen, die für Linda kam, durch die Leistung in der Vorwoche mehr als verdient hatte(n). Das Spiel plätscherte bis zum Abpfiff vor sich hin, der Gegner hatte aufgegeben, nach 90 Minuten konnten wir die nächsten drei Punkte auf der Habenseite verbuchen. Wir hätten mit etwas mehr Entschlossenheit und Zielstrebigkeit noch weitere Tore erzielen können – sei’s drum.

Neben der gegenüber der Vorwoche deutlich verbesserten Defensivleistung, die aus der hervorragenden Griffigkeit in den Zweikämpfen resultierte, war es sehr positiv, weitere Torschützinnen in die Liste aufnehmen zu können – wir sind schwer ausrechenbar. Alle haben ihre Leistung aus der Vorwoche bestätigt oder übertroffen, ein kleines Extralob auch an Michelle, die ein richtig gutes Spiel in der Spitze machte, sich körperlich fast immer zu behaupten wusste und auch zu zwei Torerfolgen kam.

Wir haben nachgelegt und den Dreier der Vorwoche veredelt, jetzt heißt es dran zu bleiben, Selbstvertrauen sollten wir inzwischen genug haben, um weitere Spiele auf dem Niveau folgen zu lassen. Am nächsten Sonntag wollen wir gegen Phoenix Essen um 11 Uhr an der Kohlenstraße da weitermachen, wo wir gestern aufgehört haben.


 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#3 von Pillendreher04 , 12.09.2016 09:14

SUS Niederbonsfeld – Phoenix Essen 5:2 (3:1)

Auch das dritte Meisterschaftsspiel gegen die Gäste von Phoenix Essen konnten unsere Mädels siegreich gestalten. Am Ende hieß es 5:2, es hätte aber deutlicher höher ausgehen können, fast müssen. Schon zur Pause hätte ein annähernd zweistelliges Ergebnis herausspringen können, aber es fehlten immer die entscheidenden Zentimeter bei einem Lattenkracher von Geburtstagskind Sophie oder wir schlossen zu hektisch und/oder ungenau ab. Den Torreigen eröffnete Sabine in der 7. Minute mit einem Distanzschuss aus 25 Metern, der eigentlich nicht wirklich platziert war, aber unter kräftiger Mithilfe der gegnerischen Torfrau, die den harten Ball durch die Hände gleiten ließ, zur Führung einschlug. Postwendend konnten die Gäste eine Minute später ausgleichen und nutzten diverse Querschläger in unserer Dreierabwehrkette, die dieses Mal aus Ramona H, Gabi und Laura bestand. Es dauerte dann etwas, bis sich die Mädels von diesem Ausgleich aus dem Nichts erholt hatten, sie fingen sich aber und kombinierten durchaus sehr ansehnlich durchs Mittelfeld mit Linda, Sabine, Paulina, Sophie und Sammy in Richtung der beiden Spitzen Caro und Michelle. Dass es nicht schneller wieder zur Führung reichte lag daran, dass wir viele leichte Ballverluste durch unpräzises Passspiel hatten, in vielfach aussichtsreicher Position fehlte der öffnende oder finale Pass und/oder die Konsequenz im Abschluss. Mit einem Doppelschlag durch Paulina in der 26. Und 28. Minute belohnten wir uns dann doch für den Aufwand. Zunächst verwertete sie eine genau getimte Ecke von Sabine, nachdem sie konsequent auf den ersten Pfosten gestartet war und „nur“ noch den Fuß hinhalten musste, eine Volleyabnahme, ein schönes Tor. Kurz darauf saß dann auch mal einer der Distanzschüsse, aus halblinker Position schlug der Ball flach und unhaltbar in der rechten Torecke ein. Mit diesem Zweitorevorsprung ging es in die Pause.

Wir wollten wie immer sicher(er) stehen, genauer und konsequenter weiterspielen und möglichst schnell noch ein, zwei Tore nachlegen. Der Gegner stellte in der Halbzeit um, spielte fortan mit vier bis fünf Stürmerinnen, die wenig mit nach hinten arbeiteten. Das Mittelfeld war mehr oder weniger verwaist, wir wurden auch mehr nach hinten hineingedrängt bzw. ließen dies zu, standen aber meist sicher. Leider schafften wir es in der zweiten Hälfte kaum die Freiräume im Mittelfeld zu nutzen und nach vorne nachzuschieben. In der 56. Minute erzielte Sammy ihren ersten Saisontreffer, indem sie einen Abpraller vom Pfosten, der quer durch den Fünfer rollte, unter Bedrängnis verwerten konnte. Sechs Minuten später ließ auch Caro ihr erstes Erfolgserlebnis folgen und stellte auf 5:1. In der 67. Minute nahmen wir einen Doppelwechsel vor, Ramona W und Kimberly kamen auf den Außenverteidigerpositionen zu ihren ersten Einsätzen, sollten tiefer stehen und helfen, das beruhigende Ergebnis abzusichern. Das zweite Tor des Gegners konnte dennoch nicht verhindert werden, wir bekamen zentral nicht rechtzeitig einen Fuß vor den Ball und die Kugel schlug über Cora hinweg zum 2:5-Endstand ein. Eine Viertelstunde vor Schluss kam auch Cathleen noch zu ihrem Auftritt, sollte vorne die Bälle halten und selbst was versuchen, was sie auch ganz ordentlich machte. Weitere Treffer sollten uns aber nicht mehr gelingen.

Gegen einen mehr als harmlosen Gegner haben wir sicher und hochverdient gewonnen. Wir haben einige sehr schöne und auch zu Ende gespielte Aktionen gesehen, die ein Tor verdient gehabt hätten. Wir müssen weiter konzentriert am Passspiel arbeiten und mehr Ruhe ausstrahlen, damit wir uns nicht völlig unnötigerweise selbst unter Druck bringen. Insgesamt war es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Gut gefallen haben mir insbesondere Sabine und Paulina, die nicht nur Tore erzielten, sondern auch das ein oder andere Mal durch öffnende Pässe für eine Spielverlagerung gesorgt haben, die Sammy und Linda über die Außenpositionen zu nutzen wussten.

Am nächsten Sonntag werden wir auch in Leithe versuchen nachzulegen.

 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#4 von Pillendreher04 , 19.09.2016 09:53

SV Leithe – SUS Niederbonsfeld 3:0 (1:0)

Im vierten Meisterschaftsspiel ist unsere Serie gerissen, wir unterlagen unterm Strich hochverdient mit 0:3 beim SV Leithe. Ohne die komplette Offensivabteilung stand das Spiel von Anfang an unter einem schlechten Stern, wir mussten die Anfangsformation in allen Mannschaftsteilen gehörig umstellen. Nichtsdestotrotz stand eine Mannschaft auf dem Feld, der wir es durchaus zutrauten, auch aus Leithe etwas Zählbares mitzunehmen. Die Mannschaft sollte sich mit dem ungewohnten Ascheplatz arrangieren und von Anfang an den Biss entwickeln, den sie in den letzten Spielen gezeigt hat. Wir kamen leider überhaupt nicht ins Spiel und bereits nach 4 Minuten erzielte der Gastgeber die Führung, nachdem ein Ball aus der Abwehr direkt hoch nach vorne gedroschen wurde, mehrmals aufsprang, niemand konnte zwingend dazwischen gehen und auch das entscheidende Laufduell wurde klar verloren, sodass die gegnerische Stürmerin kein Problem hatte, die Kugel über Cora ins Netz zu lupfen. Ein denkbar schlechter Start, der uns im folgenden Spielverlauf immer mehr lähmen sollte. Wir haben es nicht ansatzweise geschafft, die Kugel zu kontrollieren und in den eigenen Reihen zu halten, der Gegner war immer mindestens einen Schritt schneller, weil er einfach auch bereiter und aggressiver zu Werke ging. Außer ein paar harmlosen Abschlüssen aus (zu) großer Distanz haben wir in Halbzeit eins nichts auf die Reihe bekommen. Nur ganz vereinzelt konnten wir mal dagegen halten, sofort merkte man, dass auch der Gegner verunsichert war, aber das war nur ein Strohfeuer. Wir wollten in der Halbzeit einen Strich unter die erste machen und mit mehr Laufbereitschaft und erheblich besserem Passspiel noch etwas am Ergebnis drehen, es konnte eigentlich nur besser werden.

Aber bereits 7 Minuten nach Wiederanpfiff konnte Leithe auf 2:0 erhöhen. Nach einem Freistoß von der linken Seite wurde bei uns am langen Pfosten tief und fest geschlafen und die gegnerische Spielerin konnte ungehindert einnicken. Für das weitere Spiel eine zu große Hypothek. Wir brachten mit Maddy für die nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte spielende Lara eine zweite Spitze und stellten auf eine Dreierabwehrkette um, damit wir in vorderster Front mehr Anspielstationen finden konnten. Diese Umstellung war allerdings völlig wirkungslos. Bereits in der 62. Minute traf Leithe zum 3:0, nachdem Cora im 16er über den Haufen gerannt wurde und das Tor dann verwaist war, weil wir auch wieder richtig schlecht hinten gestanden haben. Das war natürlich zu diesem Zeitpunkt spätestens die Vorentscheidung. Ob der Schiedsrichter das Foulspiel pfeifen muss, darüber kann man streiten. Es war allerdings überhaupt nicht spielentscheidend, wir hatten eher noch Glück, dass der Schiedsrichter einige Szenen in vermeintlicher Abseitsposition für uns entschied. Erst nach gefühlten 70 Minuten sahen wir den ersten durchdachten Spielzug, als Sophie in die Tiefe startete, den Ball erlief und abschloss, allerdings neben das Tor. 15 Minuten vor Schluss, als die Messe längst gelesen war, kamen noch Schmidtchen und Ramona W für Laura und Sammy zu ihren Einsätzen, konnten aber auch nichts mehr bewirken.

Es hat nicht eine Spielerin ansatzweise zu ihrer Normalform gefunden, solche Tage kommen vor, wir waren chancenlos, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir können niemandem den Willen absprechen, aber mit Fußball hatte das wenig bis gar nichts zu tun. Dennoch gut gefallen hat uns Kimberly, die eine starke Gegenspielerin über weite Strecken mehr als ordentlich im Griff hatte. Wir brauchen nicht über den Platz, den Schiedsrichter, das zur Verfügung stehende Personal oder das gewählte Spielsystem reden. Wir haben sämtliche Basics vermissen lassen, dann kann dabei auch nichts rumkommen, es sei denn, der Gegner schlägt sich selbst. Jetzt heißt es den Mund abzuputzen, das Spiel ganz schnell zu vergessen, sich wieder zusammenzureißen und auf das zu konzentrieren, was wir können und was uns bisher so stark gemacht hat. Dann sind wir sicher, dass die Mannschaft am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Adler Frintrop um 15 Uhr wieder ihr wahres Gesicht zeigen wird.

 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#5 von Pillendreher04 , 27.09.2016 08:18

SUS Niederbonsfeld – Adler Frintrop 4:2 (2:0)

Es war definitiv nicht so, dass wir im fünften Meisterschaftsspiel eine Rumpeltruppe auf und neben dem Platz stehen bzw. sitzen hatten, aber eine Rumpftruppe war es allemal, da deutlich mehr Spielerinnen ausfielen als spielen konnten. Mit Leonie und Skrollan hatten wir nur zwei Optionen auf der Bank, die entweder im bisherigen Saisonverlauf kaum trainiert hatten bzw. aufgrund eines privaten Schicksalschlages nicht voll auf der Höhe sein konnten. Zudem verbrachten mit Michelle und Paulina zwei Spielerinnen die komplette Nacht im Bus auf der Heimfahrt von einer Studienfahrt. Alles andere mal wieder als gute Voraussetzungen vor dem dritten Heimspiel. Dennoch hatten wir eine schlagkräftige Truppe auf dem Rasen und wollten nach der verdienten Niederlage aus der Vorwoche wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Außer im Tor mussten wir in allen Mannschaftsteilen umstellen (Ramona W und Schmidtchen begannen für Chrissie und Ramona H in der Abwehr), Paulina kam für Lara im Mittelfeld dazu und vorne gesellte sich Maddy zu Michelle, die Gaby ersetzte.

Nach einer kurzen Abtastphase nahmen wir das Heft in die Hand und konnten bereits nach einer Viertelstunde durch Michelle in der fünften und Sammy 10 Minuten später zwei Erfolgserlebnisse feiern, die nach geradlinigen Spielzügen jeweils eiskalt vollstreckten. Kurz darauf drohte Sammy mit Rückenproblemen bereits auszufallen, wir stellten sie in vorderste Front zu Michelle, dafür rückte Maddy ins linke Mittelfeld. Wir hatten in der Folge das Spiel weitgehend unter Kontrolle, störten mit Sophie und Sabine immer wieder erfolgreich die Kreise der gegnerischen Nr. 11, die immer mal wieder, wenn wir nicht eng genug dabei waren, öffnende und gefährliche Bälle in die Spitze zu spielen wusste. Dann wurde es vor dem eigenen Kasten immer brandgefährlich, aber wir hatten mit Cora eine Torhüterin zwischen den Pfosten, die am heutigen Tag fünf bis sechs glasklare Torchancen des Gegners mit Klasseparaden entschärfte. Michelle hatte in der ersten Hälfte noch eine hundertprozentige Torchance, als die gegnerische Torfrau bereits ausgespielt war, leider strich ihr Abschluss am langen Pfosten vorbei. Schade, bei einem 3:0 zur Halbzeit wär die Messe wohl vorzeitig gelesen gewesen.

Beim Gegner brannte in der Halbzeit ein ganzer Wald, die schlechte Stimmung wollten wir in Hälfte zwei nutzen, erstmal sicher stehen, immer die Ruhe bewahren und vorne zuschlagen, sobald sich eine Gelegenheit ergeben würde. Wir stellten auf ein 4-5-1 um, Linda rückte zentral zu Laura in die Innenverteidigung, Michelle ins rechte Mittelfeld und Sammy sollte vorne noch beißen solange es möglich war.

Leider mussten wir bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff den Anschlusstreffer einstecken, nachdem wir den Ball im eigenen Sechzehner nicht gescheit klären konnten, nach mehreren Querschlägern hatte die gegnerische Stürmerin keine Probleme alleine vor Cora zum 1:2 zu treffen. Das wollten wir unbedingt verhindern. Danach schlich sich eine gewisse Verunsicherung ein, wir verloren für einige Zeit den Faden, das Spiel drohte zu kippen, zumal wir selbst kaum torgefährlich wurden. Wir hatten es ausschließlich Cora zu verdanken, dass wir in Führung blieben. Nach 71 Minuten war für Sammy dann Schluss, Skrollan agierte fortan als einzige Spitze, sollte sich zerreißen und alles raushauen, was möglich war. Das machte sie genauso wie Leonie, die 6 Minuten später für Schmidtchen rechts verteidigte, ganz hervorragend : Zunächst lief sie sich in der 76. Minute auf dem rechten Flügel frei, erhielt einen tollen Steilpass von Sabine, spielte diesen kurz vor der Grundlinie direkt und mustergültig scharf vors Tor, wo Maddy mitgelaufen war und „nur“ den Fuß hinhalten musste. 5 Minuten später erhielt Skrollan von Sabine ein Anspiel mit dem Rücken zum Tor, konnte den Ball sichern, legte wieder auf Sabine ab, die Paulina freispielte und selbige gewohnt trocken vollendete, ein genauso toller Spielzug ! Dass wir in der 83. Minute noch das 2:4 schlucken mussten, sei’s drum.

Unterm Strich zählen die drei Punkte, wir haben weiterhin eine makellose Heimbilanz. Großes Kompliment an alle für den gezeigten Einsatzwillen ! Ein kleines Sonderlob haben sich dennoch Cora und auch besonders Michelle, Paulina und Skrollan aufgrund der jeweiligen Vorgeschichten verdient. Am kommenden Sonntag wollen wir mit einem zum heutigen Zeitpunkt wesentlich breiter aufgestellten Kader auch auswärts wieder was holen, der Anpfiff in Schonnebeck ist um 15 Uhr.

 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#6 von Pillendreher04 , 03.10.2016 16:59

SpvG Schonnebeck – SUS Niederbonsfeld 1:8 (1:4)

Wenn frau mit einem 8:1-Kantersieg aus Schonnebeck nach Hause kommt, dann gibt es eigentlich nichts zu kritisieren. Maximal nur dies, dass das Ergebnis noch viel deutlicher hätte ausfallen können, zumindest im zweistelligen Bereich landen müssen. Die beiden großartigen Einzelaktionen von Sophie und Paulina, die jeweils reihenweise Gegenspielerinnen austanzten, dann aber allein vor des Gegners Kasten vorbei schossen, hätten dazu ausgereicht und hätten eigentlich doppelt zählen müssen. Bereits nach 9 Minuten stand es durch Tore von Bhageshree, die von Sabine rechts toll geschickt wurde und den Ball direkt und flach ins Tor drosch, sowie durch Paulina aund Sophie 3:0. Maddy ließ in der 20. Minute gar das 4:0 folgen. Genau das hatten wir uns vorgenommen – mit der gleichen Effektivität und Willenskraft wie in der Vorwoche zu beginnen. Nach dem ersten Spielviertel war der Drops eingentlich schon gelutscht, viel zu überlegen agierten die Mädels, da hatte der Gastgeber außer der ein oder anderen Härte nichts entgegen zu setzen. Das 1:4 in der 39. Minute resultierte aus einem Distanzschuss mit Windunterstützung, den Cora aber klar vor der Linie im Nachfassen zu greifen bekam, also kein Tor. Nach der Pause kamen wir im Gegensatz zur Vorwoche hochkonzentriert von der Auswechselbank und ließen im weiteren Verlauf rein garnichts anbrennnen. Sammy ersetzte Gabi links im Mitttelfeld, ansonsten ging es mit unverändertem Personal weiter. Zwischen der 54. und der 84. Minuten fielen folgerichtig „nur“ 4 weitere Treffer durch Paulina (2), Maddy und Michelle. Im letzten Spieldrittel kamen auch noch Schmidtchen (für Maddy in der Spitze mit Michelle) und Leonie (für Linda in der Dreierkette mit Laura und Ramona W) zum Einsatz und fügten sich nahtlos ein.

Es war heute einfach überragend wie der Ball aus der Abwehr ins Mittelfeld lief, dort weiter verarbeitet und in die Spitze gebracht wurde. Sicherlich hat uns der völlig überforderte Gegner auch dabei geholfen, aber trotzdem muss frau diese Spielfreude auch erst einmal zeigen. Insgesamt wieder eine gehobene und geschlossene Mannschaftsleistung. Kleines Extralob diesmal wieder an Cora, die nicht viel Richtung Kasten bekam, aber dann hellwach war, an Ramona W, die nahezu jeden Zweikampf gewann, weil sie immer früher und aggressiv am Ball war, und an Bhagi, die sich im rechten Mittelfeld zerrissen und gezeigt hat, dass sie immer eine Option sein kann. Über unser magisches zentrales Mitttelfeld-Dreieck brauchen wir nicht viel sagen, diese Paarung aus Spielwitz, Auge, Technik und Einsatzbereitschaft in diesem wichtigen Mannschaftsteil ist schon großartig!

Noch ein Wort zum Gegner, auch wenn das Ergebnis eindeutig ist: Mindestens eine Spielerin spielte mit einem falschen Pass. Dafür gabs dann eine leider zu niedrige sportliche Quittung...

 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#7 von Pillendreher04 , 10.10.2016 10:37

SUS Niederbonsfeld – Concordia Oberhausen 7:0 (3:0)

Viertes Heimspiel, vierter Sieg – das Trikot bleibt zuhause blütenweiß. Zum ersten Mal in dieser Spielzeit konnten wir mit nahezu der identischen Mannschaft aus der Vorwoche antreten, nur Sammy ersetzte auf links die urlaubsbedingt fehlende Gabi. Ansonsten hatte es sich jede einzelne nach der hervorragenden Leistung in Schonnebeck verdient erneut zu beginnen. Gegen das Schlusslicht aus Oberhausen wollten wir dominant auftreten und die nächsten drei Punkte eintüten. Wir kamen allerdings sehr schwer ins Spiel, jede einzelne war nicht zu 100 Prozent bei der Sache und wir hätten auch nicht unverdient in Rückstand geraten können. Mehr oder weniger aus dem Nichts fiel in der 11. Minute das erste Tor durch Sammy, die mit rechts von der Strafraumkante abschloss. Danach kamen wir deutlich besser ins Spiel, es wurde flüssig kombiniert und wir kamen immer öfter zu eigenen Torabschlüssen. Der gut leitende Schiedsrichter stand in der ein oder anderen Situation mit der Abseitsauslegung auf dem Kriegsfuß, mindestens zwei Zuspiele auf Michelle waren „klar“ kein Abseits. Allerdings sind wir in diesem Spiel gefühlte 20 Male ins Abseits gerannt, wenn wir etwas besser aufpassen, hätten wir das Spiel sehr früh entscheiden können. So dauerte es bis zur 33. Minute, ehe Paulina auf 2:0 erhöhte. Mit dem Pausenpfiff erzielte Sammy ihr zweites Tor zum 3:0.

In der Pause wechselten wir Sophie zur Schonung aus, für sie kam Schmidtchen in die Abwehrkette, Linda rückte auf die Doppelsechs zu Sabine. Wie immer wollten wir konzentriert weiter- und auch endlich mal „zu null“ spielen.

Wir nahmen das Heft sofort wieder in die Hand, waren sehr dominant, hatten aber auch den ein oder anderen Schnitzer im Spiel, aus denen der abschlussschwache Gegner aber kein Kapital schlagen konnte, weil auch Cora mit ein, zwei tollen Paraden klären konnte. Es dauerte fast 20 Minuten bis Michelle (nach wiederholt tollem Steilpass von Sabine) und Maddy (per Elfmeter) per Doppelschlag auf 5:0 erhöhen konnten. In der 69. Minute kam Kimberly für Linda auf der Sechserposition zum Einsatz und fügte sich nahtlos ein. Zwei Minuten später holten wir auch Paulina vom Platz, sie wurde von Skrollan ersetzt, die zu Michelle in den Sturm rückte, Maddy wechselte auf die Zehnerposition. Vier Minuten nach ihrer Einwechslung bediente Skrollan Michelle mit einem genau getimeten Pass in die Tiefe (ausnahmsweise mal wirklich klar kein Abseits) und Michelle hatte alleine vor der Torfrau kein Problem den Ball zu versenken. Als jedermann drei Minuten vor Schluss schon mit einem gegentorfreien Endergebnis von 6:0 abgeschlossen hatte, bekam der Gast einen berechtigten Foulelfmeter zugesprochen, schoss diesen allerdings kläglich über das Tor. Kurz vor dem Abpfiff erzielte Bhageshree nach einer starken Willensleistung, indem sie dem abgewehrten Ball im Getümmel nachging, sogar noch das 7:0.

Unterm Strich natürlich ein wieder hochverdienter Sieg, der aber auch 15:5 hätte ausfallen können. Aus der geschlossenen Mannschaftsleistung heraus, diesmal ein Sonderlob an Sabine, die vorbildlich in die Zweikämpfe ging, immer wieder effektiv nachsetzte und störte, für spielerische Highlights (grandiose Passqualität in die Tiefe) sorgte, sich aber auch nie für die Drecksarbeit zu schade war.

Am kommenden Sonntag kommt es dann bei RWE um 10:00 Uhr zu einem echten Spitzenspiel. Selbstverständlich sind wir in der Lage auch von dort den ein oder anderen Punkt mitzubringen, wir freuen uns auf das Topspiel !

 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#8 von Pillendreher04 , 17.10.2016 10:01

RW Essen – Sus Niederbonsfeld 5:2 (2:1)

Am Ende eines über weite Strecken ausgeglichenen Spitzenspiels gewann der Gastgeber verdient, aber deutlich zu hoch. Ausschlaggebend war letztendlich die zu hohe Anzahl individueller Schnitzer bei gleichzeitigem Chancenwucher auf unserer Seite. Gegenüber dem letzten Heimspiel mussten wir die Startelf mal wieder neu justieren, Maddy, Bhageshree und Skrollan fielen leider aus, Chrissie und Gaby fehlten weiterhin, immerhin stand Ramona H genauso wie Caro wieder zur Verfügung. Gegen die Torfabrik von Rotweiß begannen wir etwas defensiver im 4 (Kimberly, 2 x Ramona, Laura)- 5 (Linda, Sabine, Sophie, Paulina, Sammy) – 1 (Michelle)- System, Cora stand wie üblich im Tor. Auf der Bank nahmen zunächst Caro, Leonie und Schmidtchen Platz.

Jeder einzelnen Spielerin war klar, dass es zu früher Morgenstunde einer hochkonzentrierten Leistung bedurfte, um bestehen zu können. Entsprechend fokussiert gingen wir ins Spiel. Bereits nach 4 Minuten konnten wir durch Sophie, die aus Nichtabseitsposition in eine Direkthereingabe von rechts durch Linda lief und den Ball technisch astrein und volley in des Gegners Kasten bugsierte, in Führung gehen, ein Traumtor, ein Traumstart, den wir uns erhofft hatten. Dann begann nur 6 Minuten später leider die Zeit der groben Patzer in unserem Spiel. Zunächst spielte Laura von der eigenen linken Eckfahne einen Ball auf Cora, die unter dem Ball durchtrat, diesem auf noch etwas Tempo und Richtung auf das eigene Tor mitgab, sodass der Gegner unbedrängt das erste Geschenk annehmen konnte. Dieser Nackenschlag musste natürlich erstmal verdaut werden, das Momentum war wieder auf Seite der Essenerinnen. Kein Vorwurf an Cora, kann passieren, zumal der Platz sehr nass war. Und Cora hielt uns in der Folge während der ersten Hälfte mit vielen glänzenden Paraden überhaupt im Rennen, da waren viele Einschussmöglichkeiten (stramme und platzierte Distanzschüsse und unbedrängte Abschlüsse aus nächster Distanz) dabei, die sie allesamt glänzend entschärfte. Hochachtung auch deswegen, weil sie mit erheblichen Rückenschmerzen ins Spiel gegangen war. Wir konnten das Spiel zwischen der 10. und der 20. Minute einigermaßen stabilisieren, bevor wir den nächsten Bock schossen: Kimberly schlug an einem langen Ball über links vorbei, dieser erreichte die vorderste Spitze, die unwiderstehlich in den Strafraum zog. Wir haben versucht den Vorstoß zu dritt zu stoppen, vernachlässigten aber eine weitere Spielerin in der Mitte. So kam der Ball aus spitzem Winkel quer vors Tor, diesen Ball hätte wirklich jeder versenkt. So war das Ergebnis bereits Mitte der ersten Hälfte gedreht. Dass es dann gegen eine technisch versierte Mannschaft, die um mehrere Klassen besser war als alle bisherigen Gegner, schwer wird, ist klar. Sehr positiv war, dass wir nicht früh auseinander gebrochen sind, sondern wieder bei Cora angefangen mannschaftlich dagegen gehalten haben. Nach vorne hatten wir Richtung Halbzeitpfiff wieder tolle Spielzüge, die von Sabine und Sophie gekonnt inszeniert wurden und über die Außen und Paulina immer wieder Michelle fanden. Wir müssen dort „leider“ drei Großchancen von Paulina und Michelle notieren, die alle nicht ihr Ziel fanden. Mit mehr Kaltschnäuzigkeit hätten wir mit einem Remis oder sogar mit viel Glück und einem Vorsprung in die Halbzeit gehen können.

In der Halbzeit haben wir die vielen guten Dinge hervorgehoben und Mut für die zweite Hälfte gemacht. Wir stellten auf ein 3-5-2 um, Caro kam für Kimberly ins Spiel und gesellte sich zu Michelle in die vorderste Front. Die Körpersprache war super, alle wollten sich mit dem Rückstand nicht zufrieden geben und noch was reißen.

Wie wir in die zweiten 45 Minuten gegangen sind war toll, jede einzelne war sofort wieder hellwach. Bereits nach wenigen Minuten kam der Ball im Mittelfeld von rechts über Sophie auf die linke Seite zu Sammy, die noch ein paar Meter machte, danach den Ball butterweich in den Lauf von Caro legte, die aber aus 5 Metern über das leere Tor schoss. Nicht auszudenken, wie sich ein Spiel im Anschluss nach einem frühen Ausgleich entwickelt… Die einfachen Dinger machen wir nicht, dafür die unmöglichen. In der 55. Minute bekamen wir eine Ecke und Sabine schritt zur Tat. Von rechts mit rechts geschossen landete die Kugel im Kasten, ein kurioser Ausgleich, der aber auch durch Sophie mit erzwungen wurde, die in vollem Tempo in den hoch geschlagenen Ball, der unmittelbar vor der Latte herunterfiel, hineinlief, und dadurch die Torhüterin irritierte. Wie der Ball letztlich ins Tor fand, konnte nicht geklärt werden. Kurz darauf hatte Caro die Chance zur Führung, aber nicht den Mut den langen Ball anzunehmen, noch ein paar Schritte zu gehen und sich die Ecke auszusuchen. Viel zu überhastet schloss sie direkt und ungefährlich aus 18 Metern ab. Spätestens da war klar, wie so ein Spiel letztendlich läuft. Machst du eigenen Dinger nicht, macht sie halt der Gegner. Nur sechs Minuten nach dem Ausgleich ging der Gastgeber wieder in Führung, ein harmloser Ball in den Strafraum fiel dem Gegner vor die Füße, der aus kurzer Distanz unhaltbar direkt abschloss. Mangels nicht vorhandener offensiver Optionen auf der Bank wird es dann schwer nochmal was zu bewirken, zumal alle bereits in körperlicher Hinsicht durch großen Einsatzwillen am Limit waren. So fielen mit einem Doppelschlag in der 75. und 77. Minute zwei weitere Treffer, die uns endgültig das Genick brachen. Beim 2:4 stellen wir uns nach einem Freistoßpfiff nicht vor den Ball, der schnell ausgeführt wird, beim 2:5 durch einen Kopfball sind wir zu weit weg von der Frau. Leonie und Schmidtchen kamen noch zu ihren Einsätzen für Linda und Ramona H. Positiv war, dass wir nicht in alle Einzelteile auseinandergebrochen sind. Großes Lob an den hervorragend leitenden Schiedsrichter !

Schade, wir hatten unsere hochkarätigen Möglichkeiten zuhauf, haben auf Augenhöhe mitgespielt. Es bleibt die Erkenntnis, dass die Moral und der Zusammenhalt in der Truppe stimmt, dass keine Mannschaft in der Liga unfehlbar ist und dass wir nicht zu Unrecht in der Tabelle weit oben stehen. Im nächsten Heimspiel gegen Heißen wollen wir wieder effektiver sein, die Fehlerquote deutlich minimieren und zunächst einmal schauen, wen wir aus unserem Lieblingsspiel „Personalpuzzle“ aufgestellt bekommen. Wieder werden mindestens drei Stammspielerinnen fehlen, es ist nicht hoch genug zu bewerten und zeigt die Qualität des Kaders, dass wir trotzdem zuverlässig punkten.

 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#9 von Pillendreher04 , 24.10.2016 09:40

SUS Niederbonsfeld – Heißen II 2:0 (1:0)

Nach der unnötigen Niederlage bei RW Essen haben unsere Mädels die richtige Reaktion gezeigt und im fünften Heimspiel den fünften Sieg gefeiert. Trotz wieder zahlreicher Ausfälle, der damit verbundenen Umstellungen und einer Geburtstagsfeier in den Sonntag hinein, die einen weiteren Ausfall nach sich zog, gelang das zweite „zu null“ zuhause hintereinander. Insgesamt war es ein glanzloser Arbeitssieg. Wir begannen mit Cora im Tor und dem bewährten 3-5-2, in der Abwehrkette mit Chrissie, Laura und Leonie, die sich ein Debut von Anfang mal verdient hatte, im Mittelfeld mit Linda, Geburtstagskind Ramona H, Sabine, Paulina und Sammy von rechts nach links und vorne mit einem neuen Angriffsduo, das Sophie und Skrollan bildeten, da dort sonst mehr oder weniger keine Alternative bestand. Auf der Bank nahmen zunächst Maddy, Schmidtchen und Michelle, wobei letztere nicht in der Lage war mitzumischen, Platz.

In einer über weite Strecken zerfahrenen ersten Hälfte wollte uns kein vernünftiger Spielaufbau gelingen, die Kugel flipperte auf beiden Seiten übers Spielfeld, das war wenig Fußball und viel Zufall. Wir haben dem Gegner auch viel zu viel Platz durch eigene, fehlende Aggressivität und schlechte Zuordnung gelassen, wir standen viel zu weit weg vom Gegner, sodass sich dieser meist ungestört von hinten rauskombinieren konnte und danach die schnellen Spitzen ins Spiel brachte. Man konnte schon erkennen, warum Heißen gegen RWE über 60 Minuten ein 1:1 gehalten hatte und danach erst eingebrochen ist. Wir hatten ordentlich Probleme gegen die beherzte Spielweise und bekamen immer mehr das Gefühl, dass das heute schief gehen kann. Spielerisch gelang uns wenig, wenn wir mal einigermaßen durchkamen, war der letzte Pass schlecht. Wenn wenig funktioniert, ist es gut Spielerinnen zu haben, die über einen Mordsschuss verfügen, so wie Sophie, die in der 37. Minute den Vorschlaghammer auspackte und die Kugel aus 25 Metern ins Netz schweißte. Zum Glück war kurz danach Pause und wir konnten die Missstände mal deutlich ansprechen.

Wir begannen die zweite Hälfte im Personal unverändert, mit fortlaufender Spieldauer wurde das eigene Spiel etwas besser. Sicherheit hat auch das 2:0 durch Paulina bereits 8 Minuten nach Wiederanpfiff gegeben. Der Gegner hat aber bis zum Schluss nicht aufgesteckt, es blieb ein Tanz auf der Rasierklinge. Leider vergab Skrollan Mitte der zweiten Hälfte noch eine 1000%ige Torchance, indem sie alleine vor dem Kasten die gegnerische Torhüterin anschoss. In der 70. Minute kam Maddy für Skrollan, sieben Minuten später noch Schmidtchen für Leonie, die ein sehr gutes Spiel gemacht hat. Überschattet wurde die zweite Hälfte von zwei Kopfballduellen ohne Ball, erst schepperte es zwischen Sophie und ihrer Gegenspielerin, zum Glück konnten beide kurz darauf weitermachen. Schlimmer endete der Zusammenstoß zweier Gegnerinnen im eigenen 16er, die Partie war länger unterbrochen. Beide Mannschaften hatten noch die ein oder andere Torchance, aber am Ende blieb es beim 2:0-Sieg.

Es zeichnet die Truppe aus, auch so ein Spiel gewonnen zu haben, das mit Sicherheit eines der schlechtesten von uns war. Vergoldet wurden die drei Punkte durch die Niederlage von Hamborn, die aber auch zeigt, wie eng es in der Liga zugeht, frau bekommt nichts geschenkt. Am nächsten Wochenende haben wir spielfrei, bevor es am 06.11. bei Duisburg-Rahm weitergeht. Wir hoffen, in den kommenden beiden Trainingswochen einige Rückkehrer begrüßen zu können und erwarten, dass sich alle entsprechend für die kommenden Aufgaben anbieten wollen. Sind alle gesund und Willens zu trainieren, sollte der Kampf um einen Platz im Kader endlich voll entbrennen.

 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#10 von Pillendreher04 , 07.11.2016 14:06

TS Rahm – SUS Niederbonsfeld 0:2 (0:1)

Nach dem spielfreien Wochenende fuhren wir zum nächsten Meisterschaftsspiel nach Duisburg. Zum ersten Mal in dieser Saison hatte das Trainerduo in Bezug auf das Aufgebot die Qual der Wahl, obwohl mit Sophie, Linda und Ramona H drei Spielerinnen nicht zur Verfügung standen, die in den ersten Spielen immer zum Anpfiff auf dem Platz standen. Das war natürlich eine gute Voraussetzung, um den nächsten Versuch auf der ungeliebten Asche zu starten.

In einem über die kompletten 90 Minuten total zerfahrenen Spiel konnten wir durch zwei symptomatische Treffer drei weitere Punkte verbuchen, den zweiten Tabellenplatz zementieren und den Vorsprung auf Platz drei auf nun 7 Punkte ausbauen. Die wichtigste Erkenntnis aus dem Spiel ist, dass wir aus den Fehlern aus dem Leithe-Spiel gelernt und uns mit dem ungewohnten Untergrund arrangiert haben. Sicherlich können wir deutlich besser Fußball spielen, aber in solchen Spielen zeigt sich dann auch die Charakterstärke einer Mannschaft, wenn es darum geht, einen Vorsprung durch Einsatz- und Kampfbereitschaft nicht aus der Hand geben zu wollen. Bereits in der 13. Minute konnten wir durch Gabi, der ein Flankenball (so war es wohl gedacht?!) von links über den Schlappen rutschte und sich über die gegnerische Torfrau ins lange Eck senkte, in Führung gehen. Das spielte uns natürlich in die Karten, wir konnten aus einer guten Ordnung heraus abwarten, wie Rahm reagieren würde. Man merkte den Gastgebern schon an, dass sie gewohnt sind auf Asche zu spielen, es wurden viele lange Bälle geschlagen, auf die wir aber fast immer die richtige Antwort hatten und so den Gegner vom eigenen Kasten fernhalten konnten. Nach vorne lief bei uns relativ wenig bis gar nichts zusammen, kurz vor der Pause hatte Michelle noch eine Einschussgelegenheit aus 5 m nach einer Ecke, doch die Torhüterin holte den Ball sensationell aus dem Winkel. Ein 2:0 zur Pause wäre hervorragend, aber in gewisser Weise auch unverdient gewesen.

In der Pause haben wir deutlich gemacht, dass wir auf keinen Fall nachlassen dürfen, wenn wir etwas Zählbares mitnehmen wollten. Wir wollten weiterhin unbedingt den Kampf annehmen und den knappen Vorsprung mit Haut und Haaren verteidigen.

Nach der Pause waren wir auch direkt wieder auf Sendung und haben es mit einer geschlossenen und gerade defensiv guten Mannschaftsleistung geschafft, das Ergebnis zu verwalten ohne weiterhin selbst gefährlich zu werden. Es dauerte bis zur 85. Minute bis die Vorentscheidung fiel. Paulina bekam einen Ball in die Spitze durchgesteckt, lief alleine aufs Tor, scheiterte, den Abpraller nahm Maddy auf, scheiterte zunächst ebenfalls, schoss im zweiten Versuch eine Abwehrspielerin an, von deren Bein der Ball ins Gehäuse trudelte.
Die Tore passten zum Spiel, das war definitiv nichts fürs Auge. Umso wichtiger und schöner, das auch solche Spiele gewonnen werden und dass wir erneut kein Gegentor gefangen haben – ein Beweis für die engagierte Abwehrarbeit jeder einzelnen Spielerin.

Wir sind sicher, dass am kommenden Sonntag gegen Hamborn im nächsten Meisterschaftsheimspiel auch wieder mehr Fußball zu sehen sein wird und freuen uns auf die nächste Herausforderung gegen den Tabellenvierten.

 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#11 von Pillendreher04 , 13.11.2016 17:32

SUS Niederbonsfeld – GW Hamborn 6:1 (1:0)

Nach den beiden gegentorfreien, aber spielerisch dürftigen Siegen wollten wir gegen den Tabellenvierten wieder deutlich klarer zeigen, in welcher Sportart wir unterwegs sind. Die Voraussetzungen waren glänzend, wir hatten einen qualitativ breit aufgestellten Kader zur Verfügung, mussten sogar schweren Herzens einige Spielerinnen aus dem Aufgebot streichen, für das Trainerteam einerseits schön, die Qual der Wahl zu haben, andererseits natürlich nicht so einfach die richtige Auswahl zu treffen. Wenn Spielerinnen wie Ramona H, Linda, Lara und Caro fehlen und dennoch ein 6:1-Sieg dabei heraus kommt, dann zeigt das die überragende Qualität der Mannschaft, wo es auch nicht wirklich wichtig ist, wer beginnt. Wenn drei Torerfolge eingewechselt werden, ist das hervorragend und meist noch mehr wert, dass die Nummern 12-14 sofort da sind, wenn sie gebraucht werden.

Wir begannen im gewohnten 3-5-2 vor Cora, hinten Laura, Chrissie und Ramona W, davor von links nach rechts mit Leonie, Sabine, Paulina, Sophie und Kimberly, ganz vorne Gabi und Michelle. Auf der Bank saßen zunächst Maddy, Sammy ud Bhagi.

Das Spiel begann perfekt, Michelle nutzte in der 3. Minute direkt die erste Möglichkeit, nachdem sie steil geschickt wurde und souverän verwandelte. Leider gab das überhaupt nicht die Sicherheit, die wir uns erhofft hatten, wir hatten bis zum Halbzeitpfiff eine unterirdische Passquote, das war hektisch und ein Geflipper par excellence, leider die Fortsetzung der letzten beiden Auftritte. Auf der einen Seite hatten wir deswegen kaum eigene Chancen, auf der anderen Seite brachten wir den Gegner immer wieder in Situationen, die gefährlich werden können, aber nicht wurden, weil auch der Gegner sich dem überschaubaren Niveau anpasste. Es fehlte die Ordnung auf dem Feld, die Zweikämpfe wurden viel zu lasch angegangen, wenn wir mal Platz hatten, verschleppten wir selbst das Tempo, hatten wir den Ball erkämpft, wurde er meist ohne Not wieder dem Gegner zugeschoben.

In der Pause haben wir die Mannschaft vor die Wahl gestellt so weiterzuspielen, dann wäre es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis das Spiel kippt, oder den Schalter umzulegen und endlich das auf den Platz zu bringen, was wir eigentlich drauf haben. Wir nahmen direkt zwei Wechsel vor, Leonie und Kimberly verließen das Feld, dafür gesellte sich Bhagi in die Spitze neben Michelle, Gabi rückte ins linke, Sammy ins rechte Mittelfeld.

Es bedurfte dann doch des Ausgleichs in der 52. Minute, bis endlich alle wach waren. Was die Mannschaft dann im letzten Spieldrittel zeigte, war grandios. Mit einem Doppelschlag von Paulina und Michelle zwischen der 58. und 60. Minute war das Schiff wieder auf Kurs. Die wichtigen Zweikämpfe wurden konsequent gewonnen, es war viel mehr Bewegung im Spiel, dazu gesellten sich immer mehr ansehnliche Spielzüge, klarer Fall von „über den Kampf zum Spiel finden“. Hinten brannte so gut wie nichts mehr an, aus der Zentrale raus wurde dem Spiel endlich Struktur gegeben und vorne durch gute Laufwege die Abwehr des Gegners aufgerissen. In der 75. Minute kam Maddy für Ramona ins Spiel und rückte neben Michelle in die Spitze, Bhagi wechselte ins linke Mittelfeld und Gabi noch eine Position nach hinten. Zunächst setzte Sammy mit dem 4:1 in der 77 .Minute nach genialem Pass von Sabine das erste Ausrufezeichen der eingewechselten Spielerinnen. Das 5:1 durch Bhagi war nicht minder sehenswert, gut über links mit Paulina durchgespielt, zielstrebig in die Mitte gezogen und den Ball in den Winkel genagelt, klasse! Auch Maddy als dritte Option kam noch gewohnt zu ihrem Tor in der 88. Minute zum 6:1-Endstand.

Wir sind mit den letzten 30 Minuten und dem nächsten Dreier hochzufrieden, es sollte uns dennoch langsam wieder öfter und schneller gelingen, unsere spielerische Qualität von Beginn an einzubringen. Durch die Niederlage von Wanheim haben wir unseren Vorsprung auf Platz 3 auf 9 Punkte ausgebaut und werden auf Platz zwei überwintern. Am kommenden Wochenende finden keine Spiele statt, weiter geht es in zwei Wochen mit dem nächsten Heimspiel gegen Schonnebeck.


 
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zuletzt bearbeitet 13.11.2016 | Top

RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#12 von Pillendreher04 , 27.11.2016 16:54

SUS Niederbonsfeld – SpVg Schonnebeck 4:0 (2:0)

Das letzte Meisterschaftsheimspiel vor der Winterpause wollten wir unbedingt erfolgreich gestalten, unsere Hausaufgaben erledigen und die Siegesserie fortsetzen. Personell hatten wir erneut die Qual der Wahl, wir konnten bzw. mussten es uns sogar erlauben, mit Sammy (war in der Woche beruflich unterwegs) und Laura (war in der Woche krank) zwei Spielerinnen zu streichen, die ansonsten immer zur ersten Elf gehörten. Zudem fehlte auch Bhagi krankheitsbedingt, die immer eine Option sein kann. Nach längerer Zeit waren mit Caro und Lara wieder zwei Spielerinnen dabei, die sich unter der Woche im Training gezeigt und es verdient hatten, dabei zu sein. Sie nahmen zunächst genauso wie Kimberly und Leonie auf der Bank Platz. Maddy begann mit Michelle im Sturm, das Zentrum mit Paulina, Sabine und Sophie blieb unverändert, rechts im Mittelfeld startete Linda, links Gabi. Die Dreierabwehrkette vor Cora bildeten Ramona und Ramona sowie Chrissie.

Wir hatten schon vor dem Spiel darauf aufmerksam gemacht, dass der Kantersieg aus dem ersten Spiel keine Rolle mehr spielen darf, dass wir einen Gegner antreffen würden, der mit Haut und Haar um den Verbleib in der Klasse kämpft. Das merkte man dann auch von Beginn an, da stand ein komplett anderes Team auf der Wiese. Bissig, laufbereit und gewillt uns das Leben so schwer wie möglich machen zu wollen. Zum Glück haben wir den Fight von Anfang an angenommen, es entwickelte sich über 90 Minuten ein äußerst kampfbetontes Spiel. Wie schon in den letzten Spielen konnten wir früh (10. Minute) in Führung gehen, nachdem wir etwa 25 Meter vor dem Kasten einen Freistoß zugesprochen bekamen, den Sabine überlegt, weil flach und platziert, direkt verwandelte. In der nächsten halben Stunde ging es rauf und runter, wir mussten bereit sein, uns blaue Flecken zu holen, um die Gegenangriffe rechtzeitig zu unterbinden. Insbesondere Chrissie, Sabine und Sophie leisteten defensiv zentral Schwerstarbeit und gewannen nahezu jeden brenzligen Zweikampf. Pech für eine Spielerin des Gegners, die sich nach einem Zweikampf mit Sabine verletzte und mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste. Kein Foul, nur dumm gelaufen, gute Besserung auf diesem Wege! Seit diesem Vorfall hatte der Gegner dann das Messer zwischen den Zähnen, wir haben uns aber nicht den Schneid abkaufen und uns einschüchtern lassen, sondern gezeigt, dass wir auch kämpferisch was drauf haben. Michelle, die vorne ein richtig gutes Spiel machte, hatte zwei Möglichkeiten zu erhöhen, legte sich zuerst den Ball zu weit nach außen vor und kam danach einen Schritt zu spät nach einem Flankenball (genauso wie Maddy). Sophie setzte noch einen gefühlvoll getretenen Freistoß aus 20 Metern an die Latte und auch Gabi hatte nach toller Spielverlagerung von rechts nach links Pech mit einem strammen Abschluss – unterm Strich hätten wir bis zur 40. Minute schon deutlicher führen können. Fünf Minuten vor der Pause erzielte Michelle dann doch das erstmal beruhigende 2:0, ein langer Schlag aus der Abwehr rutschte an Freund und Feind vorbei, Michelle hatte das wohl erahnt, erlief den Ball und schloss souverän ab. Hinten brannte so gut wie nichts an, lediglich durch Freistöße, die aber meilenweit am Tor vorbei gingen oder in der Mauer landeten, kam etwas Gefahr auf.

In der Halbzeit schärften wir die Sinne dahingehend, dass das Spiel noch lange nicht erledigt ist, dass wir weiterhin alles investieren müssen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Dies wollten wir mit zunächst unverändertem Personal angehen.

Auch in der zweiten Hälfte war ordentlich Gift im Spiel, es wurde um jeden Quadratzentimeter gekämpft. Mit fortlaufender Spieldauer konnten wir uns mehr Spielräume erarbeiten, die fußballerische Note war nun deutlicher zu erkennen. Zunächst brachten wir mit Caro für Maddy in vorderster Front neuen Schwung, kurz darauf kam Lara für Linda zum Einsatz. Beide fügten sich sofort gut ein, spielten einfache und öffnende Bälle ohne die kämpferische und läuferische Einstellung vermissen zu lassen. Michelle erzielte Mitte der zweite Hälfte nach einem tollen Spielzug das 3:0, welches aber nach angeblicher Abseitsposition nicht gegeben wurde. Kann man drüber streiten, sei's drum, der durchdachte Angriff hätte das Tor allein verdient gehabt. Kimberly kam für die letzten 10 Minuten für Michelle ins Spiel, die zuvor in einem der vielen harten Duelle mit dem Ellenbogen niedergestreckt wurde. Das nächste Erfolgserlebnis ließ bis zur 83. Minute auf sich warten, im rechten Mittelfeld wurde Paulina mittels einer schnellen Passfolge über Lara und Caro frei gespielt, zog nach innen und zirkelte den Ball unhaltbar mit links ins lange Kreuzeck. Tolles Tor ! Nur zwei Minuten später bekam Gabi auf links den Ball, legte sich diesen noch einmal mundgerecht vor, bevor die Kugel von der linken Klebe „gestreichelt“ in die Maschen zischte.

Kurz darauf hatten wir die Punkte 28 bis 30 in der Tasche und den Blick auf das Ergebnis von RWE gerichtet, leider musste sich Wanheim kurz vor Schluss nach 3:1-Führung noch geschlagen geben, schade, aber wir bleiben dran und werden um unsere Chance kämpfen. Hoffentlich sind wir heute aus dem Spiel ohne größere Blessuren rausgegangen, ein dickes Kompliment an die ganze Mannschaft für die Einsatzbereitschaft. Nur mit dieser Einstellung werden wir in den kommenden Spielen gegen Mannschaften, die unten drin stehen, bestehen und weiter erfolgreich sein können.

Am kommenden Sonntag steht das letzte Meisterschaftsspiel in diesem Jahr in Oberlohberg an, auch dort werden wir uns auf ein kampfbetontes Spiel einstellen müssen. Mit der Leistung und der Herangehensweise von heute sollte es auch dort gelingen, erfolgreich zu sein und eine phänomenale Hinrunde abzuschließen.

 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#13 von Pillendreher04 , 05.12.2016 09:01

SGP Oberlohberg – SUS Niederbonsfeld 2:3 (1:1)

Mit dem elften Sieg im 13. und letzten Meisterschaftsspiel in 2016 haben wir eine herausragende Hinrunde abgeschlossen. Wenn man bedenkt, mit welchen Personalproblemen wir durch Urlaube, Auslandsaufenthalte durch Studium und Krankheiten/Verletzungen über weite Teile der Hinrunde klarkommen mussten, dann sind die erreichten 33 Punkte fast unglaublich. Auf der anderen Seite ist uns klar, dass unser Kader über eine enorme Qualität und Willen verfügt, gerade auch weil wir in der Breite top aufgestellt sind, Spielerinnen „aus der zweiten Reihe“ haben aufgeschlossen, sind äußerst wichtig für das Gesamtkonstrukt, die Neulinge aus der alten U17 können mehr als mithalten und spielen so als würden sie schon ewig im Seniorinnenbereich unterwegs sein. Wir haben eine tolle Mischung in der Mannschaft, Techniker und Haudegen, wenige wirklich erfahrene und viele ganz junge Spielerinnen, die ihre beste Zeit noch weit vor sich haben. Die Perspektive für die Rückrunde und die folgenden Spielzeiten durch weitere nachrückende Jahrgänge ist glänzend.

Personalprobleme hatten wir trotz der Ausfälle von Maddy, Ramona H und Bhageshree keine, es waren sogar 15 Spielerinnen an Bord. Gegenüber dem letzten Spiel gegen Schonnebeck hatten wir drei Veränderungen vorgenommen: Für Ramona H begann Laura in der Dreierkette, im rechten Mittelfeld Leonie für Linda, auf links Sammy für Gabi, die für die fehlende Maddy neben Michelle im Sturm begann. Auf der Bank nahmen zunächst Caro, Linda, Lara und Kimberly Platz.

Normalerweise darf das Spiel gar nicht erst angepfiffen werden. Weil der Naturrasen gesperrt war, wurden wir auf die Asche geschickt. Eine Hälfte knallhart gefroren und eigentlich nur mit Schlittschuhen zu bewältigen, die andere Hälfte oberflächlich angetaut, der ganze Acker eine Kraterlandschaft. Uns war klar, dass dieses Spiel ein weiterer Charaktertest würde und nicht unbedingt die fußballerisch bessere Mannschaft als Sieger vom Platz gehen wird. Wir haben deswegen die Mannschaft vor dem Spiel angewiesen von unserer bevorzugten Art Fußball zu spielen abzuweichen, auch mal lange Bälle vorne reinzuschlagen und hinten konsequent die Bälle wegzudreschen.

Unterm Strich und unter den genannten Bedingungen hat die Mannschaft das bisher beste Aschespiel und eine weitere deutliche Entwicklung gezeigt, wir können uns mittlerweile auch mit ungeliebtem Parkett arrangieren und wollen alles investieren, was wir haben. Das war wieder eine vorbildliche Leistung aller, was Laufbereitschaft und Einsatzwillen betrifft. Wenn frau so in die Zweikämpfe geht und ausblendet, welche Folgen Stürze auf diesem Terrain haben können, Respekt ! Das Spiel war in der ersten Hälfte ausgeglichen, beide Mannschaften hatten logischerweise so ihre Probleme, wir haben es geschafft uns die besseren Chancen herauszuspielen, mussten aber in der 30. Minute zunächst das 0:1 schlucken. Mit der ersten richtig gefährlichen Aktion ging Oberlohberg in Führung, wir hatten nach Ballverlust zuvor zu langsam auf Defensive umgeschaltet, zu große Lücken im zentralen Mittelfeld, ein langer Ball in die Spitze, wir waren in Unterzahl, konnten auf der Eisfläche nicht antreten und der Gegner legte den Ball überlegt an Cora vorbei. Grandios die Reaktion, denn nur 2 Minuten später erzielten wir den Ausgleich durch Paulinas 12. Saisontor. Nahezu eine Kopie ihres Tores aus dem letzten Spiel, mit Auge und Gefühl den Ball ins lange Eck geschlenzt. Wir hatten in der ersten Hälfte noch zwei richtig dicke Dinger von Michelle, die den Ball nach Flanke direkt abnimmt, aber nicht voll trifft und von Gabi, die völlig alleine vor dem Kasten steht, sich dessen aber wohl nicht bewusst war und zu überhastet abschließt. Eine Führung schon zur Halbzeit hätte uns natürlich gut getan.

Personell unverändert bezüglich Mannschaft und Konzept ging es in die zweite Hälfte, wir wollten versuchen, Bälle aus dem Mittelfeld präzise über die Abwehrkette in den Lauf der Stürmerinnen zu chippen und die Chancen besser zu nutzen.

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff gelang dies perfekt, Michelle wurde geschickt und verwandelte sicher. Danach hatten wir das Spiel weitgehend unter Kontrolle, die Defensive (Dreierkette und die beiden Sechser Sabine und Sophie) war bärenstark und nach vorne ging es weiter voran. In der 60. Minute kam Caro für Leonie, die wie alle ein richtig gutes, engagiertes Spiel abgeliefert hat. Caro ging vorne an die Seite von Michelle, Gabi rückte ins rechte Mittelfeld. Wir hätten das Spiel schon früher entscheiden können, mussten uns aber bis zur 75. Minute gedulden. Michelle erzielte in ähnlicher Art und Weise wie zuvor das vorentscheidende 3:1. 7 Minuten vorher hatten wir Linda für Paulina, die nach einem Schlag auf den Fuß nicht mehr weiter spielen konnte, gebracht und zur Absicherung des Vorsprungs auf ein 4-5-1 umgestellt. Linda ging rechts in die Viererkette, Gabi rutschte wegen ihrer Kampfkraft zusätzlich in die Zentrale und Caro aus der Spitze auf die rechte Mittelfeldseite. Dass wir in der 78. Minute nach einer unglücklichen Situation noch das 2:3 kassierten (Cora konnte einen Heber noch gerade so mit den Fingerspitzen zur Seite lenken, dort stand eine gegnerische Spielerin blank, alle versuchten die kurze Ecke zuzulaufen, der Ball trudelte danach aber an Freund und Feind vorbei in die lange Ecke), spielte keine Rolle mehr, wir hatten alles unter Kontrolle und haben die Zeit clever runtergespielt.

Am kommenden Sonntag steht das letzte Spiel des Jahres im Kreispokal an, wir empfangen zuhause um 11 Uhr Phoenix Essen und wollen ins Achtelfinale einziehen. Danach machen wir Winterpause und die Mädels haben es sich total verdient die folgende Weihnachtsfeier zu rocken.

 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#14 von Pillendreher04 , 13.12.2016 07:58

SUS Niederbonsfeld –Phoenix Essen 14:0 (6:0) (Achtelfinale Kreispokal)

Hatte das Spiel in der ersten Hälfte noch annähernd den Charakter eines Fußballspiels, so wurde die zweite Hälfte zu einer Klamaukveranstaltung, die seitens der Gäste rein gar nichts mit sportlicher Fairness zu tun hatte. Auch in der Höhe mehr als verdient haben wir das Viertelfinale im Kreispokal erreicht, wo auf uns am 19. Februar mit und bei Essen-West ein harter Brocken wartet. Zum „Spiel“ selbst ist nicht viel zu sagen, die Partie war zu einseitig, wir haben uns in der zweiten Hälfte verständlicherweise, aber etwas zu sehr vom Niveau runterziehen lassen, waren unkonzentriert im Abschluss, sonst wäre das Ergebnis im Bereich von 25:0 gelandet… Die Tore erzielten Maddy (4), Sammy und Caro (je 3), Paulina und Michelle (2).

Es war der perfekte Abschluss einer herausragenden Vorrunde. Die „Arbeit“ mit der jungen Mannschaft macht dem Trainerteam extrem Spaß, da steckt ungeheures Potenzial drin. Wir wollen uns jede Woche weiter verbessern, jetzt erstmal Weihnachten auf uns zukommen lassen und feiern, dann aber wieder Vollgas geben und in der Rückrunde angreifen.

Der erste Auftritt im neuen Jahr findet am 07.01.2017 in der Halle in Velbert im Rahmen eines hochklassig besetzten Turniers (u.a. mit Bayer Leverkusen und dem MSV Duisburg) statt, vielleicht lockt das Event den ein oder anderen Zuschauer auf unserer Seite von der Couch, die Mädels würden sich über eine großartige Unterstützung freuen und hätten es sich nach den gezeigten Leistungen auch mehr als verdient.


 
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RE: Spielberichte Saison 2016/2017

#15 von Pillendreher04 , 20.02.2017 10:47

TUS Essen-West – SUS Niederbonsfeld 0:1 (0:0) (Viertelfinale Kreispokal)

In der zweiten Runde des Kreispokals mussten wir beim Tabellenvierten der Bezirksliga antreten. Dass das Spiel kein Spaziergang werden würde (obwohl wir kadermäßig herausragend besetzt waren), war uns allen klar. Im Meisterschaftsspiel in der Vorrunde waren wir äußerst effektiv und konnten 4:1 gewinnen. Aber der Pokal hat seine eigenen Gesetze, ein schlechter Auftritt und frau ist raus. Durch einen lucky punch in der 83. Minute konnten wir durch ein tolles Kopfballtor von Paulina letztlich auch verdient als Sieger vom Platz gehen.

Das Spiel selbst war nichts für Feinschmecker, es war von großer Nervosität geprägt und ein Fehlpassfestival. Wir haben es nicht geschafft, eine Vielzahl von engen Zweikämpfen für uns zu entscheiden, haben durch fehlende Konsequenz im zentralen Mittelfeld eigentlich immer den Kürzeren gezogen, haben selten ein Kombinationsspiel aufziehen können, haben viel zu wenig Zug aus dem Mittelfeld nach vorne entwickelt, meist lange Bälle auf die Spitzen Gabi und Michelle gespielt, die zu wenig Raum hatten oder die Bälle auf dem seifigen Untergrund nicht festmachen konnten. In der Abwehr standen wir mit Chrissie, Laura und Bhagi gewohnt gut, haben aber auch davon profitiert, dass der Gastgeber im Vergleich zum Meisterschaftsspiel in vorderster Front blass blieb. Gabi hatte zwei gute Chancen in der ersten Hälfte, als sie einmal links durch war, aber zu lange mit dem Abschluss wartete, der dann am Außennetz landete. Das andere Mal wurde sie von rechts im Strafraum angespielt, zog den Ball geschickt vom rechten Fuß auf die linke Klebe, traf aber aus kurzer Distanz nur die gegnerische Torfrau. Die erste Hälfte verlief auf Augenhöhe, es ging mit einem leistungsgerechten torlosen Remis in die Pause.

Mit unverändertem Personal (Gabi und Bhagi tauschten lediglich die Positionen) starteten wir in Halbzeit zwei, wir wollten vieles besser machen, die Ruhe bewahren, uns besser nach vorne durchspielen und unsere Chancen nutzen, wenn sie sich bieten sollten.

Wir brauchten noch weitere 20 Minuten, bis wir endlich besser ins Spiel fanden. Mit einem tollen Freistoß aus 25 Metern durch Sabine an die Latte wurden wir plötzlich wacher. Bhagi zeigte von Anfang an, dass sie auch mehr als eine Alternative in vorderster Front ist, ging weite Wege, hielt die Bälle hervorragend und traute sich auch mal in ein Eins-gegen-Eins zu gehen. Das brachte viel Unruhe in die gegnerische Abwehrkette. Meist gut getretene Eckbälle sorgten für Konfusion in des Gegners Strafraum, nur waren wir leider immer einen Schritt zu spät, wenn der Ball durch den Sechzehner flipperte. Bhagi tankte sich das ein oder andere Mal über links in den Strafraum durch, die Hereingaben konnte aber niemand nutzen, weil schlecht gelaufen bzw. nicht oder zu langsam nachgerückt wurde. Etwa in der 70. Spielminute bekamen wir einen berechtigten Elfmeter zugesprochen, nachdem Bhagi mal wieder unwiderstehlich in den Strafraum eingedrungen war und von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Elfmeter versemmelte Sophie, schlecht geschossen, sodass die Torfrau ohne große Mühe halten konnte. Aber absolut kein Vorwurf an Sophie, sie hat sich immerhin getraut, die anderen 9 Feldspielerinnen wurden in Windeseile zu Maulwürfen. Es war dennoch eine Jetzt-erst-recht-Haltung zu erkennen, zumal der Gegner konditionell deutlich abbaute. Dies konnten wir letzten Endes 7 Minuten vor Schluss nutzen, auch wenn der Treffer nicht herausgespielt war, da dem Kopfball ein Standard vorausging. Zum Glück blieb uns die Verlängerung und erst recht ein Elfmeterschießen erspart.

Wir haben uns das Leben selbst sehr schwer gemacht, wurden defensiv wenig gefordert, können deutlich besser Fußball spielen, das haben wir auch schon im ersten Test gegen Silschede gezeigt. Unterm Strich zählt aber nur das Weiterkommen, wir stehen im Halbfinale, müssen in Leithe antreten und haben dort sicherlich noch einiges gut zu machen…

 
Pillendreher04
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