Spielberichte Saison 2019/2020

#1 von Pillendreher04 , 26.08.2019 08:49

Fortuna Wuppertal-SUS Niederbonsfeld 3:4 n.E. (1:0; 1:1) (1. Runde Niederrheinpokal)

Nach einer langen und ergebnistechnisch durchwachsenen Vorbereitung (4 Siege bei einem Remis und 3 Niederlagen), in der wir viel probiert, jeder Spielerin ausreichend Spielanteile gegeben haben, die im Zeichen der Integration von gleich 8 Neuzugängen bei 6 Abgängen stand, waren wir heiß auf das erste Pflichtspiel der Saison 2019/20. Wir wollten die ansteigende Formkurve bestätigen und natürlich Runde 2 im Niederrheinpokal erreichen. Mit Fortuna Wuppertal, gegen die wir uns im letzten Jahr in beiden Meisterschaftsspielen schwertaten und jeweils Remis spielten, hatten wir direkt einen echten Prüfstein als optimale Vorbereitung auf den SV Rosellen im ersten Meisterschaftsspiel vor der Brust. Wir haben für die neue Saison 24 Spielerinnen an Bord, haben inzwischen fast jede Position sogar dreifach besetzt, sind qualitativ und quantitativ sehr breit und hervorragend aufgestellt, sodass es direkt im ersten Spiel Härtefälle gab, für die es nicht ins Aufgebot für dieses erste Pflichtspiel gereicht hat.

Für dieses an Dramatik kaum zu überbietende Pokalspiel hatten wir uns für folgende Startelf entschieden:

Annabelle – Sammy, Eileen, Sophie, Gabi – Paulina, Mariann, Marie, Bretti, Ronya – Britta
Auf der Bank: Cora, Ramona W, Janina, Natalie und Michelle

Die äußeren Umstände waren aufgrund der Temperaturen für beide Teams schon grenzwertig. Drama Nr. 1 bereits nach 9 Minuten, Annabelle verletzte sich bei einer an sich harmlos wirkenden Abwehraktion ohne Fremdeinwirkung schwer, erste Diagnose Bänderriss im Knöchel, Kniescheibe raus, näheres werden weitere Untersuchungen zeigen, gute Besserung auch noch mal auf diesem Wege! Im Zuge dieser Aktion fiel auch das 0:1, vom Pfosten sprang der Ball zum erfolgreichen Abschluss wieder ins Feld. Mit dem fälligen Torhüterwechsel und dem frühen Rückstand begann das Spiel für uns denkbar schlecht. Die erste Trinkpause haben wir dazu genutzt, uns wieder aufzurichten, unterbrochen wurde das Spiel danach noch für den Abtransport von Annabelle mittels Krankenwagen. Mit zunehmender Spielzeit haben wir uns gefangen und von dem Schock erholt. Wir waren defensiv klar geordnet, hatten einen sehr guten Zugriff in den Zweikämpfen und brachten unsere spielerische Linie immer besser durch. Trotz guter Gelegenheiten haben wir aber leider nichts Zählbares zustande bekommen. Nach einer zweifelhaften Abseitsentscheidung kassierte Britta nach Ballwegschlagen eine berechtigte gelbe Karte, die noch Folgen haben sollte.

In der Halbzeitpause stand ganz klar die Erholung im Mittelpunkt, von unserer Marschrichtung wollten wir trotz Rückstand zunächst nicht abweichen, wir hatten ins Spiel gefunden und waren uns sicher, dass wir weitere Chancen in Halbzeit zwei bekommen und diese dann auch in personell unveränderter Formation nutzen werden.

In der 53. Minute haben wir bereits den verdienten Ausgleich erzielt. Paulina zog auf links unwiderstehlich in die Tiefe, legte den Ball von der Grundlinie in die Mitte, wo Britta im dritten Versuch aus dem Getümmel heraus humorlos abschloss. Dummerweise musste sie in Minute 64 mit Ampelkarte vom Feld. Mit gelb belastet die Ausführung eines Freistoßes tief in des Gegners Hälfte behindern, ist nicht ganz so schlau, die Entscheidung des Schiris ist schon nachvollziehbar. In der unmittelbar anschließenden zweiten Trinkpause mussten wir uns erneut sortieren. Wir haben unsere Ausrichtung etwas modifiziert, wir wollten und mussten uns nun taktisch und gerade in defensiver Hinsicht äußerst strukturiert verhalten, in Unterzahl kräftesparend spielen, auf aussichtsreiche, offensive Aktionen lauern. Die Mannschaft hat die Vorgaben herausragend umgesetzt, man hat nicht wirklich gemerkt, dass wir zu zehnt unterwegs waren. Wir sind sogar offensiv gefährlich gewesen, hatten gute Chancen nach Kopfball von Sophie infolge eines Eckballs und durch einen direkten Freistoß, aber auch Möglichkeiten aus dem Spiel heraus. Wir haben weiter mit Köpfchen offensiv gespielt, uns nicht hinten reingestellt. Weil wir taktisch so gut geordnet waren, sich jede an ihre Rolle hielt, fiel Wuppertal nicht viel ein, es wurden fast ausschließlich lange Bälle gespielt, die uns vor keinerlei Probleme stellten. Letztlich ging es in die Verlängerung.

Auch für die folgenden 30 Minuten gab es keinen Grund personell und taktisch Veränderungen vorzunehmen.
In der ersten Hälfte der Verlängerung hatten wir einmal großes Glück als Fortuna nach Flanke den Ball freistehend vor dem leeren Tor vorbei köpfte, einmal noch größeres Pech als Bretti sich nach vorne durchtankte, die Kugel von links etwas zu genau an den langen Pfosten setzte. In Hälfte zwei ähnliche Chancenverteilung, einmal wurden wir mit einem langen Ball überspielt, Fortuna vergab den springenden Ball aber überhastet und kläglich. In der 110. Minute hat auch der Trainer etwas für Kartenstatistik getan, Saisongelb Nr. 1 (berechtigt, sollte dabei bleiben), aber wenn wir einen so dermaßen klaren Foulelfmeter (an Marie verübt) nicht bekommen – da kann man schon mal aus dem Karton springen. Auf der letzten Rille laufend haben wir uns dann ins Elfmeterschießen gespielt, nicht gerettet. Um etwas Luft zu gewinnen, haben wir zunächst Michelle für Ronya, kurz vor Schluss Janina für Mariann reingeworfen.

Wir haben kurz angesprochen, was nun wichtig ist, hatten die noch relativ frische, positive Elfmetererfahrung aus dem Pokalendspiel gegen Steele im Gedächtnis, das Momentum war nach 67 Minuten Unterzahlspiel definitiv auf unserer Seite, die Mannschaft wild entschlossen, sich für den enormen Aufwand zu belohnen.

Fortuna begann und setzte den ersten Schuss direkt neben das Tor. Sophie brachte uns eiskalt mit 1:0 in Front. Die nächsten beiden Schützinnen vom Gastgeber versenkten die Kugel ebenso sicher wie Paulina und Marie. Den Elfmeter Nr. 4 von Fortuna parierte Cora danach herausragend, was Sammy als vierter Schützin die nötige Ruhe geben sollte, leider hielt die Keeperin ihren Versuch. Elfmeter Nr. 5 vom Gastgeber ging auch neben die Kiste, weswegen Bretti gar nicht mehr schießen musste, Runde Nummer 2 war unter großem Jubel erreicht.

Mit welcher Leidenschaft wir über die 120 Minuten agiert, alle Nackenschläge unter extremen Wetterbedingungen weggesteckt, wie wir uns taktisch zu 100 % an das gehalten haben, was besprochen war, wie wir immer positiv geblieben sind, uns gegenseitig gepusht und motiviert haben – das war überragend ! Ganz zu schweigen davon, dass jede einzelne 150 % Laufbereitschaft gegeben hat, es ging immer weiter voran, das Spiel hat körperlich mehr als alles abverlangt, größten Respekt dafür !

Wir haben unseren guten Eindruck aus den letzten Testspielen in diese erste Runde transportiert, wir haben uns mit dem Einzug in Runde zwei belohnt und uns sicherlich einen Kick für das erste Meisterschaftsspiel zuhause am kommenden Sonntag gegen den Aufstiegsfavoriten aus Rosellen (Anstoß um 13:00 Uhr an der Kohlenstraße) geholt. Wenn wir so agieren wie heute, sind wir nicht chancenlos und hoffen auf eine große Zuschauerkulisse, die sich die Mädels absolut verdient hätten.

 
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RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#2 von Pillendreher04 , 02.09.2019 08:22

SUS Niederbonsfeld – SV Rosellen 4:0 (0:0)

Das erste Meisterschaftsspiel gegen den etablierten Landesligisten aus Neuss mit 4:0 zu gewinnen – das war selbst mit großer Phantasie nicht zu erwarten, ein perfekter Auftakt! Wir haben eine herausragende zweite Hälfte gespielt, dürfen aber nicht vergessen, dass der Gast lediglich zu zehnt antrat und dass dies in der ersten Hälfte nicht ansatzweise aufgefallen ist. So gut wie unser Unterzahlspiel in Wuppertal war, so schlecht war das Überzahlspiel in den ersten 45 Minuten mit dem ersten Torabschluss nach 35 Minuten.

Unter der Woche mussten wir den nächsten Nackenschlag verkraften, Bambi hat sich im Training eine schwere Knieverletzung nach einem unglücklichen Zweikampf zugezogen und fällt bis auf weiteres aus, gute Besserung!
Personell hatten wir dennoch keine Probleme, Ramona W hat sich bereit erklärt, bei den Damen 2 auszuhelfen und mitgeholfen, mit einem 4:2-Sieg in Katernberg ebenfalls erfolgreich in die Saison zu starten, großen Dank dafür!

Aufgrund Brittas Sperre und der schweren Verletzung von Annabelle (Kreuzbandriss und Riss von Außen- und Innenmeniskus, Katastrophe!) waren wir gezwungen, die Startelf dennoch zu verändern und begannen wie folgt:

Cora – Ramona H, Eileen, Sophie, Gabi – Ronya, Amelie, Marie, Bretti, Paulina – Natascha
Auf der Bank zunächst Janina, Michelle, Sammy und Mariann.

Wir hätten vor dem Anpfiff besser nicht auf die Unterzahlsituation des Gegners hingewiesen, damit können wir anscheinend nicht umgehen, das hemmt wohl eher, als dass es pusht. Im Trainerteam waren wir auch nicht mutig genug, die Marschrichtung von Beginn an mit einem bedingungslosen Pressing vorzugeben. Wir wollten uns zunächst wie in der Vorwoche an die Mittellinie zurückziehen, uns defensiv gut organisieren und dem Gegner im Spielaufbau zunächst den Ball überlassen. Das wurde auch umgesetzt, nur haben wir keinen Zugriff bekommen, haben uns verbal nicht so organisiert, dass wir in Überzahlsituationen kommen. Wenn wir die Kugel hatten, hatten wir enorm viele technische Aussetzer, sodass der Ball direkt wieder weg war, wir haben keine Ruhe ins Spiel gebracht, waren viel zu hektisch. Wir wollten nicht schon während der ersten Hälfte rigoros umstellen, sondern wollten es in der Halbzeit in Ruhe besprechen, die Verunsicherung war einfach zu groß. Zum Glück haben wir uns in der ersten Hälfte keinen Gegentreffer eingefangen, bei einem Abschluss aus großer Distanz mit einem Heber war Cora auf der Höhe. Wir hatten drei, vier Gelegenheiten nach der 35. Minute durch Natascha und nach einem Eckball, aber konnten keine Pausenführung mitnehmen.

In der Pause haben wir den Resetknopf gedrückt. Wir haben die Mängel schon knallhart angesprochen, haben der Mannschaft aber auch Mut gemacht und das Spielsystem komplett umgestellt. Mit Beginn der zweiten 45 Minuten haben wir auf Dreierkette mit Ramona, Sophie und Eileen umgestellt, Gabi rückte ins linke Mittelfeld, Paulina auf die 10 und Marie zu Natascha in die Sturmspitze.

Die Mädels haben fortan eine Topreaktion auf die harsche Kritik gezeigt. Wir haben das geplante Pressing mit Wiederanpfiff und unverändertem Personal sofort geordnet und zielgerichtet umgesetzt, haben sehr früh die Bälle geholt oder zumindest den Aufbau unterbrochen, sodass wir während der zweiten Hälfte eigentlich überhaupt nicht mehr selbst in Bedrängnis gerieten. Wir haben mit schneller Spielverlagerung endlich die Räume geöffnet bekommen, hatten über außen enormen Zug zum Tor, da wehte sofort ein anderer Wind. In der 56. Minute haben wir uns belohnt und sind durch Ronya mit 1:0 in Führung gegangen. Vorausgegangen war ein unwiderstehlicher Antritt von Gabi über links, die den Ball von der Außenlinie in die Mitte brachte und Ronya am zweiten Pfosten keine großen Probleme hatte die Kugel zu versenken. Die Führung gab uns eine Portion zusätzliche Sicherheit und Selbstvertrauen. Wir haben die Neuausrichtung in der Folge konsequent weiterverfolgt und den Gegner von unserem Kasten ferngehalten. Nach dem ersten Wechsel und rund einer Stunde (Michelle ersetzte Natascha) hatten wir nach einer Standardsituation Glück und mussten uns bei Cora bedanken, die den herausragend getretenen Freistoß aus 25 Metern aus dem rechten Torwinkel kratzte. In Minute 69 kam Mariann für Amelie zum Einsatz. Nach 70 Minuten konnte Michelle auf 2:0 erhöhen, nutzte ihre Gelegenheit im dritten Anlauf aus dem Gewühl heraus und belohnte sich für die deutlichst bessere Vorbereitungsphase. 15 Minuten vor Schluss haben wir noch einen Doppelwechsel vollzogen, Sammy kam für Ramona und Janina für Ronya. Zwischen Minute 80 und 86 schnürte Marie in ihrem ersten Pflichtspiel an der heimischen Kohlenstraße nach rund acht Jahren und ihrer Rückkehr vom VFL Bochum direkt den ersten Doppelpack.

Am Ende des Tages sind wir sehr zufrieden mit dem geglückten Saisonstart in der Meisterschaft, wir hätten mehr als vier Tore schießen müssen, haben aber gegen einen Gegner, der in Bestbesetzung sicherlich ein anderes Kaliber ist, zu null gespielt. Aus der ersten Hälfte müssen wir unsere Schlüsse ziehen.

Am nächsten Sonntag geht es wieder zur Fortuna nach Wuppertal. Dort erwartet uns wie in der Vorwoche ein Tanz auf der Rasierklinge gegen einen sicherlich hoch motivierten und auf Revanche ausgelegten Gegner. Anstoß ist um 15:00 Uhr.


 
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RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#3 von Pillendreher04 , 09.09.2019 09:50

Fortuna Wuppertal – SUS Niederbonsfeld 3:3 (1:1)

Die Serie ist fortgesetzt, auch im dritten Meisterschaftsspiel in Folge endete der Vergleich mit der Fortuna Remis. Am Ende eines rassigen Vergleichs trennte frau sich unterm Strich leistungsgerecht mit 3:3. Natürlich ist der Ausgleich 2 Minuten vor Schluss äußerst ärgerlich, aber nicht unverdient, da Fortuna übers Spiel gesehen die besseren Torchancen hatte, diese aber kläglichst vergab.

Im Vergleich zur Vorwoche mussten wir einige personelle Veränderungen vornehmen, Ronya fehlte arbeits-, Romona H studiumsbedingt. Für die beiden kamen Britta nach Gelbrotsperre und Mariann von Beginn an zum Einsatz. Aufgrund des kurzen Platzes und aus den Erfahrungen aus den letzten beiden Spielen heraus begannen wir mit Dreierkette und Doppelspitze in taktisch veränderter Ausrichtung:

Cora – Eileen, Sophie, Gabi – Amelie, Mariann, Paulina, Bretti, Natascha – Britta, Marie
Auf der Bank zunächst Sammy, Janina, Lara und Michelle.

Wir wollten uns vornehmen, vorne konsequent zu attackieren, dem Gegner nicht den Ball im Spielaufbau zu überlassen, waren auf frühe Ballgewinne aus, mussten dazu natürlich geordnet horizontal und vertikal verschieben und sehr griffig in den Zweikämpfen sein. Wir wollten auf keinen Fall die langen Bälle in die Spitze zulassen.

Wenn es nach 7 Minuten bereits 1:0 für den Gastgeber steht, kann man nicht behaupten gut ins Spiel gekommen zu sein. Aber mit dem Führungstreffer und dessen Entstehung offenbarte sich ein Problem, das uns das ganze Spiel beschäftigen sollte: Wir bekamen das erste von drei Toren nach Standardsituationen bzw. Flankenbällen. Bei der ersten Ecke des Spiels verloren wir das erste Luftduell, ob gewollt oder nicht wurde der Ball vors Tor geköpft, wo eine Gegenspielerin völlig blank stand und kein Problem hatte, die Kugel einzunicken. Abseits auf keinen Fall, da unser kurzer Pfosten beim Zuspiel zunächst, dann aber nicht mehr besetzt war. Denkbar schlecht, hat etwas gebraucht, bis wir uns wieder gefangen haben, an unserer Ausrichtung sollte das Gegentor aber nichts ändern. Mit fortlaufender Spielzeit haben wir ins Spiel gefunden, waren präsent ohne uns allerdings glasklare Torchancen herausspielen zu können. Der Ausgleich durch Amelie nach 30 Minuten fiel nach einer unübersichtlichen Aktion im gegnerischen 16er. Die Situation war eigentlich schon um, der Ball sprang in Richtung Strafraumlinie, aber Amelie zog den Ball mit dem Rücken zum Tor in Richtung Kasten, wo der Ball am langen Pfosten ins Tor trudelte, schönes Tor, zu dem Zeitpunkt für den betriebenen hohen Aufwand verdient. Fortuna Wuppertal war wie erwartet körperlich sehr präsent, ist unsere Dreierkette auch permanent angelaufen, wir haben aber hinten sehr ruhig gespielt, keine Hektik verbreitet und die Bälle sicher verteilt. Offensiv hat uns bei der ein oder anderen die Körperspannung gefehlt, weswegen wir uns nicht behaupten und in Richtung klarem Torabschluss durchsetzen konnten.

Mit dem Pausenpfiff begann es zu nieseln, was das Spielen auf Kunstrasen nicht einfacher macht. Taktisch und personell unverändert wollten wir an unserer Marschroute festhalten, unnötige Freistöße am eigenen Strafraum und Eckbälle vermeiden, vorne auf Kontersituationen lauern, einfach spielen und weiter konsequent die Zweikämpfe annehmen.

So schlecht die erste Hälfte begann, so gut ließ sich die zweite Hälfte an. Mit der ersten Torchance nach 55 Minuten konnten wir durch Marie, die sich im Strafraum nicht abkochen ließ und sich unter Bedrängnis durchsetzte, in Führung gehen. Wir haben danach sofort auf Viererkette umgestellt, Amelie machte den rechten Verteidiger, Paulina ersetzte sie auf rechts und Marie sollte sich etwas tiefer fallen lassen, Britta alleinige Spitze. Mit der taktischen Umstellung hatte der erneute, viel zu schnelle Ausgleich keine zwei Minuten später nichts zu tun. Wieder ein ruhender Ball auf unserer linken Seite, wieder eine sehr gut getimte Flanke auf den langen Pfosten, wieder ein Kopfball, diesmal unter deutlich größerer Gegenwehr, aber da muss man anerkennen, dass da alles passte, herausragend gutes Kopfballtor, da war brachiale Wucht und enormer Wille dahinter. Wir haben uns davon nicht beirren lassen, haben im weiteren Verlauf aus dem Spiel heraus sehr wenig zugelassen und selbst immer wieder Nadelstiche gesetzt, insbesondere tat sich Natascha hervor, die über links häufig in die Tiefe kam, sich körperlich behauptete, die Handbremse löste und ihre enorme Schnelligkeit aufs Grün brachte. Leider fanden ihre Querpässe von der Grundlinie vor dem Tor keine Abnehmer, weil Wuppertal gut zustellte und von uns zu wenige Spielerinnen mitgelaufen waren. Nach 80 Minuten brachte uns Marie mit ihrem zweiten Doppelpack im zweiten Meisterschaftsspiel nicht glücklich, aber doch etwas überraschend wieder in Führung. In der Situation haben wir gesehen wie wichtig es ist, schon in vorderster Front wach zu sein und zu spekulieren. Ein viel zu scharf gespielter Ball der Torhüterin im Aufbau wurde erobert, behauptet und versenkt. So schnell kann es gehen. Wenn man so kurz vor Schluss das Momentum wieder auf seiner Seite hat, darf da eigentlich nichts mehr schiefgehen. Ging es aber, hatte auch nichts mit den Einwechselungen von Sammy und Michelle für Natascha und Britta zu tun. Wieder haben wir auf links, diesmal aus dem Spiel heraus, den Flankenball nicht verhindert, standen in der Mitte zu weit weg, wieder Ausgleich, wieder durch Kopfball. Um den Sturm und Drang von Wuppertal zu unterbrechen, kam kurz vor Abpfiff noch Janina für Paulina ins Spiel.

Wir haben zu billig zwei Punkte liegen gelassen, ist sicherlich Grund genug sich richtig zu ärgern, ist auch gut so, aber es besteht keine Notwendigkeit irgendjemandem Vorwürfe zu machen. Wir haben über die gesamte Spielzeit hohes Engagement gesehen, fußballerisch hatten wir offensiv aber zu viele Defizite, einige Spielerinnen waren gestern zu kompliziert und überhastet, zu wenig robust und nicht geradlinig genug unterwegs, das müssen wir uns vorwerfen lassen und daran müssen wir dringend weiter arbeiten.

Am kommenden Sonntag empfangen wir vor der dreiwöchigen, spielfreien Zwangspause um 13:00 Uhr die Gäste aus Neuss-Weissenberg. Wir wollen ganz klar die drei Punkte zu unseren Gunsten verbuchen und sind auch guter Dinge, dass uns das gelingen wird.


 
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RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#4 von Pillendreher04 , 16.09.2019 09:30

SUS Niederbonsfeld – SVG Neuss-Weissenberg 3:1 (3:0)

Mit 7 Punkten aus drei Meisterschaftsspielen gehen wir nun bis zum 6.10. in die pflichtspielfreie Zwangspause. Wir sind mit der bisherigen Punktausbeute mehr als zufrieden, wissen aber schon, dass wir uns weiter steigern müssen, um auch den anstehenden Aufgaben ab Anfang Oktober gerecht werden zu können. Gegen Neuss gelang der erwartete Pflichtsieg.

Wir haben Kim und Natalie für einen Einsatz bei der Damen 2 gewinnen, beide hatten ihren Anteil daran, dass die Bilanz der zweiten Mannschaft nach drei Spieltagen makellos ist, vielen Dank dafür!

Wir hatten schon in der Woche, wo beide Trainer durch berufliche Abwesenheit „glänzten“ (vielen Dank auch noch einmal an dieser Stelle an Eileen, die das Training währenddessen übernommen hat!), angekündigt, dass gegen Neuss Spielerinnen zum Einsatz kommen, die bisher nicht so viele Spielminuten absolviert hatten. Zunächst auf der Bank saßen Ronya, Michelle, Amelie und Marie, wir begannen wieder mit Dreierkette und Doppelspitze in folgender Aufstellung:

Cora – Eileen, Sophie, Ramon W – Janina, Mariann, Paulina, Bretti, Sammy – Natascha, Britta

Wir wollten deutlich mehr Offensivpower als in Wuppertal sehen, wir haben uns vorgenommen besser Fußball zu spielen, klarer in unseren Aktionen sein. Die rund 40 Zuschauer konnten sich von diesem Vorhaben in der ersten Halbzeit ohne Abstriche überzeugen (lassen), wir waren ruhig im Spielaufbau, haben wenige einfache Bälle verloren, hatten gute Kombinationen im Mittelfeld, konnten immer wieder die Offensiven freispielen und in Szene setzen. Hinten haben wir nichts zugelassen, sodass es in der Pause bei einem 3:0 nach Toren von Paulina und Britta (2) lediglich eine Sache zu bemängeln gab: Wir hätten deutlich höher führen müssen!

Aufgrund des beruhigenden Vorsprungs haben wir unseren Dauerbrennern Eileen, Bretti und Natascha einen vorzeitigen Feierabend gegönnt, für sie rückten mit Wiederbeginn Michelle, Amelie und Ronya in den Blickpunkt. Ziel war es, eine ähnlich souveräne Leistung in die zweiten 45 Minuten zu transportieren, weiter Tore zu erzielen und zu Null zu spielen.

Beides ist nicht gelungen, wir haben es bei zugegebenermaßen hohen Temperaturen nicht geschafft, Klarheit in unserem Spiel zu behalten, wir hatten zwar alles unter Kontrolle, haben uns auch einige wenige glasklare Torchancen herausgespielt, mehr aber auch nicht, zudem haben wir ein Gastgeschenk verteilt. Marie kam in den letzten 20 Minuten für Paulina zum Einsatz, war wie die ganze Mannschaft bemüht, das Ergebnis hochzuschrauben, leider ohne Erfolg in Form von weiteren Treffern fürs Torverhältnis.

Unterm Strich zählen die drei Punkte, wir nutzen die dreiwöchige Pause zum Ausheilen von Krankheiten/Verletzungen, werden im Training weiter an den Defiziten im Zusammenspiel arbeiten und sollten danach aus unserer sehr guten Ausgangsposition heraus gut aufgestellt sein, weiter erfolgreich an unserer Punktausbeute zu schrauben.

Weiter geht es am 06.10.2019 beim FSC Mönchengladbach (Anstoß bereits um 11:00 Uhr), bevor wir am 13.10.2019 zum nächsten Heimspiel den bis heute verlustpunktfreien Aufsteiger Gustorf-Gindorf (Anstoß 13:00 Uhr) begrüßen dürfen.

 
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RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#5 von Jörg S. , 06.10.2019 21:38

FSC Mönchengladbach - SuS 3:4 (2:4)
Die gute Nachricht vorab – wir sind nach 160 km Fahrt und 90 Spiel Minuten bei äußerst ungemütlichen 8° und Dauerregen mit 3 Punkten im Gepäck nach 6 Stunden wieder an der Kohlenstrasse angekommen.
Der Weg dahin war aber eher ein steiniger, obwohl wir nicht wie befürchtet auf Natur- sondern auf Kunstrasen spielen durften.
Wir wollten mit einer stabilen 4-5-1 Ausrichtung (Sammy, Kim, Sophie und Gabi vor Cora, Bretti und Lara auf der “6“, und Britta vor Ronya, Paulina und Natascha) spielerisch das Spiel bestimmen.
Dies ist uns in den ersten 15 min leider nicht ansatzweise gelungen. Abspielfehler und Unkonzentriertheiten in allen Mannschaftsteilen - von einer souveränen Spielkontrolle weit entfernt. Das sicherlich nicht förderliche frühe 0:1 in der 6. Minute kann man als unglücklich bezeichnen, weil Gabi Sophie am eigenen Strafraum angeschossen hat, der Gegner nur noch einnetzen brauchte. Gut daß wir trotzdem weiter versucht haben das Spiel in den Griff zu bekommen, was uns nun auch teilweise besser gelungen ist. Nach Britta’s Abstauber nach Sophies „Freistosskracher an die Latte aus 35 Metern“ und jeweils Paulina’s und Britta’s Hebertoren sollten wir eigentlich gesichert nach 38 Minuten auf der Siegerstrasse angekommen sein. Leider kam FSC durch eine Unaufmerksamkeit am eigenen 16er wieder auf 2:3 heran. Zum Glück stellte Paulina den 2 Tore Abstand nach einem BMA-Freistoß von der 16er-Torauslinie kurz vor der Pause wieder her.

In der Halbzeit haben wir nahezu die Ansprache von vor dem Spiel wiederholt. Einen bei allem Respekt eher in seinen Mitteln begrenzten Gegner wollten wir zunächst kämpferisch begegnen und ihn dann spielerisch seine Grenzen aufzeigen. Gegen den kämpferischen Einsatz gab es in Hälfte zwei wenig zu bemängeln, spielerisch haben wir uns zwar deutlich gesteigert, sind aber zu oft durch Abspielfehler hierbei gebremst worden, so daß aus der gefühlten Überlegenheit zu wenig zählbares heraus kam.
Beim 3:4 Anschlusstor sahen wir im Mittelfeld defensiv nicht gut aus und FSC hatte wenig Mühe zu verkürzen. So wurde es noch eine spannende Schlußphase ohne wirklich zwingende Chancen auf beiden Seiten. Wir haben noch zwei Doppelwechsel vorgenommen. Ramona und Eileen für Gabi und Kim und wenig später dann noch Michelle und Marian für Natascha und Lara.
Letztendlich nehmen wir die drei Punkte gerne mit, da sich andere Mannschaften an diesem Spieltag auch schwer getan haben und unser Sieg trotz allem verdient bleibt. Trotzdem ist unser und sollte der Anspruch jeder einzelnen ein anderer sein. Heute hat nahezu keine Normalform erreicht, trotzdem gewonnen, kein Problem, abhaken. Nächste Woche gegen Spitzenreiter Gustorf-dingsbums ist die Chance da, sich wie gewohnt zu präsentieren.


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zuletzt bearbeitet 06.10.2019 | Top

RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#6 von Pillendreher04 , 14.10.2019 08:35

SUS Niederbonsfeld – SpVg Gustorf-Gindorf 5:5 (3:3)

In einem für den neutralen Zuschauer sicherlich spektakulären Spiel trennten sich zwei offensivstarke Teams am Ende leistungsgerecht unentschieden. Für uns ein für die Moral herausragend wichtiger Punktgewinn, nach zwischenzeitlich drei Rückständen und einem 3:5 nach 66 Minuten.

Mit folgender Aufstellung gingen wir ins Spitzenspiel:
Cora – Kim, Sophie, Eileen, Sammy – Paulina, Marie, Lara, Bretti, Gabi – Britta (Bank: Michelle, Ramona W, Janina, Ronya)

Wir hatten uns vor einigen Wochen Gustorf in deren Heimspiel gegen Klosterhardt angeschaut und waren also vorbereitet auf das, was uns erwartete. Im gesamten Spiel zeigte sich deren eingeplante Offensivstärke, aber auch die vorher bekannten defensiven Probleme, die wir ausnutzen wollten. Leider waren wir in den beiden letzten Reihen gestern nicht ansatzweise in der üblichen Ordnung, mit der gewohnten Konzentration unterwegs, sodass unsere durchaus gute Offensivleistung trotz fünf erzielter Treffer nicht den Ausschlag für einen Heimdreier geben konnte. Wenn frau 5 Tore erzielt, muss das eigentlich für einen Sieg reichen, wenn frau fünf Treffer zulässt, muss es eigentlich eine Niederlage setzen.

Nach neun Minuten nahm das Drama in 10 Akten seinen Lauf, begünstigt durch einen schweren Abspielfehler war das 0:1 keine Herkulesaufgabe. Es war nicht der erste Gegentreffer in dieser Saison, den wir uns ohne Not selbst eingebrockt haben. Nach 20 Minuten erlief Marie einen hohen Ball in den Strafraum, spitzelte den Ball an der Torfrau vorbei und diesen aus nahezu unmöglichem Winkel und von der Torauslinie noch in den Kasten. Nur eine Minute später stand es nach einem Eckball und einer gefühlten 8:3-Überzahl im eigenen 16er 1:2. Nach toller Ecke von Lara, gutem Laufweg von Paulina und einem Klassekopfball gelang der 2:2-Ausgleich. Wieder nur vier Minuten später gelang uns die einzige Spielführung durch einen herausragenden, unhaltbaren Distanzschuss von Paulina in den Knick. Sicherheit gab das nicht, nach 32 Minuten stellte Gustorf zum dritten Mal das Unentschieden her. Danach beruhigte sich das Spiel einigermaßen bis zum Halbzeitpfiff, glücklicherweise ließen wir keinen erneuten Rückstand zu.

In der Pause haben wir einiges versucht zu justieren, mit der Offensivleistung konnten wir aufgrund weiterer Chancen, die nicht erfolgreich, weil viel zu hektisch, abgeschlossen wurden, durchaus zufrieden sein, defensiv war unsere Leistung mannschaftlich nicht landesligatauglich, gleiches galt für unser Passspiel und unsere Zweikampfführung.

Mit unverändertem Personal gingen wir in Halbzeit zwei, wollten deutlich konzentrierter und strukturierter ins Spiel kommen und dieses aufziehen, ging auch zwei Minuten länger als in der ersten Hälfte gut, bevor Gustorf erneut in Führung gehen und nach 66 Minuten erstmals auf eine Zweitoreführung ausbauen konnte. Zwischenzeitlich kam Ronya für Lara ins Spiel, Paulina wechselte auf die 10, wir wollten mehr Torgefahr aus der Mitte heraus erwirken. Wir waren schon damit beschäftigt auf Dreierkette umzustellen und voll ins Risiko zu gehen, um noch was Zählbares dazubehalten, als Britta sich nur vier Minuten später energisch durchsetzte und der Torfrau den Ball durch die Hosenträger zum Anschlusstreffer spitzelte. Das Spiel wurde nun giftiger, wir haben da die richtigen Zeichen gesetzt, uns aufgebäumt, wollten uns mit der drohenden ersten Saisonpleite nicht abfinden. Der ansonsten gut leitende Schiedsrichter hätte uns in einer Situation korrekterweise gelb, dem Gegner nach Tätlichkeit allerdings zwingend rot zeigen müssen. Britta schnürte in der 77. Minute ihren nächsten Doppelpack mit einem gekonnten Heber über die Torfrau. Das Spiel blieb ein Ritt auf der Rasierklinge, wir mussten leider immer damit rechnen erneut in Rückstand zu geraten, hatten in der ein oder anderen Situation sicherlich Glück, wobei Gabi kurz vor Schluss auch noch das 6:5 hätte erzielen können, aber das wäre sicherlich zu viel des Guten gewesen. Auf weitere Wechsel haben wir verzichtet, um nicht weitere Unruhe in den Laden zu bekommen.

Wir haben viel Moral bewiesen, uns nie aufgegeben, müssen uns aber deutlich ankreiden lassen, dass heute einige Leute nicht in der körperlichen Verfassung, meilenweit von ihrer Normalform entfernt waren. Gegen einen starken Gegner reicht das mit all den eigenen Unzulänglichkeiten, mit mangelhafter Spielvorbereitung einzelner und den verteilten Geschenken nicht zu einem Punktgewinn. Nach 90 Minuten hat es dazu dann doch irgendwie gereicht, das war kein Spiel für schwache Nerven. Wir haben wiederholt gezeigt, dass wir positiv mit Rückständen umgehen können, es ist nur schade, dass wir uns in dieser Saison viel zu oft selbst in diese Situationen bringen, diese Lässig- und Sorglosigkeiten bringen einen an den Rand des Herzinfarkts. Das Gute ist nichtsdestotrotz die Tatsache, dass wir nach fünf eigenen Partien und teilweise zwei Spielen Rückstand schon jetzt die einzige noch ungeschlagene Mannschaft in einer sehr ausgeglichenen Liga sind. Wir müssen uns aber zwingend zusammenreißen und endlich unsere Defizite abarbeiten (wollen), damit das noch etwas länger so bleibt!

Am kommenden Sonntag fahren wir zum Tabellenschlusslicht nach Fuhlenbrock, Anstoß ist um 13 Uhr. Es besteht kein Anlass zu erheblichen Sorgenfalten, aber einige Akteurinnen müssen eine ganz andere Einstellung und Performance an den Tag legen, auch das letzte Auswärtsspiel in Mönchengladbach sollte Warnung genug sein.

 
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RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#7 von Pillendreher04 , 21.10.2019 09:28

BW Fuhlenbrock – SUS Niederbonsfeld 3:3 (0:2)

Von der Papierform her als klarer Favorit in die Partie gegangen, zur Halbzeit alles im Griff gehabt, innerhalb von 18 Minuten drei Gegentreffer kassiert, zwei Minuten vor Schluss ausgeglichen – von einem Punktgewinn wie letzte Woche gegen Gustorf zu sprechen, ist unangemessen, das war gestern ganz klar eine gefühlte Niederlage.

Mit Bretti, Eileen und Marie mussten wir auf drei Spielerinnen urlaubs- und arbeitsbedingt verzichten, die zuletzt große Spielanteile hatten, aber es muss unser klarer Anspruch sein, das aufgrund der Breite und Tiefe in unserem Kader auffangen zu können. Personell mussten wir entsprechend Änderungen vornehmen und begannen folgendermaßen:

Cora – Janina, Kim, Sophie, Ramona W – Paulina, Amelie, Lara, Mariann, Gabi – Britta
Bank: Chrissie, Ronya, Sammy und Natascha

Wir hatten eine gute, konzentrierte Trainingswoche und ein richtig intensives und hochklassiges Abschlussspiel am Freitag. Diese Performance wollten wir von Beginn an zeigen, eine Reaktion auf die vielen Schlafmützigkeiten vom Gustorf-Spiel sehen und dem Gastgeber unser Spiel aufzwingen. Der Fokus lag darauf, das große Spielfeld im Defensivverhalten klein und offensiv über die Außen groß zu machen.
Es war noch keine Minute gespielt, da muss Britta das 1:0 machen. In den Folgeminuten hatten wir weitere Chancen, haben aber erst die in der 14. Minute durch Paulina, die über rechts durchgebrochen war und trocken abzog, genutzt. Sophie stellte 10 Minuten später nach Eckball mit einem entschlossenen Kopfball auf 2:0. Der Gast kam in der ersten Hälfte zu keiner wirklich zwingenden Torchance, maximal Fernschüsse wurden abgegeben, wirklich in Gefahr kamen wir nicht, konnten aber selbst keine weiteren Treffer nachlegen.

In der Halbzeit haben wir angesprochen, dass wir intensiv auf ein drittes Tor weiterspielen müssen, uns nicht ausruhen dürfen, dass wir selbst schneller aus dem Abseits kommen müssen, um Räume, die uns ein konsequent aufrückender Gegner gibt, über lange Bälle hinter die Kette nutzen zu können. Es stand nur 2:0, die Erfahrung gegen (mit Verlaub) schwächere Gegner wie Neuss und Mönchengladbach, wo nach klaren Vorsprüngen zur Halbzeit, die zweiten 45 Minuten noch für sich gesehen verloren wurden, sollte Warnung genug gewesen sein. Wir wollten unnötige Standards vermeiden und aus der Führung heraus deutlich besser Fußball spielen.

Ist alles nicht angekommen! In personell unveränderter Formation haben wir uns in der 53. Minute einen Foulelfmeter plus Gelb für Sophie eingehandelt, den man nicht geben muss, aber durchaus geben kann, Cora entschied sich für die falsche Ecke, 1:2. Uns hat in der Folge der Biss gefehlt, uns energisch durchsetzen zu wollen, wir hatten deutlich zu viele Ballverluste, technische Schwächen, eine nicht wirklich gute Raumaufteilung und fehlenden Überblick, sodass das Spiel weitestgehend ohne nennenswerte Chancen auf beiden Seiten verflachte. Man hatte von draußen nicht das Gefühl, dass wir nachlegen können bzw. wollen, wir haben nach einer Stunde mit Chrissie für Kim und Natascha für Gabi zwei positionsscharfe Wechsel vorgenommen, acht Minuten später kam Sammy für Mariann im Mittelfeld zum Einsatz. Kurz darauf kassierten wir per Doppelschlag innerhalb von einer Minute zwei Treffer, die in ihrer Entstehung jeweils unglücklich waren, leider lagen sie auch gefühlt in der Luft, weil wir nicht in die Zweikämpfe kamen – schon lagen wir hinten. Wir haben nach 77 Minuten noch Ronya für Janina gebracht, auf Dreierkette umgestellt, Paulina in die Zentrale gezogen und Natascha zu Britta gestellt. Uns lief nun die Zeit davon, es war schon ein Ruck zu erkennen, noch den Ausgleich erzielen zu wollen, der uns in der 88. Minute durch Natascha infolge eines Eckballs per Abstauber aus dem Gewühl heraus auch gelungen ist. Kurz vor Schluss standen wir wieder mit dem Abseits auf Kriegsfuß, klare Gelegenheit vertan.

Positiv ist, dass wir weiter als einziges Team ungeschlagen sind, aber unsere letzten Auftritte haben extrem viel Luft nach oben. Warum haben wir nach Führungen solche Spannungsverluste? Warum raffen wir uns erst auf, wenn wir zurückliegen ? Hab da keine plausiblen Antworten drauf. Ich will auch (noch) nicht akzeptieren, dass wir vieles nicht deutlich besser umsetzen können, das haben wir in der Vergangenheit sehr häufig bewiesen und auch die entsprechende Qualität im Kader. Am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Langenfeld (Anstoß 13 Uhr) müssen wir in erster Linie in beide Spielrichtungen deutlich mehr Galligkeit entwickeln, komplett fokussiert sein, sonst werden wir nicht den Hauch einer Chance haben und die Serie von 6 ungeschlagenen Spielen wird ein jähes Ende finden. Hoffen wir auf Besserung, unsere Mädels haben ja schon oft genug bewiesen, dass sie über sich hinauswachsen können. Wir freuen uns über großen Zuschauerzuspruch, momentan können wir den 12. Mann bzw. die 12. Frau mehr als gut gebrauchen.


 
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RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#8 von Pillendreher04 , 28.10.2019 10:16

SUS Niederbonsfeld – HSV Langenfeld 1:6 (0:2)

Wenn frau eine 1:6-Packung, die aber um 2 bis drei Tore zu hoch ausfiel, bekommt, ist natürlich einiges nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Serie von sechs ungeschlagenen Spielen ist gerissen, sechs Gegentore (auch diese Mal war der ein oder andere individuelle Fehler zu viel im Spiel) in einem Meisterschaftsspiel haben wir in den letzten drei Jahren nicht bekommen – das wars aber auch schon an negativen Eindrücken, auch wenn ich die Meinung exklusiv habe und sich der ein oder andere verwundert die Augen reibt – das war von uns in dieser Runde die fußballerisch beste Saisonleistung ! Wir können viel aus dem Spiel mitnehmen, die Niederlage gegen ein äußerst kompaktes und effizientes Team aus Langenfeld ist kein Beinbruch, wir müssen die Köpfe (wie in dem Spiel auch) weiter oben behalten, dann kommen wir auch schnell wieder in die Erfolgsspur.

Personell mussten wir gegenüber dem letzten Spiel wieder Veränderungen vornehmen, Sophie und Gabi fielen verletzt aus, Ramona W und Janina halfen bei den Damen 2 aus, vielen Dank dafür! Die ein oder andere ging aber gesundheitlich angeschlagen in die Partie oder konnte aufgrund privater Dinge nicht so auf Sendung sein, für Lara, die über Nacht einen Rückfall erlitt, machte ein Einsatz keinen Sinn.

Startelf:
Cora – Ramona H, Bretti, Eileen, Sammy – Amelie, Mariann, Paulina, Marie, Natascha – Britta
Auf der Bank zunächst Chrissie, Kim und Ronya.

Wir haben von Beginn sehr viel von dem gesehen, was wir sehen wollten, wir waren gut organisiert, haben uns sehr gut bewegt, wollten den Ball haben, haben gut aufgebaut, uns positiv gepusht, flüssig kombiniert und versucht, schnell in die Spitze und über außen zu spielen. Der letzte Ball blieb leider zu oft in der gegnerischen Kette hängen, da hätten meist gute Möglichkeiten entstehen können, richtig zwingend wurden wir deshalb nicht. Auf der anderen Seite hatten wir das Spiel unter Kontrolle, ein strammer Sonntagsschuss vom Strafraumeck in den Winkel brachte uns aus dem Nichts nach 33 Minuten in Rückstand, bereits zwei Minuten später hieß es 0:2, bei beiden Treffern musste man durchaus die individuelle Klasse anerkennen. Kurz vor der Halbzeit verletzte sich Cora bei einer Abwehraktion, rettete sich aber in die Pause.
Wir hatten eigentlich nichts zu kritisieren, haben die Mädels für die couragierte Leistung gelobt, mangels Ersatztorhüterin musste Cora weiterspielen, wahrscheinlich trotzdem die falsche Entscheidung, die Verletzung am Ellbogen war wohl zu gravierend, da hätten wir im Trainerteam auch kreativ reagieren müssen.

Personell unverändert begann Hälfte zwei, nach zwei Minuten mussten wir das 0:3 schlucken, ein denkbar schlechter Auftakt, wollten wir doch erst einmal kein frühes Gegentor kassieren, uns wieder ins Spiel reinbeißen und versuchen den Anschlusstreffer zu erzielen, hat zum wiederholten Male nicht geklappt. Vier Minuten später haben wir ihn durch einen schönen Distanzschuss und Brittas 7. Saisontreffer erzielt, der Ball klatschte von der Unterkante der Latte deutlich hinter die Linie. Wir haben gespürt, dass das Selbstvertrauen wieder da ist, die Mannschaft hat weiter guten Fußball gezeigt, Marie hatte nach etwa einer Stunde eine tolle Gelegenheit weiter zu verkürzen, scheiterte aber in zentraler Position an der Torfrau, die aus dem Kasten stürzte und rechtzeitig den Winkel verkürzte. Wir mussten uns fortan damit beschäftigen ins Risiko zu gehen, wollten das Spielsystem offensiver umstellen, in dieser Phase, wo alles vorbereitet war, haben wir in Minute 68 das 1:4 kassiert, damit war die Messe gelesen, wir haben die Umstellung verworfen, um nicht abgeschossen zu werden. Wir haben zwei weitere (zu) leichte Gegentore bekommen, haben Ronya, Chrissie und Kim für Eileen (gelbverwarnt), Paulina und Amelie (beide am Ende ihrer Kräfte) gebracht, alle drei haben sich gut eingefügt und sich wie alle anderen bis zum Schluss gegen die Niederlage gestemmt.

Trotz unserer guten Punkteausbeute nach einem Saisondrittel (wir haben drei Punkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt der letzten Saison gesammelt) und erst einer Niederlage sind wir (noch) ein gutes Stück von einer Spitzenmannschaft entfernt, dafür haben wir noch zu viele Defizite, an denen wir weiter arbeiten müssen bzw. muss die Mannschaft bereit sein, daran arbeiten zu wollen. Die Einstellung hat heute komplett gestimmt, fußballerisch war das gegenüber den letzten Spielen ein mehr als deutlicher Schritt nach vorne, wir müssen das Ergebnis abhaken, in dieser Woche und am nächsten Sonntag in Klosterhardt (Anstoß 15:00 Uhr) ähnlich konzentriert und motiviert zu Werke gehen, dann werden wir auch wieder punkten, es gibt keinen Grund die Köpfe in den Sand zu stecken !

 
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RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#9 von Pillendreher04 , 03.11.2019 19:07

Arminia Klosterhardt – SUS Niederbonsfeld 3:4 (0:2)

Nach drei sieglosen Spielen einen Dreier in Klosterhardt eingefahren -wir können mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden sein, wir haben das Spiel eine Stunde lang gegen einen erfahrungsgemäß schwer zu bespielenden Gastgeber total dominiert und an die gute Leistung aus der ersten Hälfte gegen Langenfeld angeknüpft. Wir sind noch nicht so gefestigt bzw. konditionell in der Lage, das Spiel komplett souverän runterspielen zu können, heute hat aber nur der Sieg gezählt.

Gegenüber dem letzten Spiel haben wir drei Umstellungen (Michelle, Gabi und Leonie kamen für Cora, Britta und Sammy zum Einsatz) vorgenommen und begannen wie folgt:

Michelle – Ramona H, Leonie, Eileen, Gabi – Amelie, Mariann, Paulina, Bretti, Natascha – Marie

Bank: Cora, Ramona W, Kim und Sammy

Die Trainingswoche war durch den Feiertag mit nur einer Einheit schwierig, Mittwoch waren nur acht Leute aus dem heutigen Kader anwesend, die anderen vier fehlten aus privaten Gründen, wir haben gerade on top schwer mit krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen.

Wir haben vor dem Spiel kurz über die Stärken des Gastgebers gesprochen, uns aber ausreichend Zeit genommen, die spielerisch guten Ansätze vom letzten Wochenende in den Vordergrund zu stellen. Sammy war unter der Woche krank, deswegen kam Gabi, nach ihrem Kochunfall genesen, zum Einsatz. Britta fiel aus, weswegen Marie als Captain in der Sturmspitze agierte. Leonie spielte mit Eileen in der Innenverteidigung, wir haben uns durch ihren Einsatz trotz weiterhin großem Trainingsrückstand körperliche Präsenz erhofft, Bretti rutschte wieder ins zentrale Mittelfeld. Und auf der Torhüterposition wollten wir mit Michelle für Cora einen Impuls setzen.

Die Mannschaft hat vom Anpfiff weg bis zum Pausenpfiff alles hundertprozentig umgesetzt, was wir sehen wollten: Wir waren gut organisiert, laufbereit und lautstark, griffig in den Zweikämpfen, haben die Räume defensiv zugestellt, uns gegenseitig unterstützt, waren sehr ballsicher und offensiv zielstrebig. Bevor Marie in Minute 5 ihren ersten Treffer erzielte, hätte es schon 2:0 stehen müssen! Zunächst wurde Amelie auf rechts auf die Reise geschickt, hatte aber einen Kontakt zu viel, ihr Abschluss wurde noch geblockt und Natascha ließ nach Zuckerflanke von Marie einen freien Kopfball, der aber leider neben das Tor ging, ungenutzt. Bereits nach 12 Minuten stand es wieder durch Marie 2:0, auch dieses Tor Durchsetzungs- und Abschlusswillen pur. Wir haben das Spiel total kontrolliert, uns immer wieder in Richtung gegnerisches Tor durchgespielt, haben auf der anderen Seite nur einen Distanzschuss zugelassen, den Michelle aus der Ecke fischte. Leider hat es zu keinem weiteren Torerfolg gereicht.

Das war eine richtig gute erste Hälfte, die Selbstvertrauen für die zweiten 45 Minuten geben sollte. Wir hatten rein garnichts zu bemängeln, wir wollten nur endlich einmal viel besser wieder ins Spiel finden, wollten nicht wieder ein frühes Gegentor fangen.

Hat geklappt, wir haben sogar nach 50 Minuten nachlegen und auf 3:0 erhöhen können.Torschützin wieder Marie, auf rechts freigespielt, und unter Gegnerdruck im Laufduell trotzdem eiskalt vollendet, Dreierpack als Krönung einer herausragend guten Vorstellung als Sturmspitze und Belohnung für ein enormes Laufpensum. Der Gastgeber wechselte zweimal durch, nur eine Minute danach erzielte Amelie nach einem Eckball aus dem Gewühl heraus sogar das 4:0 per Abstauber in der 59. Minute. Mit einem unhaltbaren Sonntagsschuss konnte Klosterhardt drei Minuten später verkürzen, fünf Minuten später sogar auf 2:4 stellen, da waren wir defensiv zu sorglos, sind am langen Pfosten nicht richtig mitgegangen. Total verständlich aus den Erfahrungen der letzten Spiele, dass dann Zweifel aufkommen, dass die Souveränität abhanden kommt. Wir haben uns aber gefangen, mussten Natascha durch Sammy ersetzen, kurz darauf Gabi verletzungsbedingt durch Kim. 7 Minuten vor Schluss kam Ramona W für Leonie, die absolut das gebracht hat, was sie momentan leisten kann, zu ein paar Spielminuten. Drei Minuten vor Schluss haben wir noch das dritte Gegentor kassiert, natürlich kommen da hinreichend bekannte Gedanken hoch. Es ist aber nicht so, dass wir in der zweiten Hälfte nur hinten drin gestanden und um die Tore gebettelt hätten – im Gegenteil, wir haben vor dem ersten Gegentreffer zweimal Alu getroffen, die ein oder andere gute Gelegenheit leider nicht zu umständlich zu Ende gespielt, weiterhin enormen läuferischen und kämpferischen Aufwand betrieben. Vielleicht erklärt dies die Tatsache, dass wir hintenraus nicht mehr genug Körner hatten.

Es war aber einfach total verdient die drei Punkte mitgenommen zu haben, es ist alles andere als einfach in Klosterhardt zu punkten, gerade wenn frau mit so einer Langenfeld-Packung im Genick anreist. Jede einzelne hat sich zerrissen, wollte vieles gut machen und zeigen, was eigentlich in uns stecken kann. Der Sieg war enorm wichtig fürs Selbstvertrauen, nächste Woche im Heimspiel gegen Düsseldorf (Anstoß 13:00 Uhr) stehen wir vor der nächsten schweren Herausforderung, dort benötigen wir eine ähnlich fokussierte Leistung, personell werden wir Stand heute nahezu aus dem Vollen schöpfen können.

 
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RE: Spielberichte Saison 2019/2020

#10 von Pillendreher04 , 11.11.2019 08:36

SUS Niederbonsfeld – Düsseldorfer SC 99 7:0 (4:0)

Am Ende einer herausragend guten Leistung über 90 Minuten steht ein auch in der Höhe völlig verdienter 7:0-Kantersieg gegen den bisherigen Tabellenzweiten. Die Mannschaft hat den spielerischen Aufwärtstrend aus den Spielen gegen Langenfeld und Klosterhardt in beeindruckender Art und Weise fortgesetzt und sich vorerst in der Spitzengruppe festgesetzt.

Die Düsseldorfer kamen mit der Empfehlung des drittbesten Angriffs und der besten Defensivreihe an die Kohlenstraße, wir waren also gewarnt und uns war bewusst, dass es einer weiteren Steigerung gegenüber der letzten Spiele bedurfte. Personell konnten wir uns den Luxus leisten, mit Bretti, Lara und Sammy auf drei Spielerinnen zu verzichten, die sicherlich hätten spielen können, aber aufgrund ihrer krankheits- und verletzungsbedingten Probleme in der Vorwoche für die kommenden Aufgaben geschont wurden. Janina war in der Vorwoche im Urlaub, stellte sich aber in die Dienste der zweiten Mannschaft, danke für deinen Einsatz und Glückwunsch zum Torerfolg!

Aufgrund des Trainerlehrgangs auf unserer Platzanlage in der vergangenen Woche konnten wir keine Platzeinheiten absolvieren, ein Großteil war Dienstag laufen, Freitag folgte eine Halleneinheit. Hat uns nicht geschadet….

Startelf: Michelle – Amelie, Leonie, Sophie, Gabi – Paulina, Mariann, Marie, Eileen, Natascha – Britta
Bank: Cora, Chrissie, Ronya, Kim und Ramona H

Hatten Sophie und Britta in Klosterhardt noch gefehlt, so konnten sie gestern auflaufen und ersetzten Ramona und Bretti in der Startformation, es gab auch keine gravierenden Gründe, um groß durchzumischen. Gabi war angeschlagen, konnte aber spielen.

Wir haben uns vor dem Spiel als wichtigsten Aspekt vorgenommen, endlich wieder zu alter Defensivstärke zurückzufinden und unsere Gegentorflut einzudämmen, im Schnitt drei Gegentreffer pro Spiel sind einfach inakzeptabel. Die ganze Mannschaft hat in der Rückwärtsbewegung extrem gut gearbeitet, die Aufgabe komplett erfüllt, wir haben zum ersten Mal seit dem ersten Spieltag zu Null gespielt, großartig! Wir haben kaum nennenswerte Chancen von Düsseldorf zugelassen, das was übrig blieb, entschärfte Michelle, die einen weitgehend ruhigen Sonntag erlebte.

Wir haben es brutal geschafft, unsere Offensivpower durchzubringen, drei Knipser mit Britta, Marie und Paulina in dieser Qualität hat nicht jede Truppe der Landesliga!

Wir waren hellwach, haben gut zugeordnet, viel geredet, uns gegenseitig toll unterstützt, sind entschlossen in die Zweikämpfe gegangen und haben dem Gast sehr frühzeitig gezeigt, dass die drei Punkte auf unserem Konto verbucht werden.

Wir hatten über weite Strecken absolute Klarheit im Spielaufbau, unsere Außenverteidiger haben sich offensiv eingeschaltet und richtig gute Bälle in die Spitze gespielt, teilweise kamen wir über zwei, drei Stationen vors Tor, das hatte System.

In der Zentrale haben wir ein Bollwerk mit Mariann, Marie, Eileen, Leonie und Sophie aufgebaut, das kaum zu überwinden war.

Wir haben zur Pause bereits 4:0 geführt, Sophie eröffnete den Torreigen mit einem satten Freistoßhammer in der 20. Minute, es folgte Brittas Hattrick bis zum Pausenpfiff in nur 13 Minuten (25./33./38.). Grandios ihr zweiter Treffer, das war Wille und Durchsetzungskraft pur, ein tolles Solo mit perfektem Abschluss.

Nach der Pause haben wir einen wütenden Gast erwartet, haben die sporadischen Versuche aber im Keim erstickt. Wir haben drei weitere blitzsaubere Treffer durch Paulina (57. und 77.) sowie Marie (85.), die sich noch für ihren enormen läuferischen Aufwand belohnte, erzielt.

Bis auf Cora kamen alle Feldspielerinnen im Verlauf der zweiten Hälfte zum Einsatz, alle haben sich nahtlos positiv eingefügt.

Es war ein Genuss, sicherlich auch für die Zuschauer bei bestem Fußballwetter, dem Team zuzuschauen, ich lehne mich aus dem Fenster: Über 90 Minuten gesehen die mit Abstand beste Leistung seitdem wir die Verantwortung für die Mannschaft tragen. Kann frau nicht immer abrufen, Konstanz ist halt der entscheidende Faktor für höhere Ziele, aber wir haben gesehen, was grundsätzlich möglich ist, wenn die Damen wollen und die Vorgaben zu 110 % umgesetzt werden.

Weiter geht es für uns am kommenden Sonntag bei Adler Frintrop um 15:00 Uhr, bevor wir am Donnerstag (!), dem 21.11., um 19:30 Uhr Heimrecht gegen den Niederrheinligisten von Eintracht Solingen in der zweiten Runde des Niederrheinpokals haben. Wir hoffen darauf, dass sich das Lazarett nicht wieder erweitert und dass wir die Performance von gestern annähernd in das kommende Wochenende transportiert bekommen.


 
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zuletzt bearbeitet 11.11.2019 08:38 | Top

   

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