Spielberichte Saison 2017/2018

#1 von Pillendreher04 , 03.09.2017 19:48

SUS Niederbonsfeld – SV Wanheim 3:0 (1:0)

Wir haben im ersten Meisterschaftsspiel der neuen Runde zuhause genau da weitergemacht, wo wir im Mai aufgehört haben – mit einem souveränen Sieg, der auch in der Höhe verdient war.

Wir wussten vor dem ersten Spiel nicht so wirklich, wo wir stehen, hatten wir in der Vorbereitung durchweg gegen klassenhöhere Gegner doch teilweise deutliche Niederlagen einsteckeen müssen, was aber einkalkuliert war, zumal wir gravierende urlaubsbedingte Ausfälle kompensieren mussten. Auf der anderen Seite war das die Möglichkeit nachrückende Spielerinnen in verschiedenen Spielsystemen zu testen. Letztlich hatten wir ein gutes Gefühl, wir haben einen riesigen Kader zur Verfügung, der wieder ein Jahr älter geworden ist, ein Jahr mehr Erfahrung hat und bereit ist zu lernen.

Vor dem heutigen Spiel hatten wir nahezu die gesamte Kapelle am Start, wir waren in echter „Not“, den Kader auf 14 Spielerinnen zu reduzieren. Für uns Trainer ist das einerseits schön, die Qual der Wahl zu haben, andererseits ist es bitter, mindestens fünf Spielerinnen absagen zu müssen. Schon an dieser Stelle großen Dank und Anerkennung an die doppelte Ramona, die ihren Frust mit einem Einsatz bei den Damen II bekämpften und dort mithalfen, mit einem 6:1-Sieg ebenfalls erfolgreich in die Saison zu starten.

Wir wollten das erste Spiel unbedingt gewinnen, schließlich hatten wir noch etwas gut zu machen, hatten uns die Punktverluste letzte Saison in Wanheim innerhalb der letzten 7 Spielminuten doch im Meisterschaftsrennen entscheidend zurückgeworfen. Wir begannen vor Cora in der Dreierkette mit Kimberly, Sophie und Gabi. Zentral sollten Lara, Sabine und Paulina spielerische Klasse einbringen, Maddy und Sammy über außen Gas geben und vorne Bhagi und Michelle füttern. Auf der Bank nahmen zunächst Chrissie, Leonie und Natascha Platz.

Wir waren von Beginn an hochkonzentriert, standen hinten sehr sicher und nahmen das Heft des Handelns sofort in die Hand, ohne zunächst zwingend torgefährlich zu werden. Nach etwa 15 Minuten hatte Michelle die erste dicke Chance, scheiterte aus kurzer Distanz an der glänzend reagierenden Torhüterin, der musste eigentlich drin sein. Kurz darauf verpasste Bhagi per Kopf nach Eckball und Kopfballverlängerung von Sophie die Führung. Wieder ein paar Minuten später klatschte der Ball aus dem Gewühl heraus von Maddy an die Latte. Mit der einzigen Fehlentscheidung der sonst gut leitenden Schriedsrichterin bekamen wir auch noch ein in Überzahl gut herausgespieltes Tor durch Michelle nach angeblicher Abseitsstellung aberkannt. Da kamen schon die ersten schlechten Gedanken auf, normalerweise wird sowas mit dem ersten Patzer vom Gegner bestraft. In der Folge kam Wanheim durch einen Freistoß, der aber weit übers Tor ging und durch einen zentralen Abschluss, den Cora glänzend parierte, zu zwei Gelegenheiten. Zum besten aller Zeitpunkte, also kurz vor dem Pausenpfiff, schlug unser Goalgetter der letzten Saison wieder eiskalt zu. Paulina wurde nach toller Passkombination über Lara und Bhagi frei gespielt, fasste sich ein Herz, tanzte ein, zwei Gegnerinnen aus und zog trocken aus 22 Metern ab, der Ball schlug unhaltbar flach in die rechte Torwartecke ein.

Nach der Pause spielten wir zunächst unverändert weiter, wir wollten weniger lange Bälle auf die Spitzen spielen, weiter konzentriert mannschaftlich verteidigen, in der notwendigen Ruhe nach vorne kombinieren und möglichst bald nachlegen. Das gelang erst in der 67. Minute, als Sammy einen langen und schnell ausgeführten Freistoß aus dem Halbfeld von Paulina erlief, den Ball kurz annahm und überlegt an der Torhüterin vorbeischob. In der folgenden Trinkpause nahmen wir den ersten Wechsel vor, Chrissie kam für Sammy, Gabi rutschte ins linke Mittelfeld, Chrissie in die Dreierkette. Defensiv standen wir weiter bombensicher, gerade Sophie machte hinten einen grandiosen Job, stark in der Balleroberung und -behauptung mit ruhigen und tollen Spieleröffnungen, nach vorne fehlte uns der letzten Punch, häufig verzettelten wir uns in Einzelaktionen, konnten uns nicht entscheidend durchsetzen. Für die letzten 10 Minuten kamen noch Natascha für Maddy und Leonie für Kimberly ins Spiel und fügten sich gut ein. Eine Minute vor Schluss stellte Doppelpacker Paulina dann doch noch den 3:0-Endstand her.

Es war der erhofft gute, mannschaftlich geschlossene Auftakt, äußerst positiv die Defensivleistung und direkt das erste Zu-Null-Spiel, verbesserungswürdig mit viel Luft nach oben die Passgenauigkeit und die Offensivleistung , letztere sollte aber unser kleinstes Problem sein.

Am nächsten Sonntag wollen wir um 11 Uhr in Oberhausen nachlegen und den ersten Auswärtssieg verbuchen.


 
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zuletzt bearbeitet 04.09.2017 | Top

RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#2 von Pillendreher04 , 11.09.2017 10:04

TB Oberhausen – SUS Niederbonsfeld 2:7 (1:3)

Nach dem geglückten Saisonauftakt am vergangenen Wochenende wollten wir gegen den Aufsteiger aus Oberhausen nachlegen. Dies gelang letzten Endes mit dem auch in dieser Höhe verdienten 7:2-Erfolg. Erstmals innerhalb des letzten Jahres konnten wir ein Spiel mit nahezu identischem Kader und sogar in derselben Startformation angehen. Aufgrund der vorangegangenen Regenfälle wurde der Naturrasen für nicht bespielbar erklärt, wir mussten auf den geliebten Ascheplatz ausweichen, der allerdings in hervorragendem Zustand war.

Nach 28 Minuten hatten wir uns mit dem 3:0 durch Sophie nach feiner Direktabnahme nach Eckball und dem Doppelschlag von Bhageshree in den Minuten 6 und 23 einen beruhigenden Vorsprung herausgeschossen. Die Einstellung stimmte, fußballerisch blieb allerdings vieles Stückwerk, es fehlte in vielen Situationen der Zug (gegen eine total überforderte Abwehrreihe des Gastgebers) zum Tor, viele aussichtsreiche Situationen wurden zu schlampig und/oder zu überhastet und vorzeitig abgeschlossen. Wir leisteten uns total unnötige Stock- und Stoppfehler en masse, ein Spielfluss kam selten auf. In der 31. Minute verteidigten wir viel zu kompromisslos in Überzahl und gewährten dem Gegner das 1:3 aus spitzem Winkel, ein Tor, das niemals fallen darf. Ohne Not konnte Oberhausen verkürzen und war wieder im Spiel. Bis zur Halbzeit haben wir das Spiel verwaltet und gingen mit dem Zwei-Tore-Vorsprung in die Halbzeit.

Wir haben in der Pause die Defizite deutlich angesprochen, wollten in Hälfte zwei weniger Fußballtennis, sondern flach und schnell spielen. Personell unverändert ging es in die zweiten 45 Minuten.

Glücklicherweise konnten wir durch Paulina bereits in der 49. Minute auf 4:1 erhöhen, haben es dann aber versäumt weiter nachzulegen. Stattdessen keimte nach einer Stunde wieder unsere Krankheit mit dem Namen „Sorglosigkeit“ auf, ein Abstoß landete auf der Brust der blank stehenden Angreiferin, nach einigem Geflipper im eigenen Sechzehner landete die Kugel zum 2:4 im Netz. Auch ein Gegentor, welches überhaupt nicht fallen darf. Einzelne Spielerinnen waren heute nicht in der gewohnten Verfassung, insofern brachten wir ab der 64. Minute sukzessiv Natascha für Paulina, Ramona für Gabi und Leonie für Michelle. Vor ihrer Auswechselung erzielten Michelle genauso mit tatkräftiger Unterstützung der Keeperin wie Sabine nach einem direkt verwandelten Eckball das 6:2. Mit der Einwechselung von Leonie packten wir Kimberly zu Natascha in die vorderste Front, Kimberly konnte mit einem trockenen Abschluss nach toller Vorlage von Bhageshree ihr erstes Tor im Damenbereich zum 7:2-Endstand erzielen. Eigentlich wäre ein 8:2 korrekt gewesen, aber der sonst gut leitende Schiedsrichter war nicht im Bilde und verweigerte dem Treffer die Anerkennung, weil der Ball aufgrund zweier Löcher im Netz hinterm Tor landete. Auch Lara hätte damit ein Erfolgserlebnis gehabt, aber das ist sicherlich nur aufgeschoben.

Unterm Strich haben wir nach 2 Spieltagen die maximale Ausbeute von 6 Punkten erzielt und schon mal ein Spiel auf Asche im Briefkopf – damit sind wir sicherlich zufrieden, aber fußballerisch ist weiter viel Luft nach oben.

Am nächsten Wochenende haben wir spielfrei, sollte Phoenix einen Rückzieher machen auch am übernächsten Wochenende, sodass vsl. erst am 01. Oktober der Vergleich bei uns gegen Hamborn ansteht. Dann wollen und müssen wir vieles eindeutig besser machen.

 
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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#3 von Pillendreher04 , 02.10.2017 12:54

SUS Niederbonsfeld – GW Hamborn 5:3 (2:0)

Zwölf katastrophale Minuten zwischen der 73. und 85. Spielminute mit drei Gegentoren machten das Spiel noch einmal unnötig spannend, nachdem wir bis zur 64. Minute einen beruhigenden 4:0-Vorsprung herausgeschossen hatten. Zum Glück machte Sophie mit einem Tor des Monats von der Mittellinie dann doch noch den Deckel auf den dritten Sieg im dritten Spiel.

Personell gegenüber den ersten Spielen mussten wir Bhagi sowie Kimberly und kurzfristig auch noch Michelle nach einer Verletzung aus dem Freitagstraining ersetzen. Kompensieren wollten wir die Ausfälle mit Amelie und Rabea, die sich einen Einsatz bei uns mal langsam verdient hatten, beide rutschten auch sofort in die Startelf, Amelie im rechten Mittelfeld, Rabea mit Maddy in die vorderste Front. Die anderen Positioen konnten wir unverändert besetzen. Nach den spielfreien drei Trainingswochen mit einer Vielzahl von Absagen waren wir nicht im Rhythmus und gespannt darauf, was herausspringen sollte.

Hamborn haben wir vor dem Spiel als offensiv sehr starken Gegner erwartet und wollten mit einer kompakten Defensive erstmal nichts anbrennen lassen und damit den Grundstein für den nächsten Dreier auf der heimischen Wiese legen. Paulina ging angeschlagen ins Spiel, Amelie mussten wir verletzungsbedingt schon nach 23 Minuten vom Feld nehmen, für sie übernahm Leonie die rechte Mittelfeldseite. Unser Offensivspiel war sehr zäh, wir haben es in der ersten Hälfte nicht geschafft, mit Tempo und Durchschlagskraft in die gefährlichen Zonen zu kommen. Dennoch hatten wir zwei aussichtsreiche Chancen, die erste vergab Rabea freistehend vor der Torhüterin, nachdem sie von Maddy toll freigespielt wurde. Die zweite ergab sich nach einem Freistoß aus 17 Metern zentraler Position, Sabines Strahl landete in der dicht gestaffelten Mauer. Hinten standen wir eigentlich durchweg gut, ab und zu blitzte die Gefährlichkeit des Gegners auf, letztlich war unsere Kette mit Chrissie, Sophie und Gabi aber immer Herr der Lage und konnte rechtzeitig entschärfen. Mit einem Doppelschlag von Maddy in den Minuten 37 und 40 konnten wir dann doch einen 2:0-Vorsprung herausschießen. Zunächst tankte sich Rabea auf rechts bis zur Grundlinie durch, legte den Ball astrein auf den Fünfmeterraum, Maddy startete vorher auf den kurzen Pfosten und musste nur noch den Fuß hinhalten. Ihren zweiten Treffer erzielte sie mit einem schönen Schuss aus 16 Metern halblinker Position. Kurz danach war Pause.

Wir hatten den Gegner da, wo wir ihn nach 45 Minuten haben wollten. Hamborn musste nun was machen, wir wollten in erster Linie weiter kompakt stehen / mannschaftlich gut verteidigen und unsere Chancen vorne nutzen, um den Vorsprung bei Gelegenheit weiter auszubauen. Zudem sollten unsere Stürmerinnen die weiten Schläge aus des Gegners Abwehr heraus auf die schnellen Spitzen unterbinden. Personell machten wir unverändert weiter.

Die Gangart wurde im zweiten Durchgang rustikaler, wir haben aber von Anfang an dagegen gehalten und uns nicht provozieren lassen. Uns kam sehr entgegen, dass wir zwischen der 62. und 64. noch zwei Tore nachlegen konnten. Zunächst verwandelte Sophie mit etwas Glück einen an Rabea verschuldeten Foulelfmeter, bevor Maddy mit ihrem dritten Treffer, der eine Kopie des zweiten war, das 4:0 erzielen konnte. In Minute 70 war für Paulina Schluss, für sie kam Ramona W in der Abwehr ins Spiel, Sophie rückte ins offensive Zentrum und sollte ihre technischen Fähigkeiten auch mal offensiv im eins gegen eins einbringen. Unglaubliche individuelle Fehler führten danach ohne Not zum 3:4. Zunächst ein Freistoßgegentreffer aus einer eigentlich weniger gefährlichen Position, dann das 2:4 nach einem katastrophalen Rückpassversuch und schließlich das 3:4 nach einem berechtigten Elfmeter, dem ein heilloses Durcheinander in der hintersten Linie vorausging. In den 12 Minuten altert man um mindestens 5 Jahre... Mit ihrem Sonntagsschuss erlöste uns Sophie, ich bin mir ziemlich sicher, dass wir sonst noch zwei Punkte abgegeben hätten.

Unterm Strich haben wir dennoch verdient gegen einen fußballerisch limitierten Gegner gewonnen, den wir stärker eingeschätzt haben. Dass es so spannend wurde liegt einzig und allein an uns, das darf uns definitiv nicht in der Form passieren, wir müssen das hinten viel klarer und abgeklärter lösen, zumal vor allen Gegentoren wie schon in Oberhausen überhaupt keine Drucksituation bestand. Sehr positiv allerdings neben dem eigenen Sieg, dass der Spieltag in unserem Sinn verlief, alle Konkurrenten haben weitere Punkte liegen gelassen, wir stehen mit Spielerückstand hervorragend da.

Herausheben möchte ich die Leistungen von Sophie (defensiv kompromisslos und technisch versiert, dazu zwei Tore aus Standards), Lara (ein total abgeklärtes Spiel mit durchweg ruhigen und überlegten Aktionen) und unser Sturmduo (Maddy mit drei Toren und Rabea mit zwei Vorarbeiten und großem Aktionsradius), das das Fehlen von Michelle und Bhagi mehr als kompensiert hat.

Am nächsten Sonntag geht es in der Meisterschaft beim Aufsteiger in Mettmann weiter, am Mittwoch wollen wir aber zunächst zuhause ab 19:30 Uhr gegen RuWa Dellwig den Sprung in die dritte Runde des Kreispokals schaffen.

 
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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#4 von Pillendreher04 , 05.10.2017 09:51

SUS Niederbonsfeld - RuWa Dellwig (2. Runde Kreispokal) Abbruch zur Halbzeit bei 9:0

Offiziell wurde das Spiel in der Halbzeit beim Stand von 9:0 wegen Verletzung von 4 Feldspielerinnen abgebrochen, inoffiziell hatte der überforderte Gast keine Lust mehr.

Die Tore erzielten Maddy (3), Natascha (2), Sophie (2), Leonie (1) und Gabi (1)

 
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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#5 von Jörg S. , 08.10.2017 21:58

Mettmann Sport – SUS Niederbonsfeld 1:5 (0:3)

Nach dem Sieg gegen den Mitfavoriten Hamborn vom letzten Wochenende wollten wir die Serie gegen Mettmann-Sport ausbauen und, da Niederwenigern spielfrei hat, zur Tabellenspitze vorstoßen. Entsprechend engagiert gingen wir in das Spiel, wieder mit einem 3-4-1-2 um den Gegner sofort unter Druck zu setzen. Chrissie-Sophie-Gabi in der Abwehr, Mariann-Lara-Sabine-Sammy im Mittelfeld, Maddy auf der zehn hinter Natascha und Bhagi. Ramona W., Leo und Paulina zunächst auf der Bank.

Die geforderte Aggressivität wurde an den Tag gelegt und zwang den Kreisliga Aufsteiger nahezu die komplette erste Halbzeit in die Verteidigung. Cora konnte sich nur bei Rückpässen warmhalten. Der Ball lief gut und sicher durch unsere Reihen, die beste Ballkombinatorik in dieser Saison. Da Mettmann aber sehr tief stand, wurden die Räume in vorderster Front eng. Ein Umstand, bei dem wir immer noch Schwierigkeiten haben in die Spitze zu kommen. Wir haben uns dieser Aufgabe aber höchst motiviert gestellt und sind pausenlos auf das Mettmann Tor angerannt. Viele gute Szenen kamen so zu Stande und mit ein wenig mehr Konzentration hätten auch 1-2 Treffer fallen können. Im letzten Augenblick fehlt hier noch das Selbstvertrauen die letzte Gegenspielerin auszuspielen und das Ding einfach auf die Kiste zu hauen.
Da das Glück aber auch im Fußball mit dem Tüchtigen ist, landete Lara´s Hammer aus 35 Metern in der 27 Minute hinter der Torfrau im Tor. Wir hielten weiter an unserem System fest, spielten einige Male gut über die Flügel, links wie rechts, und somit konnten endlich auch unsere Stürmer so in Szene gesetzt werden, dass Baghi und Natascha in Minute 33 und 43 ihre Chancen versenken konnten.

Die Marschroute wurde in der Halbzeit bestätigt. Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild. Anrennen auf das Mettmann Tor, die Durchschlagskraft ließ aber nach. Zeit für Veränderung. Paulina und Ramona W. wechselten in Minute 66 mit Mariann und Natascha, die beide eine gute Partie gespielt haben, die Natascha mit ihrem ersten Meisterschaftstor krönte.
Gabi ging nun zusammen mit Maddy in die Spitze, Paulina auf die Zehn und Bahgi übernahm Marianns Rolle im rechten Mittelfeld. Der Druck auf Mettmann wurde nun noch größer.

Leider rappelte es aber in zunächst in unserem Kasten, da wir sehr unglücklich im Mittelfeld agierten, den Ball verloren und die gegnerische Stürmerin nicht mehr bremsen konnten. In den folgenden 5 Minuten waren wir dann mehrere Male nicht mehr Herr der Lage. Zum Glück blieb es bei dem einen Gegentor und wir besonnen uns wieder auf unser Passpiel. Maddy und Gabi konnten davon in der 80. und 85. partizipieren und machten mit dem 4 und 5:1 alles klar. Weitere gut herausgespielte Möglichkeiten oder nun auch mutige Solo´s blieben leider ohne Erfolg.

Alles in Allem ein hoch verdienter Sieg gegen einen überforderten Gegner. Die Konzentration stimmte bis auf die besagten 5 Minuten in der zweiten Halbzeit, die kämpferische Einstellung war Top. Das eine oder andere Tor nach sehenswerten Spielzügen hätte das Bild abgerundet. Sei´s drum – Tabellenspitze genießen – Mund abwischen – nicht drauf ausruhen – und in zwei Wochen gegen Mühlheim 07 nachlegen.

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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#6 von Jörg S. , 22.10.2017 20:45

SuS Niederbonsfeld - Mühlheim 07 7: 2 (3:0)

Wir waren auf einen ähnlichen tiefstehenden Gegner wie letzte Woche gegen Mettmann eingestellt. In den letzten beiden Wochen lenkten wir die Trainingsinhalte auf Passspiel, Durchstecken und Torabschluss. Damit, mit dem 5:1 gegen Mettmann und unserer Heimstärke im Rücken gingen wir selbstbewußt ins Spiel, nahezu unverändert, nur Ramona W. ersetzte Gabi in der Verteidigung, Paulina wieder auf der 10, dafür konnte Maddy in die Spitze.

Umso erstaunten wirkten wir, daß der Gegner von Anfang an mitspielen wollte. Für unsere erste nennenswerte Aktion benötigte 5 Minuten Anlauf. Dafür bekamen wir dann das Spiel besser in den Griff und setzten wie geplant dem Spiel unseren Stempel auf. Dennoch gelangen nur wenige Aktionen. Eine davon brachte Bhagi über die Linie. Das sorgte für mehr Sicherheit in den Kombinationen, der Ball lief nun gut durch unsere Reihen, der Gegner mußte hinterherlaufen. Zudem sind wir immer für eine Einzelaktion gut, Sophie´s Schuss aus 35 Metern landete hinter der Torfrau ins Netz, eine Kopie von Lara´s Tor von letzter Woche. Dann wurde Bhagi durchgesteckt und sorgte für das wichtige 3:0 noch vor der Halbzeit – zumindest eine effektive erste Hälfte.

Trotz des 3:0 nahmen wir in der Halbzeit Marianne, die ein gutes Spiel gemacht hat, vom Platz, um mit Michelle in der Spitze noch mehr Anspielstationen zu haben. Unser Spiel leidet bei einem solchen Gegner immer noch an notwendigen Möglichkeiten in vorderster Position.
Bevor wir davon profitieren konnten, legten wir uns zwei Eier selbst ins Netz. Bei zwei identischen Eckbällen waren wir nicht im Bilde und kassierten identische Tore, schwub - machten wir es wieder unnötig spannend.
Gut das dann bei Paulina der Knoten geplatzt zu seien scheint und Sie im Vierminutentakt beliebig traf, von links, von rechts, mit dem Kopf (naja, zählen wir mal das Eigentor für Sie) und aus kurzer Distanz. Kimberly kam zur Ergebnissicherung für Maddy.
Erwähnenswert noch ein Pfostenschuß von Lara, ein paar gute Paraden von Cora und - last but not least - ein direktes Traumfreistoßtor von Sophie aus 35 Metern - der aber leider indirekt war.

Im Endeffekt ein dreckiger – weil kein schöner – 7:2 Sieg. Wir werden weiter an der Spieleröffnung und Chancenerarbeitung und vor allem an der Konzentration arbeiten müssen, denn – bei aller Euphorie – höherklassige Mannschaften werden unsere Schwächemomente brutaler Ausnutzen.

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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#7 von Pillendreher04 , 30.10.2017 15:42

SV Heißen – SUS Niederbonsfeld 0:3 (0:1)

Sechstes Spiel, sechster Sieg, Tabellenführung – wir gehen unseren Weg konsequent weiter. Mit nur elf anwesenden bzw. gesunden Spielerinnen (dazu Lara und Mayra für den absoluten Notfall auf der Bank) und dem damit absolut letzten Aufgebot konnten wir einen ungefährdeten Sieg beim Tabellenletzten einfahren.

Gerade im Offensivbereich hatten wir ein quantitatives, wenngleich nicht unbedingt ein qualitatives Problem. Kimberly und Ramona H, die sonst eher defensiv unterwegs sind, mussten notgedrungen die Außenbahnen im Mitttelfeld besetzen, Bhagi rückte aus der Spitze neben Sabine auf die offensivere Sechs, Natascha begann vorne mit Michelle. Paulina hinter den Spitzen, die Dreierkette mit Chrissie, Sophie und Ramona W vor Cora.

Das Spiel begann so wir uns das vorgestellt hatten, bereits in der 6. Minute wurde Natascha auf links freigespielt und konnte im dritten Versuch das frühe 1:0 erzielen. Der Gastgeber spielte uns über den gesamten Spielverlauf in die Karten, verteidigte sehr hoch. Wir haben es aber so gut wie überhaupt nicht hinbekommen, das auszunutzen. Im Mittelfeld ging alles durch die Mitte, der Ball wurde viel zu lange gehalten, kein Spiel über außen, kaum ein gescheiter Ball hinter die Abwehr des Gastgebers, immer einen Schlenker zu viel, die Ecken eine Katastrophe. Wenn wir mal durchkamen, waren wir schneller als der Ball oder sind unterwegs eingeschlafen. Deswegen ergaben sich kaum zwingende Torchancen und wir mussten mit dem knappen Vorsprung zufrieden sein.

Wegen der dünnen Personaldecke konnten wir in der Pause keine Wechsel vornehmen, stellten aber innnerhalb der Mannschaft auf vier Positionen um. Natascha ging als eine der wenigen Linksfüßer ins linke Mitttelfeld, Ramona H wechselte auf die rechte Seite, Kimberly rückte zu Sabine und Bhagi in die Spitze. Wir haben die Defizite in der Halbzeit thematisiert und gehofft, dass wir uns im zweiten Abschnitt mit dem Rückenwind leichter tun.

Unser Spiel wurde etwas besser, aber wir waren meilenweit davon entfernt unsere fußballerischen Qualitäten abzurufen. Weiterhin Stockfehler ohne Ende, außer von Sophie und Sabine kein Spielaufbau von hinten raus, über außen nahezu keine Aktionen – dann wird es schwer bis unmöglich eine dicht gestaffelte Abwehr auseinander zu spielen und zu überwinden. Wir mussten uns bis zur 60. Minute gedulden ehe Paulina mit ihrem 8. Saisontreffer und einem trockenen Abschluss ins kurze Eck das 2:0 erzielte. Hatte man jetzt gedacht, dass wir nun ins Rollen kommen, wurde man ziemlich enttäuscht. Fast alles blieb Stückwerk. Bhagi wurde einmal auf die Reise geschickt, hatte Zeit ohne Ende, schloss viel zu früh ab und jagte den Ball an den Balken anstatt noch Meter zu machen und ihn der Torhüterin durch die Hosenträger zu legen. Kurz darauf machte sie es in der 81. Minute deutlich besser und erzielte nach einer ähnlichen Aktion das entscheidende 3:0. Paulina hatte noch die Chance auf das 4:0, nahm nach der Abwehraktion der Keeperin nicht ihr nächstes Tor, aber noch ein Andenken mit nach Hause.

Letztlich war es aufgrund der Harmlosigkeit des Gegners (lediglich ein Freistoß aus 25 Metern klatschte in der ersten Hälfte auf die Latte) ein nie gefährdeter Sieg, aber das Zuschauen hat über weite Phasen echt weh getan. Dennoch gibt es auch positive Aspekte. Wir haben endlich mal wieder zu Null gespielt, das ist uns gegen ähnliche harmlose Gegner vorher nicht gelungen. Wenn es offensiv nicht rund läuft wie heute muss erstmal der eigene Kasten sauber bleiben. Hätten wir uns heute früh einen Treffer gefangen, wären wir eher nicht in der Lage gewesen, das Spiel zu drehen. Sophie hat mal wieder eindrucksvoll gezeigt, wie gut sie der Mannschaft in der hintersten Linie tut, das hatte im Abwehrverhalten und in der Spieleröffnung alles Hand und Fuß, eine blitzsaubere Leistung.

Am kommenden Sonntag wollen und müssen wir zuhause gegen Leithe nahezu alles in unserem Spiel wieder deutlich besser machen, damit wir unsere unglaubliche Serie auf heimischem Terrain (kein einziger Punktverlust seit Beginn der letzten Saison) ausbauen können. Stand heute haben wir dann zum Glück wieder personell die Qual der Wahl.

 
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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#8 von Pillendreher04 , 06.11.2017 10:40

SUS Niederbonsfeld – SV Leithe 2:1 (1:1)

Mit einem Luxusproblem in Bezug auf die Kaderzusammenstellung gingen wir in das Spiel gegen Leithe und wollten die Defizite aus dem letzten Spiel möglichst komplett beseitigen. Wir begannen mit Chrissie, Sophie und Gabi in der Dreierkette vor Cora, im Mittelfeld starteten zentral Sabine, Lara und Paulina, auf den Seiten Sammy und Ramona H, vorne Michelle und Bhagi, auf der Bank nahmen zunächst Kimberly, Leonie und Maddy Platz. Wir wollten Leithe trotz der hohen 1:7-Niederlage vom letzten Wochenende total ernst nehmen, wir haben in der Vergangenheit leidvoll erfahren und mitgenommen, wie schwer diese Mannschaft zu bespielen ist.

Wir waren fokussiert, kamen aber schwer ins Spiel, waren nicht aggressiv genug, überließen dem Gast zu viel Raum, sodass Leithe in den ersten 20 Minuten optisch überlegen war. Zudem standen sie nahezu mit einer Fünferkette sehr kompakt, unsere Offensive fand zunächst keine Mittel sich zu behaupten. Der Gast attackierte unsere ballführende Spielerin kompromisslos, deswegen war ein geordneter Spielaufbau schwierig. Richtig gefährlich wurde es für uns dennoch selten, auch wenn die schnelle Spitze des Gastes uns öfter Probleme bereitete, die vereinzelten Brände konnten wir rechtzeitig löschen. In der 23. Minute entschied der gut leitende Schiedsrichter auf Foulelfmeter für Leithe. Wir wollten das Spiel von Cora über Sophie im eigenen 16er aufbauen, Sophie wurde sofort attackiert, verlor den Ball, wollte die Situation klären, traf auch den Ball – aber der Aufschrei ihrer Gegenspielerin war wohl Grund genug auf Elfmeter zu gehen. Leithe verwandelte die Situation eiskalt, flach in die Ecke – keine Chance für Cora. Nun musste sich natürlich einiges ändern, wollten wir das Spiel noch drehen und die weiße Weste zuhause behalten. Mit fortlaufender Spielzeit wurden wir deutlich aggressiver, die Körpersprache stimmte, wir haben den Kampf angenommen und uns auch vom einsetzenden Trashtalk nicht beeinflussen lassen. Wir bekamen langsam ein Übergewicht ohne uns eindeutige Einschusssituationen erarbeiten zu können. In der 35. Minute hatten wir dann aber das erste Erfolgserlebnis, Paulina ging auf der linken Seite in die Tiefe, konnte in den Strafraum eindringen, legte die Kugel von der Grundlinie in die Mitte und Bhagi spitzelte das Spielgerät nach tollem Laufweg aus kurzer Distanz über die Linie, wir waren wieder im Rennen. Bis zur Pause war das Spiel offen, wir hatten durch zu späte Fouls noch ein, zwei kniffelige Situationen über Freistöße vor unserem Kasten zu überstehen. Leider spielten wir den ein oder anderen Angriff zu kompliziert oder umständlich, wenn wir im Strafraum sind, müssen wir zum Tor ziehen und nicht den Ball nach außen zur Flanke ablegen. Leistungsgerecht mit 1:1 ging es in die Pause.

In der Halbzeit haben wir die Defizite wie immer deutlich angesprochen, den Mädels aber vor allem Mut gemacht. Wir wollten in puncto Aggressivität noch eine Schippe drauflegen, es war zu vermuten, dass die Mannschaft das Spiel gewinnt, die bereit ist, sich mehr Schrammen zu holen. Wir haben ja auch einige Kandidatinnen, die sich gerne provozieren lassen, das sollte unbedingt vermieden werden, um nicht in Unterzahl weitermachen zu müssen. Mit unverändertem Personal ging es weiter.

Auch die zweite Hälfte war sehr ausgeglichen, mit dem Unterschied, dass wir so gut wie nichts zugelassen haben, ein deutliches Zeichen gesteigerter Einsatzbereitschaft. Einmal mussten wir allerdings richtig bangen, als Gabi und Cora eine Situation, die unter Kontrolle war, durch fehlende Kommunikation scharf machten, das hätte aus dem Nichts böse ins Auge gehen können. Auf der anderen Seite konnten wir uns das ein oder andere Mal besser vom Gegner lösen, das Spiel über Verlagerungen schnell machen und hatten auch durch Michelle eine gute Einschussgelegenheit. Sabine ging mal wieder kämpferisch voran, knallte sich über gutes Stellungsspiel in die entscheidenden Zweikämpfe und konnte dies nahezu alle gewinnen, meist auch fair, sodass wir im Ballbesitz blieben. Nach 75. Minuten hatten wir immer noch die Hoffnung auf einen lucky punch, konnten uns ob der Leistung des Gegners aber grundsätzlich auch mit einem Punkt anfreunden. Dass wir dann doch noch die drei Punkte einfahren konnten, war einer Energieleistung von Michelle zu verdanken, die den Ball in der Spitze verarbeitete, sich unter Druck durchsetzen konnte und die Kugel von der Strafraumkante ins Tor nagelte. Wir haben dann auf ein 4-5-1 umgestellt, Kimberly kam für Michelle und rückte auf die linke Abwehrseite. Später kam noch Maddy für Lara, ging in die Spitze, Bhagi rutschte zu Sabine auf die Doppelsechs. Leonie ersetzte kurz vor Schluss Sammy. Wir sind nach der Führung sehr konzentriert geblieben, wir hatten deshalb den Eindruck, dass da nichts mehr anbrennen wird, waren aber doch froh, als der Schiedsrichter endlich abpfiff.

Das war heute mit Sicherheit kein Spiel fürs Auge, was aber hauptsächlich daran lag, dass der Gast uns nicht gelassen hat. Wir haben einen unbändigen Willen gezeigt und uns die Punkte unter Strich etwas glücklich, aber doch verdient geholt.
Mannschaftlich war das sehr geschlossen, Cora bekam wenig Zwingendes auf den Kasten, Sophie wieder aufgrund ihrer fußballerischen Klasse hinten zentral ganz souverän und abgeklärt, Gabi und Chrissie waren mit ihrer Aggressivität und Schnelligkeit ganz weit vorne dabei, tut weh und ist nicht schön, gegen die beiden spielen zu müssen. Zentral wurde uns im Mittelfeld ordentlich auf den Füßen gestanden, Paulina hatte es mit Sonderbewachung nicht leicht, bereitete dennoch beide Tore gekonnt vor, Lara technisch einwandfrei, ganz starke Ballverarbeitung und –kontrolle, körperlich in den Zweikämpfen hart angegangen und Sabine grandios in der Zweikampfführung mit der notwendigen Ruhe am Ball und dem gewohnt sehr guten Auge. Außen machten Sammy und Ramona ebenfalls einen guten Job, hatten mehr nach hinten zu tun als ihnen lieb sein konnte, unterstützten die Dreierkette aber defensiv mit enormer Laufleistung. Michelle und Bhagi hatten vorne lange einen schweren Stand, erzielten aber dennoch beide jeweils ein Tor. Für Michelle freut uns der Treffer doch ungemein, letztes Jahr noch 24 Meisterschaftstreffer, diese Saison bisher mit Ladehemmung, vielleicht geht der Knoten ja nun auf. Zu Bhagi fehlen einem manchmal die Worte, schon sehr beeindruckend, wie vielseitig sie ist, wie sie sich mit gerade mal 17 Jahren wehrt, die Zweikämpfe aufnimmt, sich behauptet, Beleidigungen seitens der deutlich älteren Gegenspielerinnen abprallen lässt, nie die fußballerische Linie verliert und auch noch regelmäßig trifft.

Ein Wort noch zu Mayra, Mariann und Ramona W, die wir aus dem 14er-Kader streichen mussten (ab davon waren Natascha und Rabea, die auch schon sehr gute Leistungen bei uns gebracht haben, gar nicht erst in der Verlosung). Das ist der Qual der Wahl geschuldet und macht uns Trainern keinen Spaß. Wir sind sicher, dass auch sie alle einen guten Job gemacht hätten, ihre Chance wird in naher Zukunft (wieder) kommen, es ist eminent wichtig einen breit aufgestellten Kader zu haben. Toll, dass Mariann und Ramona der Damen II helfen konnten und wollten, einen 14:2-Sieg einzufahren.

Am nächsten Wochenende fahren wir zu Essen-West (Anstoß 15:00 Uhr) und wollen natürlich auch dort gewinnen. Kadermäßig können wir aus dem Vollen schöpfen, wir haben aus 19 Spielerinnen auszuwählen, das sollte in dieser Woche im Training ein „Hauen und Stechen“ um die Kaderplätze geben…

 
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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#9 von Pillendreher04 , 13.11.2017 08:56

TUS Essen-West – SUS Niederbonsfeld 0:5 (0:0)

Eine starke zweite Halbzeit, in der auch endlich die sich bietenden Torchancen effektiv genutzt wurden, brachte uns den nächsten Dreier ein. Innerhalb von 17 Minuten schlug es fünffach in des Gegners Kasten ein. Unterm Strich ein deutlicher und hochverdienter Sieg, der aber zu hoch ausfiel. Der Gastgeber war in der ersten Hälfte deutlich besser als es der Tabellenstand verriet, brach nach unserem Führungstreffer aber gewaltig ein.

Personell hatten wir auch heute ein Luxusproblem, wir haben uns diesmal gegen Maddy, Ramona H und Leonie entschieden, auf der Bank nahmen Ramona W, Kimberly und erstmals Mayra Platz. In der Grundformation kam es nur zu zwei Änderungen gegenüber der Vorwoche: Mariann übernahm das rechte Mittelfeld für Ramona H und Gabi tauschte mit Sammy die Position. Wir haben aus den Erfahrungen des letzten Jahres Essen-West sehr ernst genommen, wussten um die offensiven Stärken und haben darauf hingewiesen, dass wir hochkonzentriert zu Werke gehen müssen, damit unser tabellarischer Vorsprung nicht schmilzt und sich nach dem Spieltag nicht vier Mannschaften innerhalb von vier Punkten an der Spitze der Tabelle bewegen.

Dass wir das umsetzen wollten, merkte man von Beginn an. Wir kamen gut ins Spiel rein und hatten auch in der ersten Hälfte von Halbzeit eins gute Abschlussgelegenheiten durch u.a. Gabi, Bhagi und Michelle, zudem eine Freistoßgelegenheit durch Sophie, aber entweder war der Abschluss nicht genau genug oder die gegnerische Torfrau hielt hervorragend, insbesondere gegen Michelle. Hätten wir ein bis zwei Buden gemacht, wäre höchstwahrscheinlich schnell Ruhe im Karton gewesen, haben wir aber nicht, sodass wir uns auch nicht hätten beschweren können, wenn wir durch die nahezu einzige Torchance des Gegners im gesamten Spiel zur Halbzeit 0:1 zurück liegen, ein zentraler Abschluss aus 20 Metern kurz vor dem Halbzeitpfiff landete am Außenpfosten.

In der Halbzeit haben wir darauf hingewiesen, dass sowohl offensiv und defensiv vieles bis alles in die richtige Richtung läuft, wir waren defensiv wach und aggressiv, konnten offensiv auch den ein oder anderen sehr durchdachten Spielzug ansetzen, die Spielverlagerung klappte durchaus gut, nur die Tore fehlten halt. Wir wollten keine Panik aufkommen lassen, ruhig und konzentriert bleiben und waren sicher, dass wir im Verlauf der zweiten Hälfte zuschlagen würden. Mit unverändertem Personal ging es weiter.

Der Dosenöffner war letzten Endes ein Distanzschuss von Paulina aus zentraler Position in der 55. Minute, der unhaltbar unterm Balken einschlug und der das Signal für den folgenden Torreigen war. Nur drei Minuten später konnte Bhagi auf 2:0 erhöhen, hatte sie vorher noch Pech bei einem Abschluss, wo sie nach außen abgedrängt wurde, so versenkte sie die Kugel nun eiskalt, nachdem sie sich gekonnt vom Gegner abgesetzt hatte, von Paulina toll freigespielt wurde, in die Tiefe startete und die Ruhe vor dem Kasten behielt. Weitere 8 Minuten später erzielte Michelle das 3:0 und bewies damit ihren Aufwärtstrend. Bis zur 72. Minute konnten Paulina mit ihrem zweiten Treffer nach einem Gewühl im Strafraum aus kurzer Distanz und Sophie mit einem gefühlvoll angesetzten Schuss aus 20 Metern auf 5:0 erhöhen. Auch danach hatten wir weiter sehr gute Szenen, taten uns ob des Spielstandes natürlich leichter, weitere Treffer fielen aber nicht. Nach dem 3:0 kam Mayra zu ihrem ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison und ersetzte Mariann auf rechts, sechs Minuten später kamen per Doppelwechsel noch Ramona W und Kimberly für Sammy und Lara ins Spiel.

Das deutliche Ergebnis lässt auf ein einseitiges Spiel schließen, wir mussten aber lange fighten und "zittern" bis wir es dahin bekamen. Es war eine abgeklärte Mannschaftsleistung, sehr erfreulich, dass wir wieder zu Null gespielt haben, defensiv sind wir gegenüber der letzten Saison deutlich stabiler geworden und können uns mal eher offensive Durststrecken leisten, aber auch die Rückkehr zur gewohnten Durchschlagskraft im Angriff wird nur eine Frage der Zeit sein.

Am nächsten Sonntag müssen wir zuhause gegen TS Rahm ab 13 Uhr genau diese Einstellung und Leistung abrufen, um alle Punkte zu behalten und ein verlustpunktfreies (!) Pflichtspieljahr 2017 auf der heimischen Wiese feiern zu können. Kadermäßig werden wir erneut die Qual der Wahl haben, diese Aussicht kann nur förderlich für die Trainingsarbeit und –intensität in dieser Woche sein.

 
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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#10 von Pillendreher04 , 20.11.2017 09:59

SUS Niederbonsfeld – TS Rahm 8:0 (3:0)

In einem einseitigen Spiel wurde der Gast aus Duisburg nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte dann doch noch deutlich und auch in dieser Höhe mehr als verdient mit 8:0 auf die Heimreise geschickt. Mit diesem Sieg, der weitaus höher hätte ausfallen müssen, haben wir die Tabellenspitze behauptet, in der Tordifferenz einiges gut gemacht und es tatsächlich zustande gebracht im Kalenderjahr 2017 keinen einzigen Punkt zuhause in Pflichtspielen abzugeben, Respekt !

Hatten wir Mitte der Woche noch die Qual der Wahl bezüglich des Aufgebots, so fielen uns bis zum Wochenende noch Sammy und Mayra kurzfristig aus, sodass es dieses Mal mit einem 13er-Aufgebot reichen musste, nachdem Mariann und Leonie in der Zweiten zum Einsatz kamen und dort zum 3:2-Sieg gegen RWE beitrugen, danke dafür! Wir starteten in der Spitze und im zentralen Mittelfeld mit den in den letzten Begegnungen bewährten Kräften, im linken Mittelfeld Gabi, rechts bekam Maddy eine neue Chance, neben Sophie kamen in der Dreierkette diesmal Kimberly und Ramona W zum Einsatz vor Cora. Auf der Bank saßen zunächst Ramona H und Chrissie, die zur zweiten Hälfte bzw. nach 64 Minuten für Gabi und Kimberly mitwirkten.

Wir wollten deutlich schneller in Führung gehen als in den letzten Spielen, das Spiel frühzeitig entscheiden, wieder zu Null und vor allem viel besser Fußball spielen. Bis zum 1:0 durch Laras Distanzschuss in der 9. Minute hätten bereits zwei Tore fallen müssen. Paulinas Doppelpack in den Minuten 23 und 44 sorgte für einen klaren 3:0-Pausenstand. Dass nicht weiteres Zählbares aus der Feldüberlegenheit heraussprang, lag an zu vielen unnötigen langen Bällen in die Spitze, die dort nicht kontrolliert oder erlaufen werden konnten. Wir haben die erhofften Wege über außen durchaus angeboten, hätten den Bällen aber auch mal entgegen kommen und das Kurzpassspiel pflegen sollen. Dass das trotz des Ergebnisses deutlich zu wenig war, darauf haben wir das Team in der Pause hingewiesen, wir wollten in Hälfte zwei etwas fürs Torverhältnis tun.

In den zweiten 45 Minuten fielen dann auch immerhin noch fünf weitere Treffer durch Bhagi (2), Paulina, Michelle und Sophie, wobei der Kopfballtreffer von Sophie nach einer der vielen guten Eckbälle von Maddy das Highlight war. Mit fortlaufender Spielzeit wurde der Klassenunterschied auf dem Platz immer deutlicher, der Ball lief flüssig durch die eigenen Reihen, das sah auch deswegen bisweilen sehr gut aus, weil wir uns besser bewegt haben und der Gast immer schlechter in die Zweikämpfe kam. Für etwas Spannung sorgten ein, zwei Tänzchen von Sophie am eigenen Strafraum, zum Glück war Cora, die sonst nicht viel zu tun hatte, glänzend auf dem Posten. Was wir an klarsten Chancen noch alles liegen gelassen haben, das ist nahezu unglaublich, insbesondere Bhagi und Paulina hätten sich in der ligainternen Torschützenliste locker an Position eins bzw. drei setzen müssen. Es lag vor allem am eigenen Unvermögen, aber auch an einigen sehr guten Paraden der Torfrau, dass dieses Spiel nicht deutlich zweistellig ausgegangen ist. Hier müssen wir viel cleverer im Abschluss werden, ein paar Schritte mehr gehen, die Bälle ins Tor schieben als mit Brachialgewalt zum Erfolg kommen zu wollen.

Wir gehen mit der Optimalausbeute von 27 Punkten aus neun Spielen in die Pause am kommenden Wochenende, bevor wir zum Derby und letzten Vorrundenspiel am 03.12. in Niederwenigern antreten und eine Woche darauf in Wanheim bereits die Rückrunde einläuten. Die Wichtigkeit dieser beiden Spiele ist uns total bewusst, wir müssen fokussiert bleiben, wir sind bisher einen guten Weg gegangen, haben aber noch nichts erreicht.


 
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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#11 von Pillendreher04 , 04.12.2017 10:01

SF Niederwenigern – SUS Niederbonsfeld 0:4 (0:2)

Auch das letzte Vorrundenspiel konnten wir im Derby siegreich gestalten. Der souveräne Sieg war nie gefährdet, die Mannschaft zeigte eine sehr abgeklärte Leistung, wobei spielerische Elemente auf dem durch die vorangegangen Schneefälle geräumten und gut bespielbaren Untergrund definitiv nicht zu kurz kamen.

Das Aufgebot gegenüber der Vorwoche blieb unverändert, zusätzlich rutschte Leonie in den Kader und auch direkt in Startelf, wo sie vor Cora zusammen mit Chrissie und Sophie die Dreierabwehrkette bildete. Im Sturm begannen wir erneut mit Michelle und Bhagi, das zentrale Mittelfeld wie üblich mit Sabine, Lara und Paulina, außen links Ramona H und rechts Maddy. Auf der tiefgekühlten Bank mussten zunächst Kimberly, Ramona W und Gabi Platz nehmen. Sie waren dort in guter Gesellschaft bei den zahlreich mitgereisten Schlachtenbummlern.

Wir wollten von Beginn an die Zügel in die Hand nehmen. Der Fokus lag besonders auf dem Kurzpassspiel, wir wollten mit Spielverlagerungen die Kugel und den Gegner laufen lassen und uns damit Platz und Räume schaffen. Wir haben die Zielvorgaben auch direkt umgesetzt und uns in der ersten Viertelstunde schon gute Gelegenheiten erarbeitet, die aber leider noch ungenutzt blieben. Nach 18 Minuten erzielte Bhagi aber dann mit ihrem bereits 11. Saisontreffer die verdiente Führung, indem sie einem tollen Ball in die Spitze von Maddy nachging und humorlos vollendete. Wir behielten das Spiel weiterhin voll im Griff, das Aufbauspiel des Gastgebers wurde meist im Keim erstickt und sofort wieder der Gegenangriff gefahren. Es dauerte bis zur 32. Minute ehe Paulina das 2:0 erzielen konnte. Vorausgegangen war eine der vielen guten Ecken von Maddy, in die Paulina startete und die Kugel per Kopfball in die Maschen jagte. Auch danach lief das Spiel nur in eine Richtung, ohne dass wir weiteres Kapital daraus schlagen konnten. Ramona H hätte fast ihren ersten Meisterschaftstreffer im Damenbereich erzielt und Sabine traf mit einem Strich aus der Distanz nur den Querbalken. Die anschließende Pause sehnte wohl am allermeisten Cora herbei, die außer bei Rückpässen keine Kontakte hatte.

In der Pause waren wir sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung, viele Elemente, die wir immer wieder trainieren waren trotz der Platzverhältnisse zum ersten Mal über längere Abschnitte zu sehen, so konnte und sollte es weitergehen. Da ein Derby für alle Beteiligten etwas Besonderes ist, haben wir in der Pause schon zweimal gewechselt, Gabi und Kimberly ersetzten Chrissie und Leonie, die ihre Sache in der ersten Hälfte gut gemacht hatten. Einige Minuten nach Wiederanpfiff kam auch Ramona für Ramona ins Spiel, Gabi rückte eine Position vor ins linke Mittelfeld.

Wir haben auch die zweite Hälfte dominiert und weiter auf Angriff gespielt und ließen nur eine einzige Torchance von Niederwenigern zu, beim Abschluss musste Cora aber nicht eingreifen. Auf der anderen Seite brachten wir zwei weitere Treffer per Doppelschlag durch Michelle und Paulina in der 60. und 61. Minute zustande. Wenn wir uns etwas vorwerfen lassen müssen, dann die Tatsache, dass wir aussichtsreiche Möglichkeiten teils kläglich vergeigt haben. Auf der anderen Seite stand auch im dritten Spiel hintereinander die Null, was wirklich sehr positiv ist. Mit unseren bisher fast 50 Treffern bei deutlich weniger Gegentreffern als in der Vorsaison sind wir auf einem mehr als guten Weg.

Das war eine geschlossene und sehr engagierte Mannschaftsleistung, es wurde richtig gut zugestellt und aggressiv verteidigt, insbesondere Michelle machte den ein oder anderen Weg nach hinten mit und holte die Bälle zurück. Im zentralen Mittelfeld haben wir viel Ruhe reingebracht und die Bälle bisweilen sehr gut verlagert. Nach vorne war Dampf drin, auch das Spiel über die Außenpositionen klappte deutlich besser als in vielen Spielen zuvor. So kann es weitergehen.

Falls die Witterung mitspielt starten wir am kommenden Wochenende beim SV Wanheim (Anstoß 13:00 Uhr) im letzten Spiel des Jahres 2017 in die Rückrunde. Wir wissen, dass ein sehr unangenehmer Gegner auf einem noch unangenehmeren Platz auf uns wartet, wo wir wieder alles investieren müssen, um erfolgreich zu sein, sprich die nächsten drei Punkte einzufahren. Sollte uns das gelingen steht einer rauschenden Weihnachtsfeier sicher nichts im Wege…

 
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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#12 von Pillendreher04 , 19.02.2018 09:54

SV Wanheim – SUS Niederbonsfeld 0:1 (0:0)

11. Meisterschaftsspiel, 11. Sieg – das war ein ergebnistechnisch perfekter Auftakt in die Rückrunde. In einem kampfbetonten Spiel auf Wanheimer Schlamm war fußballerisch weniger zu erwarten, wir wollten in diesem schweren Auswärtsspiel, wo wir im letzten Jahr die Meisterschaft vergeigt hatten, den Ticken mehr Leidensbereitschaft zeigen, unsere Siegesserie und unseren tabellarischen Vorsprung unbedingt ausbauen. Letztlich ist uns das mit dem denkbar knappsten Ergebnis auch gelungen. Dass es lange der Tanz auf der Rasierklinge blieb, lag leider mal wieder an uns selbst und unserem unvorstellbarem Chancenwucher. Toll hingegen, dass wir im vierten Spiel in Folge gegentorfrei geblieben sind.

Nach relativ kurzer Vorbereitung hatten wir kadertechnisch vor dem Spiel größere Sorgen aufgrund der Prüfungsphase einzelner und/oder der Verletzung/Krankheit und Abwesenheit anderer. Zwei Stunden vor Abfahrt meldete sich auch noch als Krönung Paulina mit Fieber ab. In einer Hauruck-Aktion konnten wir Darja als „Ersatz“ rekrutieren, die in der laufenden Meisterschaft noch keine einzige Sekunde auf dem Platz stand. Als Back-up vorgeshen, rutschte sie dann auch direkt in die Startformation im rechten Mittelfeld, da sich die dort eingeplante Amelie nicht zu 100% fit fühlte. Sie saß zunächst mit Natascha auf der Bank. Den schnellen Leuten des Gegners in vorderster Linie wollten wir mit einer ungewohnten Viererkette Herr werden, die von Chrissie, Leonie, Sophie und Sammy gebildet wurde. Zentral übernahm Bhagi die Zehnerposition von Paulina, Lara und Sabine wie gewohnt, links begann Maddy. Michelle, die unter der Woche das Training abgebrochen hatte, konnte spielen und bildete die einzige Spitze. Wir wollten an die sehr gute Leistung des letzten Testspiels in Urdenbach anknüpfen, die Spielverlagerung und die Vorstöße über außen wiederholen.

In den ersten 15 bis 20 Minuten waren wir überhaupt nicht im Spiel, kamen kaum in Richtung oder über die Mittellinie, wurden eingeschnürt und waren nicht in der Lage uns zu befreien. Wirkliche Torgefahr für Wanheim entstand aber auch nicht, weil wir hinten meist dicht gestaffelt und damit gut standen. Nachdem mit Sabine die erste bäuchlings im Matsch landete, wollten die anderen nicht nachstehen und wir kamen über den Kampf immer besser ins Spiel. Der Ball konnte platzbedingt nicht wirklich laufen, wir näherten uns der gegnerischen Kiste aber über einfache und präzise Spielzüge immer besser an. Insbesondere über rechts und Darja kamen wir immer öfter ins letzte Drittel. Dass es zur Halbzeit nicht 3:0 für uns steht, ist kaum zu begreifen und hat auch wenig mit Pech zu tun. Zweimal Maddy und einmal Michelle haben es tatsächlich geschafft aus 5 Metern oder weniger den Ball an den Pfosten oder übers Tor zu dreschen, besonders schlimm, dass es noch nicht einmal mehr eine Torfrau zu überwinden galt. Unvermögen pur. Schießt ja niemand extra daneben, aber diese Dinger muss frau fast mit Badelatschen machen.

In der Halbzeit hatten wir dann gemischte Gefühle. Einerseits gingen wir konzentriert und griffig zu Werke, andererseits schießt bei so vielen Fahrkarten eigentlich der Gegner das erste Tor. Darauf haben wir in der Halbzeit deutlich hingewiesen, wir wollten keinen Deut an Aggressivität abgeben und uns weiter in das Spiel verbeißen. Mit zunächst unverändertem Personal ging es in die zweite Hälfte, in der der Untergrund immer weicher wurde.

Bereits nach vier Minuten ist uns dann doch das immens wichtige 1:0 gelungen. Bei einem Gegenstoß lief Darja über rechts mit in die Tiefe, bekam das Zuspiel und vollendete eiskalt aus rund 10 Metern zentraler Position. Das war der erhofft gute Auftakt, änderte aber nichts daran, dass noch 40 Minuten Schwerstarbeit auf uns warteten, zumal die letzten 7 Minuten der vergangenen Saison noch in den Köpfen hingen, wo wir eine 2:0-Führung noch abgegeben haben. Es blieb bis zum Schlusspfiff ein Abnutzungskampf auf Biegen und Brechen. Wanheim musste etwas machen, machte auf, wir hofften auf einen Konter und den zweiten Wirkungstreffer. Bhagi setzte einem Ball hinterher und wurde beim Abschlussversuch von der Torhüterin übel, aber nicht absichtlich getroffen, das hörte sich nicht gut an und sah auch nicht gut aus, zum Glück ging es aber noch ein paar Minuten für sie weiter, bevor Natascha zum Zug kam und ganz vorne agierte, Michelle rutschte zusätzlich in die Mittelfeldzentrale. Kurz davor kam schon Amelie für Maddy ins Spiel, sie sollte mit ihrer Frische über links zielstrebig in die Tiefe gehen und in Strafraumhöhe zum Abschluss kommen. Fast wäre ihr so auch das zweite Tor gelungen, ihr strammer Schuss strich aber etwa einen Meter am Kasten vorbei. Natascha lief noch zweimal mehr oder weniger unbedrängt aufs Tor zu, der erste Abschluss war nicht präzise genug, beim zweiten verließ sie der Mut, sie legte quer ins Niemandsland anstatt abermals den Abschluss zu suchen. So ging das große Zittern weiter, das war von außen kaum auszuhalten. Wir mussten noch den ein oder anderen Freistoß vor unserem 16er überstehen, dann pfiff der nicht immer glücklich leitende Schiedsrichter das Spiel endlich ab.

Großes Kompliment an jede einzelne, das war ein grandioser Fight in einem immens wichtigen Spiel. Cora bekam relativ wenig Gefährliches auf Tor, war aber immer auf der Höhe, wenn sie gebraucht wurde. Chrissie (gewohnt aggressiv), Leonie (sehr lautstark dirigierend und motivierend), Sophie (wie üblich überragend im Stellungsspiel) und Sammy (nahezu immer zuerst am Ball) haben ihre Aufgabe mit viel Leidenschaft hervorragend erfüllt. Bhagi (hatte Startprobleme auf ungewohnter Position, biss sich aber immer besser ins Spiel hinein), Sabine (überragend aggressiv mit gewohnt gutem Auge für die Pässe in die Tiefe), Lara (cool wie immer, sogar grätschend Richtung Abpfiff) überzeugten allesamt mit größter Kampfeslust. Maddy kam über links diesmal nicht gewohnt in die Tiefe, hätte trotzdem zwei Tore schießen müssen, gab aber ebenfalls alles. Michelle war nach dem Spiel nicht mehr als Michelle erkennbar, zerrissene Klamotten, schlammig von oben bis unten, hatte alleine vorne drin einen schweren Stand gegen giftige, schnelle(re) Gegenspielerinnen, machte viele Bälle fest, konnte sie halten und meist geschickt weiterleiten. Last but not least Darja – totaler Kaltstart, gespielt als wäre das alles völlig normal mit der Vorgeschichte, das Golden Goal erzielt, alles gesagt.

Wir hoffen am kommenden Sonntag zuhause gegen Oberhausen auf die Rückkehr einzelner Spielerinnen, die heute gefehlt haben und eine entspanntere Kadersituation. Für die, die zurückkommen, wird es nach der gezeigten Leistung aber kein Selbstläufer in den Kader oder in die Startelf zu rutschen, das Level, was Leidenschaft, Aggressivität und Leidensfähigkeit betrifft, liegt nun ziemlich hoch. Wir nehmen den Tabellenletzten aus Oberhausen total ernst und wollen unseren Vorsprung auf die wieder spielfreien Hamborner auf 9 Punkte ausbauen, bevor wir schon wieder zwei Wochen Pause in der Meisterschaft haben.

 
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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#13 von Pillendreher04 , 19.03.2018 10:08

GW Hamborn – SUS Niederbonsfeld 1:4 (1:0)

Unter der Woche hatten wir durch den Nichtantritt von TB Oberhausen drei Punkte kampflos am grünen Tisch bekommen. Wir hätten nach der erneuten, längeren witterungsbedingten Zwangspause gerne gespielt, um wieder in den Rhythmus zu kommen, es sollte nicht sein. Dementsprechend schwierig waren die Voraussetzungen vor dem Spitzenspiel in Hamborn mit nur zwei Trainingseinheiten und einem nach wie vor großen Verletzten- und Krankenstand. Die Art und Weise, wie die Truppe den 0:1-Halbzeitrückstand noch in einen großartigen 4:1 Auswärtssieg gedreht hat, war nach Hälfte eins nicht zu erwarten und großartig.

Kurz vor der Abreise nach Hamborn mussten wir noch die Absage von Sabine verkraften, damit fehlte ein wichtiges aggressives Gen in der DNA. Nichtsdestotrotz waren wir immer noch mehr als gut aufgestellt und gingen positiv ins Spiel, hatte uns doch die gezeigte Leistung von Hamborn aus der Vorwoche in Mettmann nicht wirklich beeindruckt. Wir wussten, auf was es ankommen musste und die Mädels schon unter der Woche ausführlich gebrieft. Wir hatten vorab zwei richtig gute Trainingseinheiten, deswegen war uns nicht bange.

Aus dem 14er-Kader nahmen zunächst Ramona W, Maddy und Amelie, die noch kurzfristig für Sabine aus dem Bett geholt werden musste, auf der Bank Platz. Wir begannen im unüblichen 4-5-1-System und mussten durch Sabines Ausfall noch einiges in der Aufstellung umstricken. Cora im Tor war klar, Michelle als einzige Spitze auch. Da Bhagi länger krank war und in der Woche noch einen Rückfall erleiden musste, war nicht klar, wie ihr Fitnesszustand wirklich war, deswegen bildete sie mit Leonie die Innenverteidigung, nichts Ungewöhnliches, ist sie doch die Allzweckwaffe und kann wirklich jede Position ausfüllen. Rechts begann Chrissie, links Sammy. Sophie rückte aus der Innenverteidigung auf die Sechserposition mit Lara, Paulina davor, rechts Mariann, links Rabea. Wir wussten, dass Hamborn mit aller Macht in die Offensive gehen würde, wollten sehr kompakt sein und dann die Lücken nach vorne zentral im Eins-gegen-Eins oder über die Flügel nutzen, da Hamborn in der Vorwoche nicht den lauffreudigsten Eindruck nach hinten machte.

Das Spiel begann so wie wir es erwartet hatten, Hamborn mit oder weniger vier Leuten in vorderster Front in einem gefühltem 4-2-4. Auf zunächst noch gefrorener, aber durchaus bespielbarer Asche waren wir direkt mehr als gut beschäftigt, hatten große Probleme ins Spiel zu finden, konnten uns so gut wie nicht befreien. Die defensive Disziplin war dennoch gut, richtig viel Gefährliches haben wir nicht zugelassen, obwohl der Gastgeber insbesondere über rechts sein Glück versuchte, hier waren Sammy im Verbund mit Bhagi oder Leonie aber meist noch rechtzeitig Frau der Lage. Nach vorne haben wir nicht stattgefunden, erst nach einer halben Stunde haben wir ansatzweise eine Bindung zum Spiel gefunden. Michelle hatte es natürlich vorne alleine auf weiter Flur schwer, über außen kamen wir nicht in die Tiefe, weil wir auch keine Wege angeboten haben, das Nachrücken aus dem zentralen Mittelfeld klappte nicht, häufig verzettelten wir uns, machten so gut wie immer den einen Schlenker zu viel und hatten kein gutes Passspiel. Dass wir mit dem 0:1 in der 41. Minute in die Pause gingen war verdient, vorausgegangen war eine Kette von nicht konsequent geführten Zweikämpfen, wir kamen immer einen Schritt zu spät, sodass es dann schließlich auch in unserem Kasten klingelte.

Wer denkt, dass wir die Mädels in der Halbzeit aufgrund des Endergebnisses von 4:1 richtig zusammengestaucht haben, den müssen wir leider enttäuschen. Wir haben wie immer die Fehler ruhig und klar angesprochen. Wir wollten ohne Hektik und personell unverändert in die zweite Hälfte gehen, wir hatten schließlich noch 45 Minuten Zeit das Ding zu unseren Gunsten zu drehen, zumal wir den Eindruck hatten, dass Hamborn nicht unbedingt konditionsstark unterwegs ist. Wir hatten uns eine taktische Änderung ab Minute 60 zurechtgelegt und mussten auch abwarten, ob sich das Nasenbluten von Rabea legen würde, die in der ersten Hälfte einen ordentlichen Treffer durch das Spielgerät einstecken musste, weswegen wir in der ersten Hälfte auch bestimmt fünf Minuten in der Unterzahl agierten. Klar war, dass von uns viel mehr nach vorne kommen musste, das war in der ersten Hälfte rein gar nichts.

Im Endeffekt hatten wir auch das notwendige Glück bereits in der 49. Minute den Ausgleich erzielen zu können. Endlich konnten wir den Ball im Mittelfeld mal zielgerichtet in die Zwischenräume stecken, Rabea stand auf links blank wurde in die Tiefe geschickt, machte noch 15 Meter mit dem Ball am Fuß, legte quer auf Michelle, die die Kugel souverän in des Gegners Kasten legte – unsere allererste Torchance bis dahin, kann man wohl von Effektivität sprechen. Wir müssen auch zugestehen, dass sowohl Rabea als auch Michelle in leicht abseitsverdächtiger Position beim Steilpass aus dem Mittelfeld standen, Michelle beim Abschluss aber keinesfalls. Damit konnten wir unsere geplanten taktischen Veränderungen zum Glück direkt wieder verwerfen, wir wären damit sehr viel Risiko gegangen. Der Treffer zeigte beim Gastgeber Wirkung, wir kamen auf immer seifigerem Platz immer besser ins Spiel, hatten viel mehr Zugriff. Vielleicht kam auch die Erinnerung an das letzte Spiel in Wanheim hoch, hatten wir uns dort in der Schlammschlacht doch offensichtlich ganz wohl gefühlt. In den folgenden zwanzig Minuten entwickelte sich ein Kampfspiel und ein Tanz auf der Rasierklinge, wir wollten nicht voll ins Risiko gehen, mit dem Punkt konnten wir schließlich auch gut leben, Hamborn musste was machen, wollten sie im Kampf um den Aufstieg noch eine Rolle spielen. Wir haben kühlen Kopf bewahrt und konnten nach 70 Minuten durch Paulina und einen berechtigten Foulelfmeter in Führung gehen. Zuvor wurde Michelle in die Tiefe geschickt und im 16er kurz vor dem Abschluss von den Beinen geholt. Der Jubel war noch nicht wirklich verklungen als Paulina fünf Minuten später per Doppelpack und gezieltem Abschluss aus halblinker Position in die lange Ecke auf 3:1 erhöhte. In der 81. Minute kam Maddy für Rabea ins Spiel, die auf ungewohnter Position wie alle Zeit brauchte, um ins Spiel zu kommen, dann aber wieder ein tolles Spiel ablieferte, viel unterwegs war. Spätestens mit dem 4:1 durch Michelle nur zwei Minuten später war der Drops dann endgültig gelutscht. Auch Paulina und Lara hatten dann ihre Schuldigkeit getan, alles gegeben, für die beiden kamen Ramona und Amelie ins Spiel, letztere hatte über rechts noch eine gute Gelegenheit, um auf 5:1 zu erhöhen, ihr strammer Abschluss wurde gerade noch rechtzeitig geblockt.

Unterm Strich ist der dreizehnte Sieg im 13. Meisterschaftsspiel für uns natürlich ein Riesenschritt in Richtung Aufstieg in die Landesliga. Der am Ende deutliche Auswärtssieg war nach der ersten Hälfte nicht wirklich zu erwarten. In Hälfte zwei haben unsere Mädels aber wieder einmal gezeigt, was in ihnen steckt, wenn das Selbstvertrauen da ist und wir auch bereit sind, uns schmutzig zu machen und uns blaue Flecken zu holen. Den Ausfall von Sabine in einem derart wichtigen Spiel wegzustecken ist alles andere als leicht, zuvor in Wanheim mussten und konnten wir bereits Paulina ersetzen – das zeugt von einer hohen Qualität in der Kaderbreite, die wir absolut brauchen, es kommt auf jede einzelne an im richtigen Moment da zu sein.

Mannschaftlich war das eine geschlossene Leistung, der Matchwinner war aber doch Michelle, die sich gegen eine unangenehme Gegenspielerin mit fortlaufender Spielzeit immer besser ins Spiel gebissen hat, vorne die Bälle sicherte, den Elfmeter herausholte und noch zwei Buden selbst machte. Die Viererkette machte einen immer besseren Job, Bhagi und Leonie (endlich jemand, der im Spiel mal richtig den Mund aufmacht!) gewohnt bissig und robust, ebenso Chrissie und Sammy, die häufig einfach eher am Ball waren. Mariann auf ungewohnter Position außen mit einer exzellenten Ruhe am Ball, ebenso Lara, die noch zum Grätschenmonster mutiert. Sophie gewohnt energisch mit hervorragendem Stellungsspiel, leider nicht immer mit der notwendigen Dynamik und dem Mut nach vorne, um Paulina zu unterstützen, die zunächst gar nicht ins Spiel fand, dann aber die Verantwortung beim Elfmeter übernahm und nochmals nachlegte. Maddy, Ramona und Amelie hatten nicht mehr viel Zeit sich zu zeigen, haben ihre Aufgaben aber auch souverän in den letzten 10 Minuten erfüllt. Cora hat nicht viel Gefährliches entschärfen müssen, war immer da, wenn sie gebraucht wurde, wieder ein Zeichen dafür, dass unsere Abwehrarbeit ganz passabel ist. Haben wir im Verlauf der bisherigen Saison noch Migräneanfälle ob unserer Chancenverwertung bekommen, so müssen wir heute feststellen, dass alles, was wir in Richtung gegnerische Kiste bekommen haben, auch drin war – vier Chancen, vier Tore, macht 100 %, bemerkenswert. Ebenfalls bemerkenswert schlecht allerdings unsere Einwürfe, da war nahezu jeder falsch (wurde auch richtigerweise abgepfiffen), das kann nicht sein.

Wir haben nur ein weiteres Spiel, wenn auch ein extrem wichtiges, siegreich gestaltet, wir haben viele Tiefen im Spiel gehabt, aber auch einige Lichtblicke und eine tolle Moral. Wir haben das Spiel vielleicht glücklich in der Höhe, aber letztlich dennoch verdient gewonnen, weil wir mehr im Tank hatten. Wir haben gefeiert, müssen in der einzigen Trainingseinheit am Mittwoch weiter Gas geben und Einwürfe üben, wir haben es uns verdient am Freitag auf das Training zu verzichten und zum Länderspiel gegen Spanien nach Düsseldorf und in die Altstadt zu gehen.

Am kommenden Sonntag um 13:00 Uhr gegen Mettmann müssen wir zuhause aber wieder voll auf der Höhe sein und alles geben wollen, um den schönen Vorsprung nicht direkt wieder aus der Hand zu geben. Es ist noch rein gar nichts erreicht, wir haben genug Baustellen und noch 7 Spiele – wir müssen weiter fokussiert bleiben, denn: Es liegt nur an uns!

 
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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#14 von Pillendreher04 , 26.03.2018 09:23

SUS Niederbonsfeld – Mettmann-Sport 5:0 (3:0)
Im spielerisch wohl besten Match dieser Runde mit dem diesmal wirklich allerletzten Aufgebot den nächsten Dreier eingefahren und den Vorsprung auf Hamborn auf 8 Punkte ausgebaut zu haben – das ist in vielerlei Hinsicht schon außergewöhnlich !
Die Trainingswoche war von vielen schlechten Nachrichten geprägt: Mariann mit Bänderriss aus dem Hambornspiel, Bhagi mit Bänderverletzung aus dem Schulsport, Sabine nach Krankheit immer noch nicht einsatzbereit, genauso wie Gabi, dazu die Urlauber Maddy, Chrissie und Kimberly, weiterhin Maren und Jana keine Optionen, da in der DII gebraucht und Amelie, Leonie und Lara unter der Woche krank – da wird die Luft schon mehr als dünn. Die gute Nachricht: Wir haben es wieder geschafft, eine Mannschaft zusammen zu bekommen, immerhin sogar einen 13er-Kader, wobei Mayra nach dem Aufwärmen auch schon keine Option mehr war und Ramona H studiums- sowie verletzungsbedingt das letzte Mal gefühlt auf der Weihnachtsfeier 2017 gesehen wurde.

Natascha nahm zunächst auf der Bank Platz, mit den übrigen elf Mädels starteten wir wie folgt:

Cora – Sammy, Ramona H, Leonie, Ramona W – Amelie, Sophie, Paulina, Lara, Rabea – Michelle

Groß bange war uns vor dem Spiel trotzdem nicht, weil wir im Verlaufe der Saison gesehen haben, dass wir uns auf jede einzelne verlassen können, dass jede voll da ist, wenn sie gebraucht wird.
Auch wenn die Euphorie im Verein spätestens seit dem letzten Sonntag und dem Sieg in Hamborn sehr groß ist, so wissen wir doch, das nichts von alleine geht, dass wir immer 100 % abrufen müssen, um erfolgreich zu sein und gerade jetzt nicht nachgeben dürfen. Mit entsprechend großer Einsatzbereitschaft wollten wir wieder besser Fußball spielen, was in den beiden letzten Auswärtsspielen aufgrund der Platzverhältnisse nur begrenzt bis (un-)möglich war. Wir wollten einfache Dinge umsetzen, den Ball laufen lassen, die Außen suchen und mannschaftlich gut verschieben, um schnell wieder in Ballbesitz zu kommen. Dazu ist natürlich eine hohe Laufbereitschaft erforderlich, hierfür haben sich alle ausnahmslos über das Spiel gesehen eine Eins mit Sternchen verdient.

Wir kamen blendend (bei tollem Fußballwetter und deshalb vor erstaunlich vielen Zuschauern) ins Spiel hinein und konnten bereits in der 8. Minute mit der ersten Torchance durch Paulina in Führung gehen, da war sie wieder, die Effektivität aus der Vorwoche. Bereits nach 15. Minuten lag die Kugel zum zweiten Mal in des Gegners Kasten, Michelle wurde geschickt und schloss unter Bedrängnis eiskalt und überlegt ab. Danach spielten wir uns in einen Rausch, waren total beflügelt, Rabea und Amelie setzten genau das um, was wir sehen wollten, sie waren mutig und suchten die langen Wege über außen, kamen immer wieder auf die Grundlinie, legten die Bälle quer oder auf den Elfmeterpunkt zurück, nur war da leider niemand, der „nur“ noch hätte vollenden müssen. Dies war natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass die ein oder andere ob der großen Laufleistung dann doch nicht mehr die letzten Meter mitgehen konnte oder wollte. Wir haben gegen Ende der ersten Hälfte die Balance in unserem Spiel verloren, wir hätten auch besser mal auf den Ball getreten und den ein oder anderen Vorstoß weggelassen, um Kräfte zu schonen. Deswegen stimmte es auch plötzlich nicht mehr wirklich in der Rückwärtsbewegung, es taten sich große Lücken auf, Mettmann kam mit enorm schnellen und robusten Spielerinnen immer wieder zu Vorstößen, da haben wir häufig nur die Rücklichter gesehen und müssen anerkennen, dass wir da auch geschwindigkeitsmäßig nicht mithalten konnten. Wenn wir dann Anschlusstreffer kassieren, können wir uns nicht beschweren, zum Glück war der Gast sehr unkonzentriert im Abschluss und hat zwei, drei gute Möglichkeiten kläglich vergeben. Zum für uns denkbar günstigsten Zeitpunkt, nämlich mit der letzten Aktion vor der Pause konnte Paulina mit ihrem zweiten Treffer auf 3:0 erhöhen.

Die Pause kam uns sehr gelegen, wir konnten bzw mussten mal durchatmen und ein paar Justierungen am Gesamtkonstrukt vornehmen. Wirklich zu bemängeln gab es ja eigentlich nichts, wir wollten mit Wiederanpfiff etwas schlauer agieren, die Defensive zu Lasten der Offensive wieder stabilisieren und zogen Sophie mit ihrer Schnelligkeit in die Innenverteidigung, Ramona H rückte auf die rechte Verteidigungsposition und Sammy auf die Sechs zu Lara. Wir wollten mehr Ruhe ins Spiel bekommen, klar macht das Spaß, vor vielen Zuschauern offensiv permanent zu powern, aber dann fehlen halt (noch) zu oft die Körner nach hinten.

Wir mussten schon in der 55. Minute unsere einzige Option ziehen und Natascha für Michelle, die sich bei einem Zusammenprall im Strafraum das Knie verdrehte, einwechseln und hoffen, dass wir mit dieser Elf den Schlusspfiff erleben. Wir haben in der zweiten Hälfte deutlich kontrollierter gespielt ohne unsere Qualitäten nach vorne zu vergessen. Der Ball lief weiter sehr gekonnt durch die Reihen, Lara und Sammy machten auf der Doppelsechs ein großes Spiel, hervorragend in der Balleroberung und ruhig in der –verteilung, da war so gut wie kein Fehlpass dabei. Entsprechend zielgerichtet konnten auch Rabea, Paulina und Amelie agieren und für Gefahr vor Mettmanns Kasten sorgen. In der Abwehr standen wir deutlich sicherer, haben uns voll reingehauen und fast nichts mehr zugelassen. Natascha war in der Folge noch an den beiden Toren zum 5:0-Endstand direkt beteiligt, beim ersten vergab sie zunächst selbst, verlor aber nicht den Kopf, sondern legte auf Sammy zurück, die nachgerückt war und keine Probleme hatte die Kugel aus 16 Metern zu versenken. Auch das letzte Tor durch den dritten Treffer von Paulina mit dem Schlusspfiff legte sie überlegt und gekonnt auf. Eigentlich hätten wir das Spiel mit einem 7:0 beenden müssen, Ramona H sollte ihr erstes Tor im Damenbereich schießen und wurde von uns zum Elfmeterpunkt geschickt, leider war der Schuss zu unplatziert (aber absolut kein Vorwurf und großen Dank für die Unterstützung aus dem Nichts!). Irgendwie ist dem Schiedsrichter auch ein weiteres Tor durch Paulina vor dem 4:0 abhanden gekommen, sei’s drum.

Das war eine tolle Leistung, das Zuschauen hat richtig Spaß gemacht, jede einzelne hat zu 100 % das gebracht, was wir sehen wollten. Es verbietet sich eigentlich jemanden herauszuheben, ich mach‘s trotzdem: Sammy ist jemand, die gerade aufgrund der personellen Situation jede Woche eine neue Position übernehmen muss. Das macht sie nicht nur in der Zweikampfführung vorbildlich mit hoher Passqualität, auch die Rolle auf der ungewohnten zentralen Position in Hälfte zwei – herausragend. Auch unsere beiden Außenspieler dürfen nicht unerwähnt bleiben, da sie erst seit kurzer Zeit dabei sind in die Mannschaft hineinzuwachsen. Wie abgezockt und mutig Amelie das mit ihren 16 Jahren gestern gespielt hat, war definitiv beeindruckend und hat ihr hoffentlich endgültig gezeigt, dass der Schritt in den Damenbereich bei ihren Qualitäten kein so großer werden wird. Rabea auch wieder toll, macht nahezu immer das, was man vor dem Spiel sagt, mit viel Herz und weiten Wegen, der Anschluss ist längst hergestellt.

Wir haben jetzt wieder zwei spielfreie Wochenenden, bevor es am 15.04.. mit einer englischen Woche (Meisterschaftsheimspiel gegen Essen-West, Pokal dritte Runde bei RW Essen am 18.04. und am 22.04. in Mülheim) weitergeht. Wir haben die große Hoffnung, dass die Kapelle dann wieder lückenlos besetzt ist, um ohne größerer Personalsorgen in den Schlussspurt gehen zu können. Durch das Remis von Hamborn in Mülheim, haben wir sogar die Chance vor unserer vorgezogenen Abschlussfahrt über Himmelfahrt nach Holland in Richtung Landesligaaufstieg durch zu sein… Was dann in Holland los ist, will ich mir besser noch nicht vorstellen.

 
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RE: Spielberichte Saison 2017/2018

#15 von Pillendreher04 , 16.04.2018 08:50

SUS Niederbonsfeld – TUS Essen-West 8:3 (4:1)

Nach dreiwöchiger Pause erwarteten wir den Gast aus Essen zum vorgezogenen Heimspiel und zum Auftakt einer englischen Woche. Nach optimalem Start stand am Ende ein nie gefährdeter Sieg, der fünfzehnte im 15. Meisterschaftsspiel.
Auch dieses Mal hatten wir fünf Ausfälle hinzunehmen, Mariann und Michelle mit Bänderverletzungen, Amelie übers Wochenende unterwegs, Sammy im Urlaub, Ramona W aufgrund einer privaten Verpflichtung, dazu Maren, Natascha und Jana bei der Damen II, unterm Strich verblieben 14 Spielerinnen, wovon Gabi und Bhagi nach Verletzung und Kimberly zunächst auf der Bank Platz nahmen.

Wir wollten mal wieder mit zwei Stürmerinnen beginnen, mehr offensive Anspielstationen haben, im Spiel unsere desaströse Abschlussschwäche aus der Trainingswoche bekämpfen und uns Selbstvertrauen für das Pokalspiel am Mittwoch holen. Sophie sollte sich als zweite Spitze neben Rabea offensiv austoben, das zentrale Mittelfeld wie üblich mit Paulina, Sabine und Lara, außen Maddy und Mayra, Dreierkette mit Chrissie, Leonie und Ramona H, Cora im Tor.

Der Start ins Spiel gelang perfekt, schon nach 10 Minuten stand es 3:0 durch Paulina zum 1:0 und einem Doppelpack von Sophie, die Effektivität war da, drei Torchancen, drei Tore. Damit schien dem Gast früh der Nerv gezogen. Leider zeigte sich dann das, was auch schon gegen Mettmann zu sehen war, in der allgemeinen Euphorie auf die nächsten Torerfolge ging die Konzentration in Richtung Keller, zu schlampigen Abspielen und Ballannahmen gesellten sich Mängel im Zweikampfverhalten und in der Rückwärtsbewegung, nach 14 Minuten stand es nur noch 1:3. Das zeigte Wirkung bei uns ohne dass man von Verunsicherung sprechen konnte, aber das Spiel nach vorne geriet doch ins Stocken. Wir konnten uns weiterhin Torchancen erarbeiten, aber die Zielstrebigkeit in die Spitze und Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten fehlte. Trotzdem hielt die erste Hälfte noch eine Besonderheit bereit, Chrissie erzielte aus rund 40 Metern mit einer Bogenlampe ihren ersten Treffer im Damenbereich. Von einem gezielten Schuss zu sprechen, wäre vermutlich etwas gewagt, aber drin ist drin. Sieben Minuten später war Halbzeit.

In der Halbzeit waren wir mit den Offensivaktionen durchaus zufrieden, vier Tore in 45 Minuten waren auch nicht schlecht, aber unsere Lücken im Mittelfeld waren zu groß, wir kamen relativ häufig nicht in die Zweikämpe, das wollten wir in Halbzeit zwei besser machen, eine bessere Balance zwischen Offensive und Defensive hinbekommen. Zur Halbzeit kam Kimberly für Chrissie, hatte nichts mit ihrer Leistung zu tun, aber wir haben innerhalb von 7 Tagen halt drei Spiele und wollten keine weiteren Verletzten riskieren. Aus dem gleichen Grund durfte Sophie nur noch 15 Minuten mitmachen (für sie kam ab Minute 60 Bhagi zum Einsatz).

Leider mussten wir nach 50 Minuten sogar zunächst das zweite Gegentor schlucken, gleiche Problematik wie beim ersten Gegentor, konsequent und überlegt vom Gegner genutzt. Per Doppelschlag von Maddy (55.) und durch das dritte Tor von Sophie (57.) konnten wir allerdings wieder rechtzeitig auf 6:2 erhöhen. Auch das dritte Gegentor in der 60. Minute fiel aus schlechtem Zweikampfverhalten in des Gegners Hälfte heraus, Lara und Mayra waren sich nicht einig, wer hingeht, Ballverlust, Pass in die Tiefe, 6:3, erschreckend einfach. Sabine hatte aber nur eine Minute postwendend die Antwort parat, satter Schuss aus 20 Metern an den Innenpfosten, von dort hinein ins Vergnügen. Nach 70. Minuten war für Maddy nach einem Schlag auf den Fuß Feierabend (eigentlich sollte Paulina raus), für sie kam für die letzten 20 Minuten Gabi, die zu Bhagi in die Spitze ging, Rabea rückte ins linke Mittelfeld. Direkt danach erzielte Paulina nach tollem Spielzug ihren 22. Saisontreffer zum Endstand.

Wir sind natürlich glücklich ob unserer Serie, die wir ausbauen konnten. Auch acht Tore müssen erstmal geschossen werden. Aber die Gegentore fielen viel zu einfach, am Stellungsspiel und der Zweikampfführung müssen wir weiter intensiv arbeiten.

Am Mittwoch ist um 19:15 Uhr Anstoß in der dritten Runde im Kreispokal bei RWE, wir treffen auf eine höherklassige Mannschaft, so viele Nachlässigkeiten wie heute dürfen wir uns definitiv nicht erlauben, sonst haben wir keine Chance. Kadertechnisch werden wir Stand heute seit langer Zeit mal keine Probleme haben, schon mal eine gute Voraussetzung. Es wäre schön, wenn sich möglichst viele Fans beim angesagten Wetter von der Couch pellen und unsere Mädels lautstark unterstützen würden. Wir wollen ins Halbfinale und werden wieder alles reinschmeißen, was wir haben.

In der Meisterschaft geht es am nächsten Sonntag um 15:00 Uhr in Mülheim weiter.

 
Pillendreher04
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Torschützinnen Damen I Saison 2018/19
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