RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#16 von Jörg S. , 16.02.2020 21:38

Rhenania Bottrop – SuS Niederbonsfeld (1:2) 4:4

Bei äußerst widrigen Verhältnissen und „drohendem Sturmtief Sabine“ sind wir nach Bottrop zu unserem ersten Aufgalopp auf dem Platz in 2020 gefahren. Wir wollten diese Konditionseinheit unter Wettkampfbedingungen eher defensiv angehen, da wir zusätzlich zu den offiziellen Abgängen noch 7 Ausfälle zu kompensieren hatten. Somit gingen wir inklusive Eva Jost, die das erste Spiel für die D I machte, mit 13 Spielerinnen an den Start. Vor Cora standen Janina, Chrissie, Sophie, Ramona W in der 4er Kette, Lara und Leo auf der Doppelsechs, Paulina, Gabi, Ronya im Mittelfeld und Natascha als einzige Spitze.
Wir begannen konzentriert und Natascha konnte optimalerweise den ersten Pass zum 1:0 einschieben. Als Sophie dann einen Freistoss aus 25 Metern aus halblinker Position in die hintere Torecke schlenzte, schienen wir uns ein Sicherheitspolster herausgeschossen zu haben. Doch Rhenania schlug im Gegenzug windunterstützt ebenfalls mit einem Freistosstor zurück. Wir spielten phasenweise gut von hinten heraus und hatten auch vorne 2-3 mehr als sehr gute Einschussmöglichkeiten. Somit konnten wir zufrieden in die Pause gehen und wollten die Marschroute auch in Hz weiterführen. Kim, die dankenswerterweise direkt nach der Arbeit nach Bottrop nachkam, übernahm nach der Hz die Position von Janina, Eva kam für Leonie, dafür rutschte Ronya auf die Verteidiger Position. Obwohl den Paulina in der 49. Minute den Vorsprung weiter ausbaute bekamen wir maßgeblich im Mittelfeld das Spiel nicht ausreichend unter Kontrolle und verloren auch konditionsbedingt mehr und mehr Zweikämpfe. Zwangsläufig fielen dann im 4 Minutenabstand 3Bottroper Treffer, allesamt durch Stellungsspiel und/oder Zweikampf verhalten vermeidbar.
Letzten Endes steckten wir nicht auf, fanden aber auch nicht die spielerischen Mittel wir der ersten Halbzeit um noch gefährlich nach vorne zu kommen. So bedurfte es eines Gewaltfreistosses aus 30 Metern wiederum von Sophie um uns ein Unentschieden zu sichern.

Jörg S.  
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RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#17 von Jörg S. , 16.02.2020 21:40

SuS Niederbonsfeld – DJK TUSA Düsseldorf (0:2) 2:2

Auf dem Platz wollten wir das Wiedersehen mit einer gewissen B.M. aus D. ausblenden, vorher und Nachher haben wir uns sehr über das Wiedersehen mit Bhagi gefreut!
Gegen das zu erwartende spielerische Übergewicht des Niederrheinligisten haben wir vorher nochmal die defensive Ausrichtung mit einer tiefstehenden 4er Kette theoretisch vertieft und uns darauf eingeschworen, die Räume im Mittelfeld eng zu machen und die Zweikämpfe dort unter allen Umständen gewinnen zu wollen.
Donnerstad Abend waren wir nach unerwarteten Absagen auf einmal nur noch 11, dank an Eva und Lara und Chrissie, die ihre Lernphase für das Spiel unterbrochen haben und den Kader somit wieder auf 14 aufstockten.
Vor Cora standen Chrissie, Leo, Gabi, Sammy in der 4er Kette, Lara und Pia auf der Doppelsechs, Paulina, Eva, Ronya im Mittelfeld und Natascha als einzige Spitze. RW, Janina und Kim zunächst Ersatz.
Die praktische Umsetzung der Theorie hat dann auf dem Platz hervorragend funktioniert. Wir haben geschlossen gestanden, die Räume eng gemacht, die Zweikämpfe angenommen und überwiegend gewonnen und nahezu keine TUSA Chancen zugelassen. Durch den defensiven Fokus hat die Offensive Durchschlagskraft in Hz eins ein weinig gelitten, spielerische Akzente waren dennoch zu beobachten. Leider haben wir uns dann durch individuelle Fehler in Minute 33. und 44. um den verdienten Lohn gebracht und gingen mit 0:2 in die Hz. Hier war die Enttäuschung erstmal groß, obwohl frau sich aus Trainersicht absolut nichts vorzuwerfen hatte.
Wir haben uns dennoch vorgenommen nochmals alles zu versuchen, an uns zu glauben und wieder bei einem „0:0“ in die 2. Halbzeit zu starten. Und dies hat die Mannschaft geschlossen, ohne Ausnahme und die Einwechselspieler explizit eingeschlossen, auch so hervorragend umgesetzt. Wir kämpften, rannten, spielten und boten TUSA absolut gleichwertig Paroli. Da Paulina zunächst zweimal „nur“ die Latte traf, dauerte es bis zur 77. Minute bis sie zum 1:2 verkürzen konnte. Anders als am letzten WE behielten wir auch konditionell gegenüber TUSA die Oberhand und gepaart mit unserem Willen fiel folgerichtig in der 82. Minute der verdiente Ausgleich durch Natascha.
Was bleibt als Fazit:
- Es lohnt sich bei der taktischen Besprechung genau zuzuhören
- Ein Niederrheinligist kocht auch nur mit Wasser
- Glaubt an euch, steckt nie auf, das wird meistens dann auch belohnt
- Als geschlossenes Kollektiv können wir noch viel erreichen
- B.M´s Hosenform war “mutig”

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RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#18 von Jörg S. , 19.02.2020 23:59

SpVgg Steele 03/09 – SuS Niederbonsfeld (1:0) 2:3
Mit der positiven Erkenntnis vom letzten WE im Gepäck, dass frau auch gegen Niederrheinligisten durchaus mithalten kann und vor allem, sich auch durch einen frühen Rückstand nicht entmutigen zu lassen und das der Glaube an sich selbst auch kleinere Berge versetzen kann, fuhren wir am ungewohntem Mittwochabend nach Steele.
ChrissieundLara mussten Lernen priorisieren, Sammy war durch den Pferdekuss vom Sonntag noch nicht wieder zu 100% belastbar, dafür waren Sophie, Ramona H. und Marie wieder mit dabei. Wir wollten die taktische Marschroute nicht verändern und starteten wieder in einem 4-2-3-1. Vor Cora standen Janina, Leo, Sophie, Ramona W in der 4er Kette, Kim und Pia auf der Doppelsechs, Paulina, Gabi, Ronya im Mittelfeld und Natascha als einzige Spitze.
Wir konnten die geforderte Konzentration und Präsenz auf dem Platz umsetzen und hielten von Beginn an gut gegen das leichte spielerische Übergewicht von Steele dagegen. Nur durch eigene Unaufmerksamkeiten kam Steele zu wenigen Chancen, in der 27. Minute konnten wir diese aber nicht mehr ausgleichen und gerieten 0:1 in Rückstand. Weiter versuchten wir auch spielerisch besser ins Spiel zu finden, was in der 43. Minute eindrucksvoll von Sophie nach einem frühen Ballgewinn mit anschließendem Doppelpass mit Paulina und souveränem Torabschluss ohne Werwerschlenker vollendet wurde. Ramona H. und Marie starteten nach der Hz. für Leo und Janina und passten sich ohne Probleme ins Spielgeschehen ein. Wir versuchten weiter dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken, Steele hielt aber dagegen und ging vielmehr nach einem Abspielfehler in zentraler Position in der 68. Minute wieder in Führung. Erst in der 80. Minute gelang Gabi nach einer kraftvollen Einzelleistung der mittlerweile verdiente Ausgleich. Erneut hatten wir in der Schlussphase spielerische und konditionelle Vorteile und erzwangen somit den späten, glücklichen Siegtreffer in der 90. Minute durch Ronya, die sich damit für ihre starke läuferische und kämpferische Leistung belohnte. Insgesamt hat aber auch heute wieder die Mannschaft im Kollektiv überzeugt.

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RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#19 von Pillendreher04 , 02.03.2020 09:35

SpVg Gustorf-Gindorf – SUS Niederbonsfeld 2:2 (2:1)

Im ersten Pflichtspiel des Jahres 2020 direkt den Spitzenreiter vor der Brust zu haben – einerseits schwierig, andererseits aber auch eine große Chance. Nach den Querelen zum Jahreswechsel mit 5 Abgängen und den damit personell verbundenen Engpässen für die Rückrunde bei zusätzlich zwei Langzeitverletzten kein leichtes Unterfangen, obwohl die Vorbereitung nach den Testspielen ergebnistechnisch durchaus positiv war. Wir sind nach Gustorf gefahren, um dort zu überraschen und etwas Zählbares mitzunehmen.

Unter der Woche stellte sich nach dem letzten Test gegen Waldesrand Linden (Endstand 3:3) am Mittwoch und der letzten Einheit am Freitag erst heraus, wer denn wirklich mitfahren kann. Am Mittwoch gingen Sophie und Leonie mit leichten Blessuren aus der Partie, Paulina und Gabi waren krank, Britta am Freitag nach hartnäckigen Nackenproblemen überhaupt das erste Mal am Ball…

Wir haben in der Vorbereitung zwei Spielerinnen herangeführt, Eva als Neuzugang aus Steele und Pia aus der zweiten Mannschaft taten sich sehr positiv hervor, erstere war gestern krankheitsbedingt keine Option, Pia war aber genauso dabei wie weitere 15 Spielerinnen, darunter auch Marie, die doch nicht arbeiten musste, sodass wir topbesetzt nach Grevenbroich anreisen konnten. „Lediglich“ Amelie, Mariann, Kim und Michelle fielen verletzungsbedingt neben Eva aus.

Dennoch gab es einige Fragezeichen hinsichtlich der körperlichen Verfassung einzelner Spielerinnen, nach längerem Grübeln haben wir uns für folgende Startelf entschieden:

Cora – Ramona W, Sophie, Leonie, Gabi – Ronya, Marie, Lara, Sammy, Pia – Britta

Auf der Bank zunächst Chrissie, Ramona H, Paulina, Janina und Natascha.

Kurz vor Spielbeginn haben wir bemerkt, dass einige Protagonistinnen beim Gastgeber ausfielen, dies änderte aber nichts an unserer Ausrichtung. Uns war klar, dass wir nur punkten können, wenn unser Defensivkonzept aufgeht, alle in einer entsprechenden Anordnung und mit viel Biss gegen den Ball arbeiten, die Räume eng machen und wir das Spiel lange offenhalten können. Dass bei uns offensiv immer was geht, hat sich rumgesprochen, darüber zerbrechen wir uns nicht die Köpfe – Sorgen bereitet zuweilen die entschlossene Zweikampfführung und die Kommunikation auf dem Platz. Mit Anpfiff bei trockenen, aber sehr windigen Verhältnissen wollten wir alles raushauen was geht und einen guten Start erwischen.

Es stellte sich relativ schnell heraus, dass vieles bei dem böigen Wind auch durch den Zufall bestimmt sein würde, wir haben in der ersten Hälfte den Rückenwind gewählt. Leider waren wir in den ersten Minuten noch nicht so bzw mal wieder (un-)sortiert, bereits nach 7 Minuten lagen wir zurück, nachdem der Gastgeber Zuordnungsprobleme auf unserer linken Seite gnadenlos ausnutzte – ein natürlich nicht optimaler Start. Wir haben uns in der Folge gefunden, aber den Fehler gemacht, nicht die Breite des Feldes auszunutzen, bei Ballbesitz ging zu viel durch die zugestellte Mitte bzw. vieles zu langsam über die Flügel, so war Gustorf nicht in Verlegenheit zu bringen. Es fehlten die klaren Anspielstationen im Mittelfeld, die langen Bälle in die Spitze waren alle weg. Wir haben viel zu viele 50:50-Zweikämpfe eben nicht gewonnen und sind zu oft dem Ball hinterhergelaufen, zwingende Chancen konnten wir uns nicht erspielen, Gustorf bis zur 35. Minute aber auch nicht. Mit einem Sonntagsschuss gegen den starken Wind aus 25 Metern stand es plötzlich 2:0. Immerhin haben wir vor der Pause durch Britta nur vier Minuten später noch den Anschluss erzielen können. Der Ball wurde nach einem Angriff von Gustorf abgefangen und in Richtung Mittelkreis befördert, Britta konnte sich behaupten, erfasst die Situation, dass die Torhüterin mittig in der eigenen Hälfte und damit viel zu weit vor dem eigenen Kasten stand, gedankenschnell und zog aus gefühlten 45 Metern direkt und flach ab – der Ball trudelte vom Innenpfosten zum Glück hinter die Linie.

In der Pause haben wir die Mängel deutlich angesprochen, hofften auf Besserung, mit zunächst unverändertem Personal wollten wir das Spiel noch drehen.

Wir haben uns in den zweiten 45 Minuten gegen den Wind deutlich besser angestellt ohne das Spiel zunächst klarer und strukturierter gestalten zu können, immerhin waren wir griffiger und haben nur noch wenige Chancen von Gustorf aus dem Spiel heraus zugelassen, der Gastgeber kam lediglich über direkte Freistöße zu Chancen, die aber allesamt keine allzu große Gefahr darstellten. Nach unserem Ausgleichstreffer per klar berechtigtem Foulelfmeter durch Sophie (Britta hatte diesen vorbildlich mit viel Zug in den Strafraum herausgeholt) haben wir mehr über die Außen gespielt und immer dann wurde es auch gefährlicher. Nach 59 Minuten kam Natascha für Ronya, 8 Minuten später Ramona H für Britta und in der 73. Minute Paulina für Lara. Wir haben uns positionsbedingt verändert ausgerichtet, das System mit einer Spitze beibehalten und hofften mit fortlaufender Spielzeit auf den entscheidenden Treffer. Fast wäre uns dieser auch gelungen, nachdem sich Natascha aus der Spitze auf die linke Seite abgesetzt hatte, in vollem Tempo bis auf die Grundlinie zog, den Ball astrein in die Mitte brachte, wo Pia einen halben Schritt zu spät kam, schade. Das Spiel war in einer Phase, wo es per windbedingtem Zufall in beide Richtungen kippen kann – letztlich war die Punkteteilung korrekt, für uns ein weiterer Punkt für die Moral nach nicht dem ersten Zweitore-Rückstand in dieser Serie.

Spielerisch war die Partie sicherlich kein Augenschmaus, wie man es von zwei Mannschaften aus dem oberen Drittel hätte erwarten können, aber es wurde auf beiden Seiten um jeden Meter gefightet. Die Einstellung und der Biss hat nach der schwachen Anfangsphase bei jeder einzelnen gestimmt, wir haben uns gewehrt und können mit dem Punkt sehr gut leben.

Am nächsten Sonntag erwarten wir Fortuna Wuppertal zum Heimspiel um 13:00 Uhr an der Kohlenstraße, bevor es danach in eine dreiwöchige Spielpause aufgrund des Rückzugs dreier Mannschaften geht…


 
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zuletzt bearbeitet 02.03.2020 | Top

RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#20 von Pillendreher04 , 09.03.2020 08:34

SUS Niederbonsfeld – Fortuna Wuppertal 4:3 (1:1)

Wir haben das erste Pflichtspiel des Jahres 2020 auf dem heimischen Grün nach großem Kampf und weitgehend überzeugender Leistung für uns gestalten können, entscheidend war, dass unsere Mädels die vorgegebene Marschrichtung über weite Strecken des Spiels wach, entschlossen und mutig umgesetzt haben. Wir haben die Minuten rund um den Halbzeitpfiff sehr effektiv genutzt und einen 0:1-Rückstand innerhalb von 5 Minuten in eine Zweitoreführung gedreht.

Wir hatten sechs Ausfälle zu verkraften, neben den drei Langzeitverletzten standen mit Ramona W durch Krankheit, Ramona H (studiumsbedingt abwesend) und Sammy (Lernphase) nicht zur Verfügung. Aufgrund von Engpässen im Damen2-Bereich haben wir Eva zur dortigen Unterstützung abgestellt, es verblieben für den Spieltagskader noch 14 Akteurinnen.

Personalbedingt mussten wir gegenüber der Vorwoche zwangsläufig umstellen und begannen wie folgt:

Cora – Chrissie, Leonie, Sophie, Gabi – Pia, Marie, Paulina, Ronya – Natascha, Britta
Auf der Bank zunächst: Lara, Janina und Kim

Aus den gemachten Erfahrungen der letzten Jahre gegen den Gast aus Wuppertal wussten wir, dass es von Beginn an einer hochkonzentrierten Leistung bedurfte, dass wir läuferisch und kämpferisch alles in die Waagschale werfen mussten, um dem gewohnt robusten Gegner Paroli bieten zu können. Wir sind dieses Mal im unüblichen 4-4-2 angetreten, wollten in vorderster Spitze zwei Anspielstationen haben, Paulina musste deshalb etwas zurückgezogen zentral agieren und sich überwinden, auch defensiv viel mehr mitzuarbeiten – das ist ihr im Verbund mit Marie hervorragend gelungen. Wir wollten weniger über außen spielen, kompakter zusammenstehen, sehr früh und entschlossen den Gegner anlaufen und attackieren, keinen Spielaufbau zulassen. Die Abwehrkette war gefordert, die schnellen Spitzen entschlossen zu markieren, um zu verhindern, dass sie ins Laufen kommen. Wir wollten unnötige Standards in Tornähe verhindern, hatten wir im letzten Spiel gegen Wuppertal doch drei Kopfballtore nach mehr oder weniger ruhenden Bällen kassiert.

Wir waren vom Anpfiff weg wach, die Mannschaft hat die Vorgaben von Beginn an gut umgesetzt, wir haben den Gast hervorragend zugestellt, da ergaben sich kaum Lücken für einen konstruktiven Spielaufbau, wir haben sehr viele Bälle schon tief in des Gegners Hälfte gewonnen, sodass wir hinten kaum zwingend gefordert wurden. Mehr oder weniger aus Zufällen entstanden zwei gefährliche Situationen, als der Ball mehr oder weniger per Zufall die Wuppertaler Spitzen erreichten und diese ihre Schnelligkeit ausspielen konnten – einmal gings gut, einmal nicht. Cora konnte den ersten Abschluss in der 25. Minute noch parieren, aber nicht entscheidend, der zweite Ball landete zur Gästeführung im Netz. Zu diesem Zeitpunkt unverdient, wir hatten doch größere Spielanteile und eine gute Kontrolle. Unser Problem war, dass wir nicht zwingend in Richtung Fortuna-Kasten unterwegs waren, wir haben sehr oft in Tornähe falsche Entscheidungen getroffen, quer gespielt anstatt abzuschließen, direkt gespielt anstatt den Ball in der Box anzunehmen. Außer über Distanzschüsse von Paulina und einer guten Gelegenheit nach Ecke und freier Direktabnahme durch Britta haben wir keine unmittelbare Gefahr erzeugt. Als wir uns schon gedanklich für die Pause gesammelt haben, sind wir doch noch zum wichtigen und verdienten Ausgleich gekommen. Britta setzte sich an der linken Eckfahne robust durch, zog wie in der Vorwoche entschlossen in den Strafraum und konnte nur durch Foulspiel aufgehalten werden. Sophie ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte erneut souverän.

In der Pause hatten wir wenig zu bemängeln, wir haben den Kampf komplett angenommen und wollten dies in die zweiten 45 Minuten transferieren und mehr Entschlossenheit in Richtung Tor zeigen. Leonie und Pia waren angeschlagen, konnten aber zum Glück weitermachen.

Nur eine Minute nach Wiederanpfiff konnten wir durch Brittas 13. Saisontreffer in Führung gehen, nachdem Paulina ihr den Ball mustergültig in den Lauf gespielt hatte. Marie hatte in der Halbzeit besonders aufmerksam zugehört, erkämpfte sich das Leder 25 Meter vor dem gegnerischen Kasten, zog unter Bedrängnis in den Strafraum und schob die Kugel per Außenrist gekonnt und überlegt nur drei Minuten später in die kurze Ecke, das war Willenskraft pur. Natürlich ein Auftakt nach Maß und er sollte uns das nötige Selbstvertrauen und Sicherheit geben. Immer wenn wir in Führung liegen ist eine (manchmal zu) große Euphorie feststellbar, die Mannschaft muss zuweilen gebremst werden, um nicht zu offen unterwegs zu sein. In der 62. Minute haben wir den Anschlusstreffer per Kopfball kassieren müssen, die vorausgehende Flanke aus dem Halbfeld wurde nicht rechtzeitig verhindert, es wurde wieder spannend. Nach 70 Minuten war für Britta Schluss, sie hat seit Wochen mit hartnäckigen Nackenproblemen zu kämpfen – trotzdem super, dass sie sich in den Dienst der Mannschaft stellt und die Zähne zusammenbeißt, auch wenn dies für ihre Genesung kontraproduktiv ist. Auf ihre Qualitäten können wir nicht verzichten, wie sie es in den beiden letzten Spielen mit den beiden herausgeholten Strafstößen und den zwei Toren deutlich unter Beweis gestellt hat. Für sie kam Lara ins Spiel, wir wollten das Mittelfeld verdichten, Paulina sollte ab sofort hängende Spitze spielen. In der 71. Minute erzielte sie nach energischer Einzelleistung und sehr überlegt ihren 11. Saisontreffer. 8 Minuten vor Schluss kam Janina für Pia, die wieder insbesondere in den ersten 45 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht hat und so spielt als sei sie schon immer bei uns dabei, ins Spiel und hatte kurz darauf die endgültige Entscheidung auf dem Fuß. Paulina zog über links auf die Grundlinie, legte den Ball sehr gut, aber vielleicht etwas zu hart vor den Kasten, Janina kam etwas zu spät. 5 Minuten vor Schluss ersetzten wir Leonie durch Kim. Wuppertal warf noch einmal alles nach vorne und erzielte kurz vor dem Ende noch das 3:4, bei dem es zum Glück blieb.

Das Spiel hat ordentlich Substanz gekostet, dickes Lob an jede einzelne für den gezeigten Kampfgeist und den läuferischen Aufwand! Unterm Strich mit Sicherheit ein verdienter Sieg, wir haben ihn erzwungen, die Mannschaft ist den taktischen Vorgaben sehr gut nachgekommen und für ihren Mut belohnt worden. Wir bekommen nach wie vor zu viele Gegentore, so lange wir aber selbst so regelmäßig treffen, haben unsere Spiele hohen Unterhaltungswert. Es können sicherlich nicht viele Mannschaften von sich behaupten, drei Spielerinnen in ihren Reihen zu haben, die bereits nach 14 Spielen im zweistelligen Bereich getroffen haben.

Wir haben unser nächstes Pflichtspiel nun leider erst am 31.03. im Kreispokal-Viertelfinale in Werden. Wir sind bemüht Testspiele zu vereinbaren, um etwas im Fluss zu bleiben, ggf. auch um Nachwuchsspielerinnen und Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft Spielanteile zum Reinschnuppern zu geben. In erster Linie hoffen wir aber auf die Rückkehr von Mariann und Michelle, die hoffentlich die Zeit nutzen können, um wieder den Anschluss nach ihren Verletzungen zu bekommen und dass Britta wieder komplett schmerzfrei mitwirken kann.


 
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